Produktbild: Lob der Stiefmutter

Lob der Stiefmutter Roman | Nobelpreis für Literatur 2010

3

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

154

Maße (L/B/H)

15,4/9,5/1,5 cm

Gewicht

119 g

Farbe

Aubergine / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Elogio de la madrastra

Übersetzt von

Elke Wehr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46329-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

154

Maße (L/B/H)

15,4/9,5/1,5 cm

Gewicht

119 g

Farbe

Aubergine / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Elogio de la madrastra

Übersetzt von

Elke Wehr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46329-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    05.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    exquisit

    Der Literaturnobelpreisträger hat mit „Lob der Stiefmutter“ einen erotischen Roman von höchster Qualität geschrieben. Es sind insbesondere die fabulierten Kurzgeschichten (die manchmal in der Antike abspielen), die Referenz auf bekannte Bilder der Malerei und der unerschöpfliche und kräftige und schöne Sprachstil, die aus dieser Hymne an die körperliche Lust einen wahren Lesegenuss machen.

  • Bewertung

    aus Essen

    5/5

    18.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Verbotene Lust

    Ein tückischer, ein kluger Roman. Die Stiefmutter ist seit einigen Monaten mit einem Witwer verheiratet, Vater eines zehnjährigen Jungen. Der Brief des Kindes zu ihrem Geburtstag stellt den Anfang seiner zunehmenden und stürmischen Zuneigung dar, der sich auch alsbald die reife Frau nicht mehr entziehen kann. Mehr und mehr fühlt sie sich zu ihm hingezogen und beginnt hinter dem Rücken ihres Mannes eine Affäre mit ihm. Die Geschichte fesselt mit ihrer Mischung aus Erotik und den unerwarteten Wendungen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    25.01.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Faustisches Begehren Der 1988…

    Faustisches Begehren Der 1988 erschienene Roman «Lob der Stiefmutter» gehört in die Reihe erotischer Werke des peruanischen Nobelpreisträgers Mario Vargas Llosa, dem neun Jahre später mit « Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto» eine Fortsetzung folgte. Der Autor hat seinen Text von der Unausweichlichkeit des Begehrens als «ein klein wenig surreal» bezeichnet und sich unter anderem von de Sade inspirieren lassen, schon im Titel kann man die Dramatik seiner Geschichte vorausahnen. «Man trage seine Laster wie einen Königsmantel», zitiert er in einem vorangestellten Text aus César Moros Gedicht «Tödliche Liebe» und weist damit bereits auf die verstörende Souveränität der Protagonisten seiner lüsternen Tragikkomödie hin. Der verwitwete Don Rigoberto hat die geschiedene Doña Lukrezia geheiratet, eine vierzigjährige, schöne und sinnenfrohe Frau mit üppig ausgeprägten weiblichen Attributen, denen sich ihr liebestoller Mann immer wieder genussvoll widmet. Alfonso, der engelsgleiche Stiefsohn, im Roman nur als das «Kind» bezeichnet, sucht die Nähe zu seiner Stiefmutter, schmust mit ihr, überschüttet sie geradezu mit kindlichen Liebesbezeugungen. Die laszive Frau gibt den Avancen des «Kindes» in einem schwachen Moment schließlich nach: «Es war ein unbezwingbarer Affekt gewesen, stärker als ihr Instinkt für Gefahr. Sie ließ sich auf das Bett gleiten, während sie gleichzeitig den Kleinen an sich zog, sanft, als fürchtete sie, ihn zu zerbrechen». Es folgen weitere Sexualakte, bis Alfonso eines Tages den Vater naiv fragt: «Papa, was heißt eigentlich Orgasmus?» Das Wort habe er von der Stiefmutter, erklärt er seinem völlig konsternierten Vater, «Sie hat mir gesagt, dass sie einen wunderschönen Orgasmus gehabt hat». Als der Vater, um dem Gespräch eine andere Richtung zu geben, nach den heutigen Hausaufgaben fragt, zeigt das «Kind» ihm einen Aufsatz unter dem Titel «Lob der Stiefmutter», in dem Alfonso von seinen erotischen Erlebnissen erzählt. Don Rigoberto jagt daraufhin seine untreue Frau aus dem Haus, Alfonso aber gesteht dem Hausmädchen im Epilog, dass er die Stiefmutter vertreiben wollte, um mit ihr und dem Vater allein zu sein. In den vierzehn Kapiteln seines Romans breitet Vargas Llosa trickreich seine erotischen Fantasien vor dem Leser aus, wobei er seine literarische Methode der Desorientierung ebenso einsetzt wie die gezielten Tabubrüche. Das Alter des «Kindes» ist dabei besonders verstörend, Alfonso erscheint einerseits als kleiner, engelsgleichen Knabe, der andererseits aber sehr wohl in der Lage ist, seiner Stiefmutter «einen wunderschönen Orgasmus» zu bescheren. Der vermeintliche Inzest allerdings ist keiner, es fehlt die Blutsverwandtschaft als Kriterium, allenfalls liegt Pädophilie vor. Mit diversen Einschüben erweitert der Autor seine Geschichte ins Mystische, so im zweiten Kapitel über Kandaules, den König von Lydien, von dem wir erfahren, dass sein ganzer Stolz die erogene Kruppe seiner Frau sei. «Ich wiederhole es noch einmal: Kruppe. Nicht Hintern, nicht Arsch, nicht Gesäß, nicht Hinterbacken, sondern Kruppe». Vargas Llosa interpretiert im Buch abgebildete Gemälde wie «Diana nach dem Bade», «Venus mit Amor und Musik» und ein abstraktes Werk, das im Wohnzimmer hängt und zu obszönen Deutungen Anlass gibt, er berichtet über die Sexualität einer verstörenden, homunkulus-artigen Kreatur, sogar eine Sequenz mit der Jungfrau Maria fehlt nicht. Breiten Raum nimmt auch der kultische Reinheitsfimmel Don Rigobertos ein, seine heiligen Waschungen werden gekrönt von intimsten Details seines Verdauungsapparates, das Klo fungiert quasi als literarische Bühne. Man könnte vom Lob der Sexualität sprechen bei diesem aphrodisischen Roman über die weibliche Souveränität, die Lukrezia hier so unbeirrt vorlebt, er handelt aber auch von den faustischen Abgründen, die sich in der teuflischen Figur des perfiden Alfonso auftun, literarisch überzeugt allerdings haben mich diese zusammen gewürfelten Textpassagen leider nicht.

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Unsere Meinungen

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    S. Willaredt

    Thalia Bonn

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    5/5

    29.03.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht immer sind die Stiefmütter...

    Nicht immer sind die Stiefmütter die gemeinen Personen. Hier haben wir es mit einem unheimlich fiesen Stiefsohn zu tun. Lesen und mit fiebern.
  • Zum Bewerterprofil von Thomas Canje

    Thomas Canje

    Thalia Krefeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erotischer Gesellschaftsroman...

    Erotischer Gesellschaftsroman aus Südamerika. Vater und Sohn buhlen um die Gunst derselben Frau. In einer wunderschönen bildhaften Sprache erzählt. Ein sinnliches Lesevergnügen.

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