Kreativität

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. Der Forschungsgegenstand – die Grundfrage 1.1 Vorrede. Wir können nicht nicht kreativ sein 1.2 Genese und inhaltliche Motivation der Arbeit 1.3 Kreativität als Gegenstand der Philosophie und Philosophie als Disziplin der Kreativitätsforschung 1.4 Der Begriff "Kreativität" intensional und extensional: als logisches Phänomen, als negatives Konzept und als Bezeichnung von Denk- und Handlungsformen 1.5 Zum Aufbau des Buchs 2. Wie ist Kreativität möglich? – Hauptthese der Arbeit 2.1 Die Grundfigur. Weder beliebig, noch determiniert: Übersetzung vor dem Hintergrund der Unübersetzbarkeit 2.2 Im "Inneren" der Black Box 3. Historischer Hauptteil I.: Antike. Verbinden und Unterscheiden: Vom Eros zur Kritik 3.1 Vorbemerkung 3.2 Platon: Der "Logos" des Schöpferischen 3.2.1 Symposion: Die Geburt des Schöpferischen aus der Opposition von Mangel und Fülle 3.2.2 Mania in ‚Phaidros‘ und ‚Ion‘ – Das Kollabieren der Gott-Mensch-Opposition im Menschen 3.2.3 Zwischenüberlegung: Das Schweigen der Götter 3.2.4 Platons Übergang zur Säkularisierung des Werdens im ‚Philebos‘: "Genesis" als Mixtur von Unendlichem und Artikuliertem 3.3 Aristoteles: Von der Imagination zur Invention. Das Verhältnis von Wahrnehmen und Denken und die Entstehung der Phantasia aus dem ‚kritischen‘ Unterscheiden 3.3.1 Von "mit Körper" zu "ohne Körper": Das Problem der Kluft zwischen Sinneswahrnehmung und Abstraktion 3.3.2 Das verbindende Dritte: Phantasia als kritisches Vermögen 3.3.3 Fazit: Wie ‚kreativ‘ ist die Phantasia? 4. Historischer Hauptteil II: Aufstieg und Fall der epistemischen Stufenleiter vom späten 17. zum frühen 19. Jahrhundert 4.1 Vom ‚Unbewußten‘ zum Computer: Die Entdeckung des Geistes als transzendentaler "Black Box" bei Gottfried Wilhelm Leibniz 4.1.1 Einleitung. Zwischen Turing und Freud: Spannungen innerhalb der Leibniz’schen Innovationen 4.1.2 Die doppelte "Black Box": Das epistemische Kontinuum als "Escher"-Loop 4.1.3 "Sich selber Rechnen" der Symbole: Die "Blindheit" der Zeichen und die ‚ars inveniendi‘ 4.1.4 "Gedanken ohne zu Denken": Die Entstehung einer Theorie des Unbewußten 4.1.5 Zusammenfassung. Kompression und Invention: Von Quanten zu Qualia. Übersetzung mit dem Ziel der Komplexitätsreduktion 4.2 Aufbruch und Übergang. Erfindungskunst und sinnliche Wahrnehmung: Christian Wolff und Alexander Gottlieb Baumgarten als Wegbereiter der Kantischen Motive einer Philosophie des Kreativen 4.2.1 Die Logik der Begriffe als Erfindungskunst: Christian Wolff 4.2.2 Determiniert versus distinkt – Die Geburt der Ästhetik aus der logischen Konkurrenz der Präzisionen: Alexander Gottlieb Baumgarten 4.3 Die Horizontalisierung der "Erkenntniskräfte" und ihre notwendige Ergänzung um eine Kreativitätstheorie: Immanuel Kant 4.3.1 Vorbemerkung: Zu Kants architektonisch-logischem Umsturz des Erkenntnisgebäudes 4.3.2 "Transzendentale Ästhetik" und "Transzendentale Logik". Die Dynamik von Anschauung und Begriff, Sinnlichkeit und Verstand und ihre scheiternde Verbindung in der "Kritik der reinen Vernunft" 4.3.3 Übergang: Die Genietheorie als Modell-Lösung des generellen Erkenntnisproblems in der "Kritik der Urteilskraft" 4.3.3.1 Ästhetische Synchronisation der Geisteskomponenten zu "Erkenntnisüberhaupt" 4.3.3.2 Genietheorie als Synchronisationstheorie 5. Systematischer Hauptteil I: Die Logik der Zeichen und die Logik des Denkens Vom anbrechenden Informationszeitalter zur Zeichen- und medial vermittelten Gegenwart: Nelson Goodman und Fred Dretske 5.1 Das logische Gegenstück zum Logischen, oder: Die Einführung der analog-digital-Unterscheidung in die Philosophie 5.2 Das Paradox der endlichen Differenziertheit. Die Geburt der Notationstheorie aus dem Problem der Wiederholbarkeit der Zeichen 5.3 Das Ästhetische als Ausdruck des unabschließbaren Impulses nach absoluter Präzision 5.4 Die Genese des Neuen aus der nicht-determinierten Transformation zwischen Löschen (Vergessen) und Ergänzen (Erfinden) 5.5 Sagen und Zeigen, Denotation und Exemplifikation als kreative Überlagerung zweier Sinnsysteme 6. Systematischer Hauptteil II. Kreativität als kalkulierter Kategorienfehler. Logische Typen und Typen der Logik: Gregory Bateson 6.1 Vorbemerkung: Russells Typentheorie 6.2 Vom ‚Bite‘ zum ‚Nip‘: Die Entstehung der Negation und der arbiträren Zeichen aus dem spielerischen Biß 6.3 Pathologie und Produktivität: Entfaltung und inszenierter Bruch der Diskontinuität von logischen Hierarchien 6.4 Kognition und Meta-Kognition: Lerntheorie, Hierarchie der Ebenen und der logische ‚Sprung‘ 6.5 Die Struktur der Evolution der Natur und des Geistes: Produktives Denken und Organisation als ‚stochastisches‘ Geschehen 6.6. Die Denkspirale 7. Zusammenfassung und Ausblick 7.1 Vorbemerkung: Der Verlauf der Arbeit 7.2 Das Modell und seine Varianten – Résumé und systematische Konsequenzen 7.3 Aufstieg als Abstieg und vice versa: Die ‚Escher‘-Logik 7.4 Black Box revisited – In die Box hinein oder aus der Box heraus? 7.5 Die ‚dämonische‘ Form: Das Schema als Gestalt oder die Gestalt des Schemas 7.6 Vorgriff: Desiderate weiterer Untersuchungen 7.7 Nachwort: Worüber man nicht sprechen kann, davon darf man nicht schweigen, oder: ‚to lose knowledge and gain the kingdom‘

Kreativität

Eine philosophische Analyse

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Beschreibung

„Kreativität“ ist ein sehr junger Begriff und ein sehr altes Phänomen. Sie gilt als unaufklärbares Rätsel, als eine Art „Black Box“ des Denkens. Dem kollektiven Bewußtsein zufolge ist sie etwas Rares, Flüchtiges, strapaziös zu erzielen und nur wenige Glückliche begünstigend. Das vorliegende Buch präsentiert eine logische Grundidee zur Entstehung von schöpferisch Neuem – Elemente aus der Informations-, Kommunikations- und Medientheorie verbindend. Diese „Formel“ wird an philosophischen Stationen von der Antike bis zur Gegenwart erprobt und weiterentwickelt. Kreativität zeigt sich als ein Transformationsphänomen, welches das Denken auf eine andere logische Ebene führt und kategoriale Grenzen kollabieren läßt. Im Ergebnis ist sie nichts per Definition Abwesendes, erreichbar nur über den Umweg von unverfügbarer Gunst, weltabgewandter Passion oder verborgenen Tricks. Kreativität ist vielmehr omnipräsent, schöpferische Energien sind nur mit großem Aufwand zu unterdrücken, und die Frage, wie man sie erreicht, wird zur Frage, wie man ihr eine optimale Basis bereitet, ohne sie wesentlich zu behindern.

Mit diesem Buch ist man nach dem Lesen noch lange nicht fertig!"
in: Das Dosierte Leben, Winter 2015/2016

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.12.2011

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

293

Maße (L/B/H)

25/17,8/2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.12.2011

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

293

Maße (L/B/H)

25/17,8/2 cm

Gewicht

762 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-05-004642-6

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Verbinden und Unterscheiden: Vom Eros zur Kritik 3.1 Vorbemerkung 3.2 Platon: Der "Logos" des Schöpferischen 3.2.1 Symposion: Die Geburt des Schöpferischen aus der Opposition von Mangel und Fülle 3.2.2 Mania in ‚Phaidros‘ und ‚Ion‘ – Das Kollabieren der Gott-Mensch-Opposition im Menschen 3.2.3 Zwischenüberlegung: Das Schweigen der Götter 3.2.4 Platons Übergang zur Säkularisierung des Werdens im ‚Philebos‘: "Genesis" als Mixtur von Unendlichem und Artikuliertem 3.3 Aristoteles: Von der Imagination zur Invention. Das Verhältnis von Wahrnehmen und Denken und die Entstehung der Phantasia aus dem ‚kritischen‘ Unterscheiden 3.3.1 Von "mit Körper" zu "ohne Körper": Das Problem der Kluft zwischen Sinneswahrnehmung und Abstraktion 3.3.2 Das verbindende Dritte: Phantasia als kritisches Vermögen 3.3.3 Fazit: Wie ‚kreativ‘ ist die Phantasia? 4. Historischer Hauptteil II: Aufstieg und Fall der epistemischen Stufenleiter vom späten 17. zum frühen 19. Jahrhundert 4.1 Vom ‚Unbewußten‘ zum Computer: Die Entdeckung des Geistes als transzendentaler "Black Box" bei Gottfried Wilhelm Leibniz 4.1.1 Einleitung. Zwischen Turing und Freud: Spannungen innerhalb der Leibniz’schen Innovationen 4.1.2 Die doppelte "Black Box": Das epistemische Kontinuum als "Escher"-Loop 4.1.3 "Sich selber Rechnen" der Symbole: Die "Blindheit" der Zeichen und die ‚ars inveniendi‘ 4.1.4 "Gedanken ohne zu Denken": Die Entstehung einer Theorie des Unbewußten 4.1.5 Zusammenfassung. Kompression und Invention: Von Quanten zu Qualia. Übersetzung mit dem Ziel der Komplexitätsreduktion 4.2 Aufbruch und Übergang. Erfindungskunst und sinnliche Wahrnehmung: Christian Wolff und Alexander Gottlieb Baumgarten als Wegbereiter der Kantischen Motive einer Philosophie des Kreativen 4.2.1 Die Logik der Begriffe als Erfindungskunst: Christian Wolff 4.2.2 Determiniert versus distinkt – Die Geburt der Ästhetik aus der logischen Konkurrenz der Präzisionen: Alexander Gottlieb Baumgarten 4.3 Die Horizontalisierung der "Erkenntniskräfte" und ihre notwendige Ergänzung um eine Kreativitätstheorie: Immanuel Kant 4.3.1 Vorbemerkung: Zu Kants architektonisch-logischem Umsturz des Erkenntnisgebäudes 4.3.2 "Transzendentale Ästhetik" und "Transzendentale Logik". Die Dynamik von Anschauung und Begriff, Sinnlichkeit und Verstand und ihre scheiternde Verbindung in der "Kritik der reinen Vernunft" 4.3.3 Übergang: Die Genietheorie als Modell-Lösung des generellen Erkenntnisproblems in der "Kritik der Urteilskraft" 4.3.3.1 Ästhetische Synchronisation der Geisteskomponenten zu "Erkenntnisüberhaupt" 4.3.3.2 Genietheorie als Synchronisationstheorie 5. Systematischer Hauptteil I: Die Logik der Zeichen und die Logik des Denkens Vom anbrechenden Informationszeitalter zur Zeichen- und medial vermittelten Gegenwart: Nelson Goodman und Fred Dretske 5.1 Das logische Gegenstück zum Logischen, oder: Die Einführung der analog-digital-Unterscheidung in die Philosophie 5.2 Das Paradox der endlichen Differenziertheit. Die Geburt der Notationstheorie aus dem Problem der Wiederholbarkeit der Zeichen 5.3 Das Ästhetische als Ausdruck des unabschließbaren Impulses nach absoluter Präzision 5.4 Die Genese des Neuen aus der nicht-determinierten Transformation zwischen Löschen (Vergessen) und Ergänzen (Erfinden) 5.5 Sagen und Zeigen, Denotation und Exemplifikation als kreative Überlagerung zweier Sinnsysteme 6. Systematischer Hauptteil II. Kreativität als kalkulierter Kategorienfehler. Logische Typen und Typen der Logik: Gregory Bateson 6.1 Vorbemerkung: Russells Typentheorie 6.2 Vom ‚Bite‘ zum ‚Nip‘: Die Entstehung der Negation und der arbiträren Zeichen aus dem spielerischen Biß 6.3 Pathologie und Produktivität: Entfaltung und inszenierter Bruch der Diskontinuität von logischen Hierarchien 6.4 Kognition und Meta-Kognition: Lerntheorie, Hierarchie der Ebenen und der logische ‚Sprung‘ 6.5 Die Struktur der Evolution der Natur und des Geistes: Produktives Denken und Organisation als ‚stochastisches‘ Geschehen 6.6. Die Denkspirale 7. Zusammenfassung und Ausblick 7.1 Vorbemerkung: Der Verlauf der Arbeit 7.2 Das Modell und seine Varianten – Résumé und systematische Konsequenzen 7.3 Aufstieg als Abstieg und vice versa: Die ‚Escher‘-Logik 7.4 Black Box revisited – In die Box hinein oder aus der Box heraus? 7.5 Die ‚dämonische‘ Form: Das Schema als Gestalt oder die Gestalt des Schemas 7.6 Vorgriff: Desiderate weiterer Untersuchungen 7.7 Nachwort: Worüber man nicht sprechen kann, davon darf man nicht schweigen, oder: ‚to lose knowledge and gain the kingdom‘