Traudl Junge war 22 und träumte von einer Karriere als Tänzerin als sie die »Chance ihres Lebens« bekam: Adolf Hitler bat die junge Sekretärin zum Diktat. Von 1942 bis zu Hitlers Tod war sie stets an seiner Seite, tippte seine Reden, seine Briefe und sogar sein so genanntes »privates« und »politisches« Testament.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
schikokorva
aus NRW
5/5
21.10.2010
Buch (Taschenbuch)
Das Buch ist nicht schlecht…
Das Buch ist nicht schlecht geschrieben und lässt einen Einblick in das Leben (Privatleben) von Adolf Hitler gewinnen. Es wird am Thema festgehalten und überflüssige Inhalte haben so keine Chance. Wirklich gut und informativ.
NalasBuchBlog
4/5
24.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Interessante Einblicke
Jeder hat bereits einmal von Hitlers Sekretärin gehört – daher ist dem einen oder anderen auch der Name Traudl Junge oder Traudl Humps bekannt.
In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte, wie sie an die Stelle als Sekretärin gelangte und dadurch in den „engeren“ Kreis von Hitler aufgenommen wurde. Doch auch die Erlebnisse der letzten Stunden im Bunker, der Flucht und den Jahren danach werden einiges an Bedeutung beigemessen.
Im Vorwort nimmt Traudl Junge nochmals Stellung zu den niedergeschriebenen Eindrücken auf den darauffolgenden Seiten und wie sie heute darüber denkt. In manchen Sätzen geht sie sehr kritisch mit sich und den Aussagen sowie den Erlebnissen um, schildert aber auch, was sie dabei damals dachte, ihre Erwartungen und warum manches ihr so im Gedächtnis geblieben ist.
Außerdem wird Hitler hier in einem ganz anderen Licht dargestellt, wie die Öffentlichkeit ihn zu diesem Zeitpunkt kannte: nämlich als charmant, väterlich, ruhig und liebevoll (in Bezug auf seinen Hund und Eva).
Gleichzeitig wird auch darüber berichtet, dass manche Themen nicht offen angesprochen werden durften. Wer es doch wagte, wurde daraufhin nie wieder in den engeren Kreis eingeladen und der Kontakt wurde abgebrochen.
Die Paranoia, die ihn verfolgte, ist ebenfalls in einzelnen Abschnitten sehr gut dargestellt.
Auch wenn das Buch an der einen oder anderen Stelle etwas langatmig erscheint, fand ich es interessant zu lesen.
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5/5
14.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein wichtiges Zeitdokument von einer, die näher dran war, als jeder von uns
Wow. Ich habe seit langer, langer Zeit kein Buch mehr so verschlungen, wie dieses. Und dabei ist es kein spannender Roman, sondern mehr eine Aufzählung von Erinnerungen von Traudl Junge, der Privatsekretärin von Adolf Hitler bis zum bitteren Untergang im Führerbunker 1945.
Wer sich für die Thematik interessiert bekommt hier ganz, ganz tiefe und teils berührende Eindrücke in das Leben in unmittelbarer Nähe zum ,,Chef'', wie Junge ihn teilweise nennt.
Natürlich ist es manchmal befremdlich, wenn sie ihn so nennt, natürlich ist es manchmal seltsam, wenn sie beschreibt, wie lapidar langweilig und grotesk ,,normal'' das Leben auf dem Berghof und im Führerhauptquartier und am Ende im Führerbunker in Berlin gewesen ist- aber es ist ein unschätzbar wichtiges Zeugnis von dieser Zeit, und wir sollten Frau Junge, die leider schon verstorben ist, dankbar dafür sein, dass sie ihre Erinnerungen damals im Jahre 1947 bereits aufgeschrieben und später veröffentlicht hat.
Gleich zu Beginn im Vorwort schreibt sie:
,,Dieses Buch ist keine späte Rechtfertigung. Keine Selbstanklage. Es bittet nicht um Verständnis, aber es will verstehen helfen.''
Und das ist ein so passender Einstieg gewesen. Traudl Junge erzählt glaubhaft von ihren Erlebnissen, dass sie als junges Mädchen, das nie Mitglied der NSDAP war, natürlich aufgeregt war im Angesicht der Möglichkeit, mit dem ,,Führer'' zu arbeiten, dass sie geblendet war von der Propaganda, wie so viele. Und wie es auch im grandiosen Film ,,Der Untergang'' ersichtlich wird, versteht sie erst mit den Jahren, in was sie da hineingeraten ist, und wie größenwahnsinnig Hitler eigentlich war. Sie beschreibt eindrücklich den Verfall von Hitler in den letzten Kriegsjahren, sie war ganz nah dran, hat täglich mit ihm gegessen.
Eine Stelle hat mich besonders mitgenommen, nämlich wie sie die Ankunft der Kinder von Propagandaminister Goebbels im Bunker beschreibt, die später von ihm & seiner Frau alle mit in den Tod gerissen wurden, durch Gift. Sie beschreibt, wie lebensfroh die Kinder stets waren, während Frau Goebbels bereits das Gift in ihrer Handtasche bereit hielt. Unglaublich schockierend wirken diese Worte heutzutage. Für unsere Generation (Gott sei dank) unvorstellbar, was die Menschen damals haben erleiden müssen. Dieses Buch redet nichts schön, aber es verklärt dadurch auch nichts. Es zeigt die Gräuel des Krieges auf und die Sinnlosigkeit, die bewaffnete Konflikte immer und stets mit sich bringen. Vielleicht lernen wir irgendwann einmal durch solche Bücher. Es bleibt nur zu hoffen.
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