Produktbild: Wie der Soldat das Grammofon repariert

Wie der Soldat das Grammofon repariert Roman - Geschenkausgabe

Aus der Reihe 1LIVE Klubbing
10

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.10.2010

Verlag

btb

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

14,4/9,6/2,5 cm

Gewicht

232 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74169-4

Beschreibung

Rezension

"Saša Stanišic hat einen erstaunlichen Erstling geschrieben, weitherzig, rasant, mutig. Es steht vieles darin, das wir unbedingt jetzt wissen sollten." ("Hauke Hückstädt, Frankfurter Rundschau")
„Ein hochtalentierter, leidenschaftlicher Erzähler.“ ("Jörg Magenau, taz")
"Lesen sollte, ja muss man den Roman in jedem Fall, und im Übrigen ist es der beste Roman des Jahres 2006." ("Hanne Kulessa, Hessischer Rundfunk")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.10.2010

Verlag

btb

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

14,4/9,6/2,5 cm

Gewicht

232 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74169-4

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    aus Dietikon

    4/5

    24.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Gute Geschichte

    Die gewählte Prespektive ist sehr eindrücklich. Sasa Stanic versteht es, aus den Augen eines Kindes zu erzählen, wie es den Krieg wahr nimmt, als würde das Kind ein Tagebuch schreiben. Es ist faszinierend den Unterschied zur Erzählweise zu erkennen, als der Junge erwachsen wird. Mit Wurzeln im Balkan, hatte das Buch zusätzlich noch auf einer anderen emotionalen Ebene eingeschlagen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    12.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Bosnienkrieg aus Kindersicht…

    Bosnienkrieg aus Kindersicht Gleich mit seinem autobiografisch geprägten Romandebüt «Wie der Soldat das Grammofon repariert» war der aus Visegrad in Bosnien-Herzegowina stammende Schriftsteller Saša Stanišić 2006 ungemein erfolgreich. Das Buch wurde in dutzende Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet, das Urteil des Feuilletons hingegen war gespalten. Von einigen Kritikern wurde der Autor als neue Stimme und talentierter Erzähler fast schon hymnisch gefeiert, von anderen wurde sein Debüt als missglückt oder als klischeehaft bezeichnet, und vom Krieg aus kindlicher Sicht zu erzählen ist natürlich immer anfechtbar. Die Geschichte wird aus der naiven Perspektive des phantasiebegabten Schülers Aleksandar, Koseform Saša (sic!), in Ich-Form erzählt. Er wächst in Visegrad wohl behütet im Kreis seiner weitverzweigten Familie auf. Es beginnt mit dem Tod von Opa Slavko, einem glühenden Tito-Verehrer, mit dem Aleksandar innig verbunden war, aber auch der Zauberstab des Jungen vermag den Opa nicht wieder lebendig zu machen. Im Jahr 1991 gewinnt der Junge mit seinem ganz speziellen Köder den örtlichen Angler-Wettbewerb in der Drina und ist damit überraschend für die Landesmeisterschaften in Osijek qualifiziert. Aber daraus wird wohl nichts, denn dort herrscht bereits Krieg. Der erreicht schon im nächsten Frühjahr auch Visegrad und vertreibt die Eltern von dort, weil die Mutter muslimischer Herkunft ist und damit von ethnischen Säuberungen durch die Serben bedroht wird. Die Familie emigriert nach Heidelberg, wo bereits ein Onkel wohnt. Das unter Tito mit harter Hand durchgesetzte, aber letztendlich Utopie gebliebene, angeblich multikulturelle Jugoslawien wird nun in einen kleinstattlichen Flickenteppich zerrissen. Im Strudel der kriegerischen Ereignisse erscheint die unbändige Fabulierlust des Jungen mit ihren amüsanten, zum Teil haarsträubenden Szenen äußerst grotesk, bezogen auf das Kriegsgeschehen im Hintergrund. So wenn beispielsweise in einer Kampfpause die Serben und Bosnier aus ihren Stellungen hervor kriechen und sich auf ein Fußballspiel gegeneinander verständigen. Besonders absurd wird es, als dabei ein Spieler den Ball ins Aus schießt, in ein Minenfeld, aus dem er ihn nun auch selbst wieder herausholen muss, er bekommt dafür sogar eine kugelsichere Weste gereicht. Die ist allerdings für den Ball gedacht, denn der ist mitten im Krieg unersetzlich, der einzige jedenfalls, den die Soldaten noch haben. Der unbedarfte Heranwachsende berichtet aus seiner Schlüsselloch-Perspektive von einer bunten Welt voller verrückter Geschehnisse und fragwürdiger Erinnerungen, was natürlich in krassem Gegensatz steht zu dem grauenvollen, aber realen Kriegsgeschehen, über das da abwechselnd ebenfalls berichtet wird. Mit überbordender Fabulierlust werden hier viele kleine, oft in sich abgeschlossene Episoden und Kurzgeschichten erzählt. Das reicht vom in flagranti entdeckten Seitensprung über die feierliche Einweihung des neu angebauten Wasserklosetts bis zum ausgelassen Dorffest, das dann plötzlich in einer Schießerei endet. Dabei agiert ein skurriles Figurenensemble, dessen wunderliche Charaktere nicht nur durch ihre balkantypische Sauf- und Fresslust, sondern auch durch allerlei körperliche und geistige Anomalien geprägt sind. Kennzeichnend für den sehr speziellen Erzählstil von Sasa Stanisic ist eine verblüffende Unmittelbarkeit, die er auslöst, man fühlt sich ganz dicht am Geschehen, so grotesk das im Einzelnen auch sein mag. Störend ist das oft pittoreske Abgleiten in den puren Balkan-Kitsch, aber auch das narrative Konstrukt mit Passagen in Briefform, Gedichten und allerlei Listen erscheint mehr um größtmögliche Originalität bemüht als um einen logischen, nachvollziehbaren Erzählfluss. Die über all dem liegende heitere Note kollidiert natürlich mit den Kriegsgräueln, aber schon der Titel weist ja deutlich darauf hin, dass dies ein Schelmen-Roman ist, und als solcher sollte er dann natürlich auch gelesen werden.

  • Juti

    aus HD

    2/5

    01.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    balkanisches Chaos Während…

    balkanisches Chaos Während des Lockdown hat mir eine Bekannte Bücher geliehen. So kam ich zu diesem Buch, dessen Autor mit Heimkehr ein wirklich gutes Buch geschrieben hat und den ich als Heidelberger ansehe. Dennoch komme ich nicht umhin, zu sagen, dass ich mich durch die Seiten gequält habe. Es tauchen zwar immer wieder hübsche Sprachbilder wie die verschiedenen Tode von Tito auf, aber der rote Faden bleibt nicht immer sichtbar. Auch weiß ich nicht, ob ich mich beispielsweise über zwei Seiten nur ausgeschriebene Zahlen freuen oder ärgern soll. Natürlich frage ich mich, wieso ich so kritisch bin und komme zu dem Ergebnis, dass der Jugoslawien-Krieg sich doch weit aus meinem Gedächtnis entfernt hat und dass dieses Buch vor über 10 Jahren wegen seiner Aktualität mehr Anhänger hatte. Stanisic mag ich erst zu den richtig großen Autoren zählen, wenn er mal über etwas anderes als seine Familie schreibt. Von mir nur 2 Sterne.

  • Bewertung

    aus Seuzach

    5/5

    15.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wunderbares Buch

    Es hat mir sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen. Sehr empfehlenswert

  • Bewertung

    aus Krefeld

    5/5

    17.01.2019

    Hörbuch-Download

    Grandiose Version

    Tolles Hörbuch; charmant ist auch, dass der Autor selbst liest, dies gibt dem Hörbuch seinen besonderen Touch. Diese Version ist etwas kürzer als das "Normale" Hörbuch, aber aufgrund der Tatsache, dass der Autor es liest, schöner anzuhören.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Nate Pischner

    Nate Pischner

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Magischer Realismus aus der Sicht...

    Magischer Realismus aus der Sicht eines Kindes. Mit verspielt schöner Sprache wird die Geschichte einer Kindheit und Jugend im ehem. Jugoslawien erzählt und damit auch eine Geschichte von Krieg und Vertreibung. Mit vielen kleinen Geschichten ihn der großen. Wunderschön erzählt.
  • Zum Bewerterprofil von Nicole Viertel

    Nicole Viertel

    Thalia Leonberg – Leo-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.04.2019

    Hörbuch-Download

    Sprachliche Intimität

    Vom ersten Satz an befinden wir uns im Leben eines Jungen, das turbulenter und aufwühlender wird, als er es selbst erwartet. Wir sind nicht nur in seinem Leben, sondern in seiner Familie und der besondere Schreibstil katapultiert in eine andere Welt, die nur so beschrieben werden kann, wie Stanisic es tut. Meine absolute Empfehlung ist das Hörbuch, da wunderschön authentisch und die perfekte Vertonung des Schreibstils.
  • Zum Bewerterprofil von Florian Rudewig

    Florian Rudewig

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traurige, lustiges, wunderbares...

    Traurige, lustiges, wunderbares Buch über den Jugoslawienkrieg. Bewegend erzählt und genausogut wie das preisgekrönte "Vor dem Fest".
  • Zum Bewerterprofil von Thomas Schüller

    Thomas Schüller

    Thalia Ludwigsburg

    Buchhändler*in

    5/5

    20.01.2011

    eBook (ePUB)

    Ein Lieblingsbuch

    "Wie der Soldat das Grammofon repariert" erzählt Wunder. Nie hat mich ein Buch in seiner Sprache mehr gefesselt als das Romandebüt von Sasa Stanisic. Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe mir Bilder ausgemalt. Von einem Leben in Bosnien, an einem Fluss, seinem Fluss der Donau. Erzählte Gegenwartsgeschichte auch über einen Krieg der erst vor kurzer Zeit vor unserer Haustür stattfand, bei unseren Nachbarn und Freunden. Betrachtet durch die Augen eines Kindes. Herzzerreissend und bewegend. Mein absolutes Lieblingsbuch, geschrieben von einem guten Freund. Danke Sasa.

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