Produktbild: Der Papstkäufer

Der Papstkäufer Historischer Kriminalroman

3

12,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2012

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,1/12,1/3,3 cm

Gewicht

406 g

Auflage

2012

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-1297-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2012

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,1/12,1/3,3 cm

Gewicht

406 g

Auflage

2012

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-1297-4

Herstelleradresse

Gmeiner-Verlag GmbH
Im Ehnried 5
88605 Messkirch
DE
info@gmeiner-verlag.de

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erschreckende Realität

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 25.10.2023

Bewertungsnummer: 2052092

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thömmes legt in seinem Roman ein schonungsloses Bild von Kirche und Politik zur Zeit Papst Alexanders bis Papst Leo vor. (Wende 15./16. Jhd.) Da wird geprasst, gehurt, gerafft - und vieles mehr - und das unbehelligt - und vor aller Augen… Von daher würde ich die Bezeichnung Kriminalroman eher verneinen - zwar gibt es tatsächlich (abscheuliche) Delikte doch weder Fahndung noch Fahnder, weder Gerechtigkeit noch Wiedergutmachung - business as usual…. Auch ‘Roman’ trifft nur bedingt zu. Die Geschichte um den Aufstieg der Fugger im Geldgeschäft und vor allem deren wichtigste Figur (Johannes Zink) wird vor allem in den ersten des Buches gekonnt und schillernd gezeichnet. Die wenigen Fakten werden zu einer stimmigen Geschichte ‘gereimt’, die die Lücken mit ‘Plausibilitäten’ ebenso füllt wie mit ‘Fantasie’. Der letzte Drittel mit Auftreten von Luther, dem Augsburger Reichstag, dem Wormser Edikt, der Leipziger Disputation (etc.) ist von den historischen Fakten her besser abgesichtert. Hier mutiert der Roman eher zur ‘Geschichtsschreibung’, die erklärt, Hintergründe beleuchtet, Zusammenhänge aufschlüsselt - auch das ‘erzählend’ und gekonnt geschildert (also keineswegs trockenes Fakten-Raspeln!). Spannend für mich das neue Licht auf die Geschichte: wie das eine das andere aufgeschaukelt hat - bis die ganze Blase explodierte: Geld verleitet zu Gier - Gier braucht noch mehr Geld - und letztendlich ist es egal, woher das Geld kommt (Ablass- und Reliquienhandel, Bestechung, Korruption…). Dass ich ‘Schweizweit’ bei der Rubrik hinzugefügt habe, liegt daran, dass es Zink war, der die Schweizer Söldner rekrutierte - die bis heute als ‘Schweizergarde’ ihre Dienste im Vatikan verrichten - und Zink wurde trotz (scheinbarem) Endstadium der Pest von Paracelsus geheilt (wobei ich nicht weiss, ob letzteres zur Fiktion gehört…) Trotz der textlichen Unstimmigkeiten (Kriminal-Roman, s.o.) vergebe ich eine 5, da es wirklich sehr gut geschrieben war und enorm lehrreich. - Mag aber sein, dass jene, die ‘Anderes’ erwarten, deswegen enttäuscht sein werden….

erschreckende Realität

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 25.10.2023
Bewertungsnummer: 2052092
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thömmes legt in seinem Roman ein schonungsloses Bild von Kirche und Politik zur Zeit Papst Alexanders bis Papst Leo vor. (Wende 15./16. Jhd.) Da wird geprasst, gehurt, gerafft - und vieles mehr - und das unbehelligt - und vor aller Augen… Von daher würde ich die Bezeichnung Kriminalroman eher verneinen - zwar gibt es tatsächlich (abscheuliche) Delikte doch weder Fahndung noch Fahnder, weder Gerechtigkeit noch Wiedergutmachung - business as usual…. Auch ‘Roman’ trifft nur bedingt zu. Die Geschichte um den Aufstieg der Fugger im Geldgeschäft und vor allem deren wichtigste Figur (Johannes Zink) wird vor allem in den ersten des Buches gekonnt und schillernd gezeichnet. Die wenigen Fakten werden zu einer stimmigen Geschichte ‘gereimt’, die die Lücken mit ‘Plausibilitäten’ ebenso füllt wie mit ‘Fantasie’. Der letzte Drittel mit Auftreten von Luther, dem Augsburger Reichstag, dem Wormser Edikt, der Leipziger Disputation (etc.) ist von den historischen Fakten her besser abgesichtert. Hier mutiert der Roman eher zur ‘Geschichtsschreibung’, die erklärt, Hintergründe beleuchtet, Zusammenhänge aufschlüsselt - auch das ‘erzählend’ und gekonnt geschildert (also keineswegs trockenes Fakten-Raspeln!). Spannend für mich das neue Licht auf die Geschichte: wie das eine das andere aufgeschaukelt hat - bis die ganze Blase explodierte: Geld verleitet zu Gier - Gier braucht noch mehr Geld - und letztendlich ist es egal, woher das Geld kommt (Ablass- und Reliquienhandel, Bestechung, Korruption…). Dass ich ‘Schweizweit’ bei der Rubrik hinzugefügt habe, liegt daran, dass es Zink war, der die Schweizer Söldner rekrutierte - die bis heute als ‘Schweizergarde’ ihre Dienste im Vatikan verrichten - und Zink wurde trotz (scheinbarem) Endstadium der Pest von Paracelsus geheilt (wobei ich nicht weiss, ob letzteres zur Fiktion gehört…) Trotz der textlichen Unstimmigkeiten (Kriminal-Roman, s.o.) vergebe ich eine 5, da es wirklich sehr gut geschrieben war und enorm lehrreich. - Mag aber sein, dass jene, die ‘Anderes’ erwarten, deswegen enttäuscht sein werden….

Geld, Macht und Korruption ...

goat am 12.01.2021

Bewertungsnummer: 811711

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thömmes' Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Skrupellosigkeit kommen sie sehr authentisch rüber. Allem voran Johannes Zink, aber auch seine Geschäftspartner zeichnen sich durch ihre detailliert beschriebene Habsucht aus. Dabei ist es unerheblich, ob es die Seite betrifft, die sich Geld leiht, um den exklusiven Lebensstil zu finanzieren und Schuldenberge ohne Ende hinterlässt oder eben die Figuren wie Johannes Zink, die ihre Position ausnutzen, um solche Leute zu ködern und damit nicht nur sie, sondern komplette Städte in den Ruin zu treiben. Wer einen dicken Bauch hatte, der konnte sich etwas leisten. Sich der Völlerei hinzugeben war zu dieser Zeit völlig normal. Anstand und Sitte kamen in diesen Kreisen viel zu kurz und auch sexuelle Übergriffe an Kindern waren keine Seltenheit. Fasziniert hat mich nicht nur Johannes Zinks eigennützige und skrupellose Vorgehensweise, sondern auch die Bestechlichkeit und Naivität der Päpste. Ich bin ehrlich, im Geschichtsunterricht hätte man mir die Geschichte der Fugger wohl nicht auf so interessante Art und Weise beibringen können. Zwar war ich zu Schulzeiten auch schon eine große Leseratte, historische Romane jedoch gehörten damals noch nicht zu meinem bevorzugten Lesegenre. Wäre das anders gewesen, hätte mich auch die Geschichte Martin Luthers wesentlich mehr interessiert. „Der Papstkäufer“ greift auch hier einige geschichtliche Fakten auf. Hilfreich ist auf jeden Fall die im Anhang aufgeführt Tabelle mit den geschichtlichen Daten, die einem einen guten Überblick verschafft. An dieser Stelle möchte ich auch wieder betonen, dass der Gmeiner-Verlag ein Cover gewählt hat, welches wieder hundertprozentig zur Geschichte des Romans passt. Hier ist das Porträt des Papstes Leo X. zu sehen, der im Buch auch eine entscheidende Rolle spielt. Keinem anderen Verlag gelingt die Coverauswahl so gut wie dem Gmeiner-Verlag. Ein ganz dickes Lob von meiner Seite. Insgesamt punktet der Roman durch eine interessante Geschichte, in die trockene Fakten geschickt mit eingebunden sind. Als störend empfand ich die stellenweisen Längen, bei denen der Autor sich an einer Sache festgebissen hat und seitenweise darüber schreibt. So habe ich die ein oder andere Seite überblättert. Aus diesem Grund ziehe ich bei der Bewertung auch einen Stern ab. Alles in allem kann ich „Der Papstkäufer“ empfehlen. Für Fans von Krimis und historischen Romanen ist er genau das Richtige.

Geld, Macht und Korruption ...

goat am 12.01.2021
Bewertungsnummer: 811711
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thömmes' Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Skrupellosigkeit kommen sie sehr authentisch rüber. Allem voran Johannes Zink, aber auch seine Geschäftspartner zeichnen sich durch ihre detailliert beschriebene Habsucht aus. Dabei ist es unerheblich, ob es die Seite betrifft, die sich Geld leiht, um den exklusiven Lebensstil zu finanzieren und Schuldenberge ohne Ende hinterlässt oder eben die Figuren wie Johannes Zink, die ihre Position ausnutzen, um solche Leute zu ködern und damit nicht nur sie, sondern komplette Städte in den Ruin zu treiben. Wer einen dicken Bauch hatte, der konnte sich etwas leisten. Sich der Völlerei hinzugeben war zu dieser Zeit völlig normal. Anstand und Sitte kamen in diesen Kreisen viel zu kurz und auch sexuelle Übergriffe an Kindern waren keine Seltenheit. Fasziniert hat mich nicht nur Johannes Zinks eigennützige und skrupellose Vorgehensweise, sondern auch die Bestechlichkeit und Naivität der Päpste. Ich bin ehrlich, im Geschichtsunterricht hätte man mir die Geschichte der Fugger wohl nicht auf so interessante Art und Weise beibringen können. Zwar war ich zu Schulzeiten auch schon eine große Leseratte, historische Romane jedoch gehörten damals noch nicht zu meinem bevorzugten Lesegenre. Wäre das anders gewesen, hätte mich auch die Geschichte Martin Luthers wesentlich mehr interessiert. „Der Papstkäufer“ greift auch hier einige geschichtliche Fakten auf. Hilfreich ist auf jeden Fall die im Anhang aufgeführt Tabelle mit den geschichtlichen Daten, die einem einen guten Überblick verschafft. An dieser Stelle möchte ich auch wieder betonen, dass der Gmeiner-Verlag ein Cover gewählt hat, welches wieder hundertprozentig zur Geschichte des Romans passt. Hier ist das Porträt des Papstes Leo X. zu sehen, der im Buch auch eine entscheidende Rolle spielt. Keinem anderen Verlag gelingt die Coverauswahl so gut wie dem Gmeiner-Verlag. Ein ganz dickes Lob von meiner Seite. Insgesamt punktet der Roman durch eine interessante Geschichte, in die trockene Fakten geschickt mit eingebunden sind. Als störend empfand ich die stellenweisen Längen, bei denen der Autor sich an einer Sache festgebissen hat und seitenweise darüber schreibt. So habe ich die ein oder andere Seite überblättert. Aus diesem Grund ziehe ich bei der Bewertung auch einen Stern ab. Alles in allem kann ich „Der Papstkäufer“ empfehlen. Für Fans von Krimis und historischen Romanen ist er genau das Richtige.

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Der Papstkäufer

von Günther Thömmes

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