Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit …
Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …
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Erica und Beth sollen das große Anwesen ihrer Großmutter erben.
Bedingung für das Erbe ist, dass beide in dem Haus wohnen bleiben. Doch irgendetwas ist Jahrzehnte zuvor geschehen, das jetzt wie ein dunkler Schatten über ihnen liegt.
Beth zieht sich immer weiter zurück und will so gut wie gar nicht über die Vergangenheit sprechen. Erica läßt die Situation keine Ruhe, sie beginnt alte Briefe und Unterlagen ihrer Großmutter durchzulesen.
Beide ahnen nicht, wie lange schon Geheimnisse auf dem alten Anwesen gehütet werden.
Eins vorweg: Normalerweise…
ichlesehaltgern.wordpress.com aus Bayern am 07.12.2011
Bewertungsnummer: 2986164
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eins vorweg: Normalerweise bin ich absolut keine Freundin von Empfehlungen à la Für alle Leser von XYZ, da ich einfach der Meinung bin, dass sich ein Thema ja gerne gleichen kann, dies aber noch lange nichts über den Schreibstil des Autors/der Autorin aussagt und der ist nun mal nicht unerheblich, ob mir ein Buch nun gefällt oder nicht. Doch als ich gefragt wurde, ob ich Das geheime Vermächtnis lesen möchte, welches Für alle (also nicht nur ein paar! ;-) ) Leserinnen von Kate Morton sei [ich finde den Satz genial formuliert, da er alles sagt , aber nichts verspricht] musste ich, nachdem mir auch noch die Kurzbeschreibung durchgelesen hatte, einfach ja sagen. Ich kann nur eins verraten: Ich habe es nicht bereut! Der Aufbau und die Erzählweise ist der Kate Mortons nicht unähnlich (keine Sorge, das wird die einzige Parallele sein, die ich zwischen den beiden Büchern ziehen werde), die ich sehr mag. Erzählt wird aus zwei Perspektiven zu zwei verschiedenen Zeiten: zum Einen die Geschichte von Ericas Ur-Großmutter zur Zeit der Jahrhundertwende (19./20. Jht.) in den Staaten und England. Zum Anderen haben wir in der heutigen Zeit Erica, die die Geschehnisse in der Gegenwart schildert: sie reist zusammen mit ihrer Schwester Beth nach Storton Manor um das Erbe ihrer Großmutter anzutreten und kommt nach und nach einem Geheimnis auf die Spur, das fast 100 Jahre zurückliegt, jedoch immer noch Einfluss auf die Geschehnisse der Gegenwart hat. Jede dieser Sequenzen umfasst ca. 20-30 Seiten und erzeugt eine Dauerspannung, die der Tatsache geschuldet ist, dass fast jede Sequenz mit einem kleinen Cliffhanger endet und die Autorin gleich den Prolog zu einem Wahnsinns-Teaser macht und dem Leser gar keine Möglichkeit gibt, als weiterlesen zu wollen. Dadurch ist frau eigentlich sofort in der Handlung gefangen und ich musste mich oft zusammenreißen, nicht ein paar Seiten zu überfliegen um zu sehen, wie es in der anderen Zeit" weiter geht... Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sehr authentisch. Katherine Webb schafft es, während des ganzen Buches für fast jeden einzelnen ein kleines Psychogramm zu erstellen, mit dem es möglich ist, die Personen nicht nur als lebendig zu empfinden, sondern sie streckenweise auch zu verstehen, so böse sie auch gewesen sein mögen und so sehr man sie verabscheut hat. Die Grundstimmung ist bis auf wenige Ausnahmen düster und deprimierend. Man stelle sich nur ein verlassenes unbewohntes und viel zu großes Gut mitten im Winter in der englischen Pampa vor, das sowohl eine ziemlich traurige Geschichte als auch ein schreckliches Geheimnis beherbergt. Seltsamerweise hat mich das gar nicht gestört, geschweige denn bedrückt. Es hat einfach gepasst und fröhliche Stellen oder gar lustige Charaktere wäre absolut deplatziert gewesen. Die Geschichte war toll konstruiert und am Ende fehlte es nicht an dem ein oder anderen Ach so war das!-Moment. Die Auflösung der einzelnen Stränge hat mich absolut zufrieden gestellt und das Ende hätte gar nicht anders sein können. Mit dem Titel lag der Verlag auch ganz gut (das ist man bekanntlich ja auch anders gewohnt...), da glücklicherweise vom Original-Titel The Legacy nicht allzusehr abgewichen wurde. Ihr seht, für mich gab es nichts zu meckern und daher gibt es für mich auch nichts anderes zu tun, als zu sagen: wenn Ihr auf Familiengeheimnisse steht, nichts gegen alte Gemäuer in England habt und gerne Bücher lest, die auch mehr als 300 Seiten umfassen, dann seid Ihr hier genau richtig! Wenn Ihr dazu auch noch Fans von Kate Morton seid, dann muss ich Euch regelrecht dazu auffordern, Das geheime Vermächtnis zu lesen!
Meinung aus der Buchhandlung
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Das ist wirklich mal eine Familiengeschichte, wie sie im Buche steht. Mit einer spannenden Handlung und einem packenden Schreibstil überzeugt mich dieser Webb-Roman absolut.
In der Geschichte um das Gut Storton Manor und seinen Geheimnissen wird man als Leser einfach mit rein gezogen und so lang festgehalten, bis man sich wundert schon an der letzten Seite des Buches angelangt zu sein.
Durch die Wechsel der Sichtweisen und den Zeitsprüngen in der Geschichte erfährt man so etwas von jeder Seite der Figuren und lässt einem eine gute Bindung zu ihnen aufbauen.
Es ist auf jeden Fall kein klassischer Schmöker und durch das mehr oder weniger offene Ende kann man seiner eigenen Fantasie noch etwas freien Lauf lassen und versuchen für sich die ungeklärten Fragen zu beantworten.
Fazit: ein erstaunlicher Roman mit Tiefgang und Spannung bis zur letzten Seite.
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Faszinierender packender Roman über Familiengeheimnisse die sich über 3 Generationen hinziehen.
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Als Beth und Erika das alte Gut ihrer Großmutter erben, wissen sie zunächst nicht so richtig was sie davon halten sollen. Sie sind vor 23 Jahren das letzte Mal dort gewesen, in dem Sommer in dem ihr Cousin spurlos verschwand. Erika kann sich an diesen Tag nicht erinnern so sehr sie es auch versucht. Ihre Schwester Beth scheint etwas zu wissen will aber auf gar keinen Fall über diesen Tag sprechen. Und so fahren die beiden Schwestern nach Storton Manor. Dort treffen sie auf Dinny, ihren alten Freund aus Kindertagen. Außerdem findet Erika auf dem Speicher in einer alten Truhe, Briefe und Fotos von ihrer Urgroßmutter Caroline die andeuten das es wohl ein gut gehütetes Geheimnis auf Storton Manor gibt. Und so beginnt Erika nach jenem alten Familiengeheimnis, aber auch nach dem Geheimnis um jenen Sommertag zu suchen, der das Leben ihrer Familie für immer veränderte.
Der Roman springt immer zwischen der Geschichte von Caroline Anfang des 20. Jahrhunderts und der Geschichte der beiden Schwestern, was eine Spannung aufbaut, durch die man immer weiter lesen möchte. Gekonnt füttert Katherine Webb den Leser immer mit kleinen Häppchen von Informationen bis diese am Schluss das große ganze ergeben. Für mich ein großartiger Familienroman der einen nicht wieder los lässt.
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