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Produktbild: Die Ära der Ökologie

Die Ära der Ökologie Eine Weltgeschichte

1

14,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2011

Abbildungen

mit 21 Abbildungen im Text

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

782

Maße (B/H)

13,9/21,7 cm

Gewicht

1034 g

Farbe

Apfelgrün / Elfenbein

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-61372-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2011

Abbildungen

mit 21 Abbildungen im Text

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

782

Maße (B/H)

13,9/21,7 cm

Gewicht

1034 g

Farbe

Apfelgrün / Elfenbein

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-61372-2

Herstelleradresse

Verlag C.H. Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstr. 9
80801 München
Deutschland
Email: info@beck.de
Url: www.beck.de
Telephone: +49 89 381890

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  • Thomas Fritzenwallner

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    06.05.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wesentliches beizeiten oft zu stiefmütterlich behandeltes Stück Zeitgeschichte erfährt nun eine würdige Chronik!

    Radkau beschreibt die spannende Geschichte der Umweltbewegung, wie es sie bisher so nicht gibt. Meist wird der Beginn der Ökologie auf das Jahr 1970 und die folgenden datiert. Radkau zeigt hingegen auf den ersten hundert Seiten des Buches, dass die amerikanische und die deutsche Naturbewegung schon im 19. Jahrhundert begannen: Da gab es bereits den Tierschutz- und den Vegetarier-Bund, die Initiative gegen Waldforstung und den Kampf für ein ursprüngliches Leben inmitten der Natur. Interessant ist auch der Einfluss des städtischen Lebens und der Industrie auf die Umweltbewegung. Je mehr sich die Menschen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert bedrängt fühlen vom Verkehrsstress und dem Leben in Fabriken und Büros, desto mehr drängen sie in die Natur. Für Radkau ist das eine der Ursachen für die starke Umwelt- und Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland heute. Bei aller ihrer Vielfalt gibt es für den Autor doch eine wichtige Gemeinsamkeit: die Gewaltlosigkeit all dieser Bewegungen. Sie ist für ihn ein Grund dafür, dass es zwar Heroen des Umwelt- und Naturschutzes gibt, aber keine Märtyrer. Radkaus Öko-Ära ist keine klassische chronologische Zeit-Geschichte, vielmehr eine Sammlung vieler oftmals gleichzeitig ablaufender, sich kreuzender, ineinanderfließender Geschichten. Sie sind in drei große Zeitabschnitte gegliedert, denen jeweils eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen vorangestellt ist. Es gibt eine lange Vorgeschichte, dann die Jahre der ökologischen Revolution um 1970 und die Jahre der Umweltkonjunktur um 1990. Joachim Radkau erzählt kenntnisreich und lebendig von Vordenkern wie Rachel Carson oder Petra Kelly ebenso wie von den verschiedenen Bewegungen - von den Bäume umarmenden Frauen der indischen Chipkobewegung bis zu den amerikanischen Ökosaboteuren von "Earth First". Typisch ist nicht eine gemeinsame Ideologie oder Theorie, sondern die Unübersichtlichkeit der ständig sich ändernden Motive, Themen und Ziele. Natürlich hat Joachim Radkau aus der Fülle zehntausender Ökoinitiativen ausgewählt, und ein Schwerpunkt liegt eindeutig bei deutschen Aktivitäten. Dennoch ist sein Buch ein sehr guter Überblick über die weltweiten Umweltbewegungen. Sie alle zusammen konstituieren eine Ära der Ökologie. Und sie haben tatsächlich vieles erreicht. So sind z.B. Wasser und Luft, Fabriken und Autos sauberer geworden, zahlreiche schädliche Chemikalien sowie die Ozonschicht schädigende Substanzen verboten, zahl-reiche Tierarten, große Landflächen geschützt worden. Auffällig ist dabei, dass kleine, entschlossene, aufeinander eingespielte Gruppen sich häufig als durchsetzungsfähiger erwiesen haben als anonyme Großkollektive.

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  • Produktbild: Die Ära der Ökologie
  • Einleitung: Über die Geschichte zur ökologischen Geistesgegenwart


    I. Spurensuche im Öko-Dschungel – Umweltschutz denken
    Chamäleon "Umweltschutz"
    Eine neue Ära der Weltgeschichte?
    Statt einer einzigen Meistergeschichte ein Ensemble von Spannungsszenarien


    II. Umweltbewegungen vor der Umweltbewegung
    Von Rousseau bis zur Romantik: Naturkult und "Holznot"
    Erstes Zeitfenster: Die lange Jahrhundertwende von Naturschutz und Lebensreform
    Umweltaktivismus im "nervösen Zeitalter"
    Umweltsorgen der Krisenzeit: New Deal und NS-Deutschland
    Think Big! Charismatisches Zwischenspiel auf olympischer Höhe


    III. Die "ökologische Revolution" um 1970
    Zweites Zeitfenster: Die Jahre der "ökologischen Revolution"
    Die große Kettenreaktion


    IV. Die großen Dramen der Umweltbewegung
    1. Das ewige Wechselspiel zwischen vernetztem Denken und praktischer Priorität
    Zur Ökologie des Ökologismus
    Die Leitmotive Wasser und Atom
    Ein immer neuer Szenenwechsel: Vom "Waldsterben" bis zum Dioxin-Alarm
    2. Charismatiker und Ökokraten
    Spirituelle Suche und charismatische Momente
    Zwölf Heroinen: Inkarnationen weltweiter Spannungsfelder der Umweltbewegung
    Institutionalisierung, Routinisierung, Revitalisierung
    3. Freund-Feind- oder Win-Win-Szenario?
    Von der Kernkraft bis zum Fleckenkauz: Zur Frage der Kreativität von Konflikten
    Das grüne Gewissen vor der Gewaltschwelle
    Ökologie und Ökonomie: Die große Herausforderung
    4. Die Zeitenwende um 1990 – Von der sozialen zur Generationen-Gerechtigkeit?
    Drittes Zeitfenster: Die Umweltkonjunktur von Tschernobyl bis Rio, 1986–1992
    Tschernobyl und der Zerfall der Sowjetunion
    Die Suche nach ökologischer Gerechtigkeit
    5. Umweltpolitik zwischen Globalisierung und Antiglobalisierungsbewegung


    Schluss: Die Dialektik der grünen Aufklärung
    Postskript: Ökologische Kommunikation konkret


    Anhang
    Anmerkungen
    Bildnachweis
    Personenregister