Zwei pfiffige chinesische Studenten, die zur 'kulturellen Umerziehung' in ein abgelegenes Bergdorf ans Ende der Welt verschickt wurden, merken bald, dass sie nur eine einzige Möglichkeit haben zu überleben: Sie müssen in den Besitz jenes wunderbaren Lederkoffers gelangen, der die - verbotenen - Meisterwerke der westlichen Weltliteratur enthält. Denn nur mit ihnen können sie den Widrigkeiten ihres Daseins entkommen - und vielleicht am Ende das Herz der Kleinen Schneiderin gewinnen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
21.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Balzac und die kleine chinesische Schneiderin - Dai Sijie 2003
Ein sehr poetischer und fesselnder Roman, weilweise autobiographisch, der sich um die Kulturrevolution (und deren Auswirkungen) in China 1966 bis 1979 dreht. Hier erfahren Sie, warum Literatur etwas vom kostbarsten ist, was wir besitzen!
Die Geschichte handelt von zwei Jungen, die im Zuge dieser Revolution zur kommunistischen Umerziehung in ein Bergdorf geschickt werden. Tage voller harter Arbeit erwarten die beiden. Ein anderer Junge, der ein Dorf weiter untergebracht ist, hält einen Koffer mit westlichen Klassikern (verbotene Literatur) versteckt, der schnell zum Begehren all ihrer Träume wird. Voller Gier fangen die Jungen an, die Bücher zu lesen. Und mit den Auswirkungen hat niemand gerechtent...
Spannend geschrieben, mit vielen Einblicken ins kummunistische China, tolle Charakterentwicklung, lustige Namen (Brillenschang).
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Hört sich an wie eine Liebesgeschichte....Ist...
Hört sich an wie eine Liebesgeschichte....Ist es aber nicht, knallhart werden hier die Fakten Kulturrevolution in China audpf den Tisch geknallt. Eine Liebeserklärung an Literatur!
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein kleines Juwel. Die Umerziehung...
Ein kleines Juwel. Die Umerziehung zweier Jugendlicher während der Kulturrevolution wird zu einem großen Abenteuer. Poetisch und humorvoll.
Elisabeth Schwaighofer
aus Linz
5/5
26.07.2010
Buch (Taschenbuch)
*einfach wunderschön*
Teils autobiographisch, nimmt uns Dai Sijie mit in ein kleines chinesisches Bergdorf zu Zeiten des großen Mao.
Zur Umerziehung werden zwei Studenten in diese abgelegene aber wunderschöne Gegend geschickt und sehen sich nun nicht nur mit der feindseligen Haltung der Dorfbewohner gegen alles Fremde, Neue und Westliche konfrontiert sondern auch der harten Arbeit, die sie zum ersten mal in ihrem Leben erbringen müssen.
Doch damit nicht genug, verlieben sich beide in die Tochter des Schneiders.
Um ihr Herz zu erobern lesen sie ihr aus verbotenen Büchern vor, oder spielen auf der Geige westliche Musik.
Die beiden Studenten können sich zumeist sehr einfallsreich vor dem Erwischt werden retten, doch die Naivität der Dorfbewohner ist dabei nicht immer nur eine Hilfe!
Dieser Roman ist von einer wunderschönen und bildhaften Sprache!
So sehr man die beiden Studenten für ihr hartes Los bemitleiden muss, so sehr beneidet man sie auch um die einzigartigen Erfahrungen und Erlebnisse.
Lia48
4/5
13.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Schönes, ruhigeres Buch für zwischendurch
INHALT:
China, 1971:
Es ist die Zeit der „kulturellen Umerziehung“ – junge Intellektuelle werden dazu aufs Land zu revolutionären Bauern geschickt. Zwei Studenten, Luo 18 Jahre und der Ich-Erzähler 17 Jahre, kommen nach einem beschwerlichen Aufstieg auf den Berg „Phönix des Himmels“, im Bergdorf an. Ihre Eltern wurden als „Volksfeinde“ eingestuft, wodurch ihnen einige Jahre Umerziehung bevorsteht.
Es ist ein armes Dorf, in dem sie nun wohnen und arbeiten. Ein Wecker oder eine Geige – beides Gegenstände der Studenten – sind den Dorfbewohnern überaus fremd. Diese lieben jedoch die Geschichten der jungen Leute.
Westliche Inhalte (z.B. Literatur & Musik) sind zu dieser Zeit in China verboten. Ein Buch von Balzac hat es den Studenten besonders angetan, die darüber hinaus ganz verzückt von der kleinen Schneiderin aus der Gegend sind.
Was würden die drei nur darum geben, um an noch mehr Bücher zu gelangen… Da kommt ihnen der mysteriöse, dreifach gesicherte Koffer von ihrem Freund Brillenschang aus dem Nachbardorf, gerade recht…
MEINUNG:
Irgendwie haben es mir momentan Bücher angetan, die im asiatischen Raum spielen.
„Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ ist eine Geschichte, in der gar nicht all zu viel geschieht. Sie kommt auf leisen Sohlen daher und beschreibt Augenblicke, die zum Innehalten einladen. Doch genau das mochte ich an diesem Büchlein, das sich mit seinen etwas über 200 Seiten recht schnell lesen lässt und sich ganz hervorragend als Lektüre für zwischendurch eignet.
Es geht eine besondere Stimmung von dem Buch aus, die ich gar nicht richtig beschreiben kann. Vielleicht, da es viel um das Geschichtenerzählen und um das Lesen verbotener Bücher geht. Denn das ist es, was die beiden Studenten, die kaum eine Zukunftsperspektive haben, aufrecht hält. Ebenso die Wunschvorstellung, damit auch die kleine Schneiderin beeindrucken zu können, auf die sie beide ein Auge geworfen haben.
Ihre Liebe zur Literatur und die Erfahrung, dass Bücher Halt und Zuversicht bieten können, kamen hier gut zum Ausdruck.
Der Ich-Erzähler wirkt teilweise recht naiv. Aber das mochte ich hier ziemlich gerne, da es mir authentisch vorkam. Mit seinen 17 Jahren ist er noch jung und die Bildungsmöglichkeiten sind nicht besonders üppig. Dennoch habe ich seine Entwicklung gerne verfolgt und ich hatte das Gefühl, dass er mit der Zeit mutiger wird.
Auch die zarte Liebesgeschichte hat mir in dem Buch ganz gut gefallen.
Eindrücklich fand ich den kurzen Blick in den stationären Aufenthalt von Klinik-Patienten in China, bei dem die Patienten Töpfe und Pfannen auf den Zimmern hatten und ihre Mahlzeiten selbst zubereiteten – bei uns wäre das wohl undenkbar!
Das Ende ist sicherlich Geschmackssache. Mir war es etwas zu knapp, sonst hat mir das Büchlein aber wirklich gut gefallen!
FAZIT: Ein schönes Buch, in dem Bücher & Geschichten als etwas Besonderes & Haltgebendes dargestellt werden. Wer gerne zwischendurch auch mal eine etwas ruhigere Lektüre lesen möchte, die Bezug auf die Zeit der kulturellen Umerziehung Chinas nimmt, dem möchte ich das Buch gerne ans Herz legen! 4-4,5/5 Sterne!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
18.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Als Lesen, Kultur und Bildung in China zum Problem wurden....
Radikal ehrlich und liebevoll beschrieben begleitet man die beiden jungen Männer Luo und Ma zur Zeit der Kulturrevolution Chinas in eine entlegene Bergregion. Dort sollen die beiden Söhne, gebildeter Familien, im Sinne der Partei umerzogen werden. Doch ihr Wunsch nach Freiheit ist so groß, dass Sie jeden sich bietenden Moment nutzen, um der Literatur und der Kultur wieder näher zu kommen. Wie ansteckend das sein kann zeigt sich in der Person, der kleinen Schneiderin...
Ein wundervolles Buch, dass einen unsere heutigen Freiheiten und die Literaturvielfalt, die uns zur Verfügung steht, noch mehr schätzen lässt. Ein sprachliches Meisterwerk!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Fast lyrische Geschichte für Buch-Genießer...
Fast lyrische Geschichte für Buch-Genießer und einen langen Lese-Nachmittag.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.