Vor ihren Augen sahen sie Gott

Vor ihren Augen sahen sie Gott

Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2011

Verlag

Edition fünf

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,8/13,9/2,8 cm

Gewicht

392 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2011

Verlag

Edition fünf

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,8/13,9/2,8 cm

Gewicht

392 g

Auflage

1. Neuübersetzung

Originaltitel

Their Eyes were Watching God

Übersetzer

Hans-Ulrich Möhring

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-942374-12-5

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Bodo Volle

Thalia Laatzen - Leine-Center

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5/5

Ein Zeitdokument und literarisches Meisterwerk!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Persönlich halte ich die Frage, ob ein Text – ein Buch zB.  - in irgendeiner Form “wichtig” ist, oder dafür gehalten wird für zumindest überbewertet, wenn nicht sogar überflüssig für den Leser, welcher einfach nur auf der Suche nach einem – aus seiner Sicht -  lesenswerten Buch ist.     Natürlich ist das Werk Zora Neale Hurstons wichtig – wichtig für die (amerikanische) Literatur, und somit ein wesentlicher Bestandteil ihrer (unserer) Kultur allgemein, war und ist sie doch eine der großen Stimmen der Kulturexplosion, welche unter dem Namen “Harlem Renaissance” bekannt wurde. Doch das ist nicht der Grund, aus dem ich dieses Buch wärmstens zur Lektüre empfehle.   Zora Neale Hurston hat mit “Vor ihren Augen sahen sie Gott” schlichtweg einen wirklich guten Text verfasst, dessen Lektüre den geneigten Lesern ein großes Vergnügen bereiten wird. Die Autorin kann für ihre Geschichte nicht nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, sie hat auch das Talent uns an den von ihr erdachten Ereignissen und den Gefühlen und Gedanken ihrer Protagonistin teilhaben zu lassen, über die vergangene Zeit und die sich veränderten Zustände hinaus.   Ihre frühen, oft scharfzüngigen und pointierten Kurztexte erschienen in verschiedenen Anthologien, vornehmlich zu nennen – aufgrund seiner zentralen Stellung in der Literatur der Harlem Renaissance – ist der Band “The new negro” aus dem Jahre 1925, welcher in verschiedenen Ausgaben heute noch erhältlich ist und als Zeitdokument einen unschätzbaren Wert darstellt und hoffentlich dafür sorgt, das viele hörenswerte Stimmen nicht einfach so verhallen.   Ursprünglich als literarische Bewegung initiiert wurde die Harlem Renaissance schnell zu einer alle Formen der Kultur beeinflussenden Bewegung, deren Ausprägungen jedoch nicht bei allen beteiligten auf uneingeschränkte Zustimmung stießen. Immer wieder wurde Autoren vorgeworfen, sich zugunsten des Erfolges ihrer Werke der “Weißen Kultur” zu sehr anzubiedern und dabei übersehend, das hier ein wichtiger Beitrag zur amerikanischen Kultur entstand. (Es dauerte recht lange bis Amerika die eigene Kultur als etwas von eigenem Wert akzeptieren konnte)  Durch ihre Forschungen zur afroamerikanischen Folklore wurden auch ihre Romane beeinflusst, was die Wortwahl, den Ausdruck und die Verwendung von Slang betrifft, was allerdings dazu führte das sie sich zum damaligen Zeitpunkt literarisch nicht nachhaltig durchsetzen konnte. Einige fürchteten das die Benutzung dieser Art von Sang und die damit einhergehenden Assoziationen  ein negatives Licht auf die schwarze Bevölkerung werfen und Vorurteile bestätigen würde Es ist jedoch ihre Einbeziehung von sprachlichen Ausdrücken dieser Art welche ihren Texten eine große Autentzität verleiht und es uns heute noch ermöglicht ihren Figuren viel näher zu kommen, als das bei einem Text der Fall wäre, der solche Stilmittel nicht einsetzt. Auch von ihren Forschungsreisen zur afroamerikanischen Folklore profitiert dieses Buch, welche sie uA durch den gesamten Süden der USA führten und sie mit den verschiedenen Gegenden und deren Bewohnern bekannt machte.  Zora Neale Hurston starb verarmt, krank und vergessen, und ihr literarischer Nachlass konnte nur knapp vor der Vernichtung bewahrt werden. Erst Mitte der 70er Jahre wurden ihre Werke durch den Einsatz – angefangen mit ihrem Zeitungsartikel – der Autorin Alice Walker wiederentdeckt und sie erfuhr die ihr zustehende Wertschätzung, nicht nur in Amerika, sondern, durch diese Übersetzung, auch in Deutschland.  Texte in dieser Qualität sind selten geworden, auch weil sich die Art wie wir sprechen und Texte lesen verändert hat, was Bücher wie dieses umso wertvoller machen. Der Kampa-Verlag erweist all uns Lesern einen großen Dienst dadurch, das sie Autorinnen wie Zora Neal Hurston, neben Zelda Fitzgerald (...die Frage bei wem das Schreibtalent in der Familie lag ist damit abschließen beantwortet) und Jean Rhys auch auf dem deutschen Buchmarkt das lange überfällige Gehör verschaffen!   
5/5

Ein Zeitdokument und literarisches Meisterwerk!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Persönlich halte ich die Frage, ob ein Text – ein Buch zB.  - in irgendeiner Form “wichtig” ist, oder dafür gehalten wird für zumindest überbewertet, wenn nicht sogar überflüssig für den Leser, welcher einfach nur auf der Suche nach einem – aus seiner Sicht -  lesenswerten Buch ist.     Natürlich ist das Werk Zora Neale Hurstons wichtig – wichtig für die (amerikanische) Literatur, und somit ein wesentlicher Bestandteil ihrer (unserer) Kultur allgemein, war und ist sie doch eine der großen Stimmen der Kulturexplosion, welche unter dem Namen “Harlem Renaissance” bekannt wurde. Doch das ist nicht der Grund, aus dem ich dieses Buch wärmstens zur Lektüre empfehle.   Zora Neale Hurston hat mit “Vor ihren Augen sahen sie Gott” schlichtweg einen wirklich guten Text verfasst, dessen Lektüre den geneigten Lesern ein großes Vergnügen bereiten wird. Die Autorin kann für ihre Geschichte nicht nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, sie hat auch das Talent uns an den von ihr erdachten Ereignissen und den Gefühlen und Gedanken ihrer Protagonistin teilhaben zu lassen, über die vergangene Zeit und die sich veränderten Zustände hinaus.   Ihre frühen, oft scharfzüngigen und pointierten Kurztexte erschienen in verschiedenen Anthologien, vornehmlich zu nennen – aufgrund seiner zentralen Stellung in der Literatur der Harlem Renaissance – ist der Band “The new negro” aus dem Jahre 1925, welcher in verschiedenen Ausgaben heute noch erhältlich ist und als Zeitdokument einen unschätzbaren Wert darstellt und hoffentlich dafür sorgt, das viele hörenswerte Stimmen nicht einfach so verhallen.   Ursprünglich als literarische Bewegung initiiert wurde die Harlem Renaissance schnell zu einer alle Formen der Kultur beeinflussenden Bewegung, deren Ausprägungen jedoch nicht bei allen beteiligten auf uneingeschränkte Zustimmung stießen. Immer wieder wurde Autoren vorgeworfen, sich zugunsten des Erfolges ihrer Werke der “Weißen Kultur” zu sehr anzubiedern und dabei übersehend, das hier ein wichtiger Beitrag zur amerikanischen Kultur entstand. (Es dauerte recht lange bis Amerika die eigene Kultur als etwas von eigenem Wert akzeptieren konnte)  Durch ihre Forschungen zur afroamerikanischen Folklore wurden auch ihre Romane beeinflusst, was die Wortwahl, den Ausdruck und die Verwendung von Slang betrifft, was allerdings dazu führte das sie sich zum damaligen Zeitpunkt literarisch nicht nachhaltig durchsetzen konnte. Einige fürchteten das die Benutzung dieser Art von Sang und die damit einhergehenden Assoziationen  ein negatives Licht auf die schwarze Bevölkerung werfen und Vorurteile bestätigen würde Es ist jedoch ihre Einbeziehung von sprachlichen Ausdrücken dieser Art welche ihren Texten eine große Autentzität verleiht und es uns heute noch ermöglicht ihren Figuren viel näher zu kommen, als das bei einem Text der Fall wäre, der solche Stilmittel nicht einsetzt. Auch von ihren Forschungsreisen zur afroamerikanischen Folklore profitiert dieses Buch, welche sie uA durch den gesamten Süden der USA führten und sie mit den verschiedenen Gegenden und deren Bewohnern bekannt machte.  Zora Neale Hurston starb verarmt, krank und vergessen, und ihr literarischer Nachlass konnte nur knapp vor der Vernichtung bewahrt werden. Erst Mitte der 70er Jahre wurden ihre Werke durch den Einsatz – angefangen mit ihrem Zeitungsartikel – der Autorin Alice Walker wiederentdeckt und sie erfuhr die ihr zustehende Wertschätzung, nicht nur in Amerika, sondern, durch diese Übersetzung, auch in Deutschland.  Texte in dieser Qualität sind selten geworden, auch weil sich die Art wie wir sprechen und Texte lesen verändert hat, was Bücher wie dieses umso wertvoller machen. Der Kampa-Verlag erweist all uns Lesern einen großen Dienst dadurch, das sie Autorinnen wie Zora Neal Hurston, neben Zelda Fitzgerald (...die Frage bei wem das Schreibtalent in der Familie lag ist damit abschließen beantwortet) und Jean Rhys auch auf dem deutschen Buchmarkt das lange überfällige Gehör verschaffen!   

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Vor ihren Augen sahen sie Gott

von Zora Neale Hurston

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Schiffe in der Ferne haben jedermanns Wunsch an Bord. Für manche treffen sie mit der Flut ein. Für andere fahren sie immer am Horizont dahin, nie außer Sicht, nie ein in den Hafen, bis der Ausschauer resigniert die Augen abwendet, da ihm an der kalten Schulter der Zeit die Träume gestorben sind. So ist das Männerleben.
Frauen hingegen vergessen alles, was sie nicht behalten wollen, und behalten alles, was sie nicht vergessen wollen. Der Traum ist die Wahrheit. Dann gehen sie hin und handeln danach.
Am Anfang hier war nun eine Frau, und heimgekehrt war sie vom Begraben der Toten. Nicht dahingesiecht und entschlafen waren diese Toten, Freunde zu Häupten und zu den Füßen. Sie war heimgekehrt von den aufgedunsenen Wasserleichen, überrumpelt vom Tod, die richtenden Augen weit aufgerissen.
Die Leute sahen sie alle kommen, denn es war Abend. Die Sonne war schon fortgegangen, doch sie hatte ihre Fußspur am Himmel hinterlassen. Es war die Zeit, wo man am Straßenrand auf der Veranda sitzt. Es war die Zeit, wo man zuhört und sich erzählt. Die da saßen waren den lieben langen Tag zungenlose, ohrenlose, augenlose Nutzgegenstände gewesen. Mulis und anderes Viehzeug hatten in ihren Bälgen gesteckt. Jetzt aber war die Sonne fort und der bossman mit, und die Bälge fühlten sich stark und als Menschen.
Wie sie die Frau so daherkommen sahen, stieß ihnen der ganze Neid wieder auf, den sie von ehedem angesammelt hatten.
»Was denkt die sich, hier in so Latzhosen anzukommen? Hat die kein Kleid, was sie anziehen kann? – Wo ist das blaue Seidenkleid hin, wo sie hier mit weg ist? – Und wo ist das ganze Geld von ihrem Mann hin, was sie geerbt hat, wo er gestorben ist? – Was denkt die sich, mit vierzig noch die Zotteln so lang wie ’n junges Mädchen? – Wo hat sie den jungen Spund gelassen, mit dem sie hier abgezogen ist? – Wollte sie den nicht heiraten? – Wo hat der sie gelassen? – Was hat er mit ihrem ganzen Geld gemacht? – Wetten, der ist mit ’nem blutjungen Ding ab, dem noch nicht mal Haare wachsen. Was bleibt sie auch nicht in ihrer Klasse? – «
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