Der "ewige" Krieg in Rwanda Die Geschichte eines Genozids
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.12.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
428 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640485147
Bruno Kreisky, in denen er sich immer wieder auf Otto Bauer beruft, wie zum Beispiel am 11. Juni 1970 beim Parteitag der Sozialistischen Partei Österreichs, wie sie
damals noch hieß. Dort verwert sich Kreisky gegen die An- und Untergriffe der politischen Gegner, die die SPÖ mit dem Vorwurf des "Austromarxismus" in die Nähe der kommunistischen Gesinnung rücken wollten. Gerade in heutigen Tagen einer gewissen Rehabilitierung der wirtschaftlichen Thesen von Karl Marx mag dies interessant klingen, hatte damals aber harten ideologischen Hintergrund. Kreisky argumentierte in der Rede, dass "der Austromarxismus nichts anderes war als der Versuch der sozialdemokratischen Interpretation der Lehren des Marxismus war". Er führt dann Jean-Paul Sarte an, der "etwas länger gebraucht hat, aber ein Großer dieser Schule war", und beruft sich dann explizit auf Otto Bauer und dessen Abgrenzung zum Bolschewismus: "Otto Bauer schreib schon 1920, dass die Herrschaftsorganisation der Sowjetbürokratie beginnt, sich vom proletarischen Mutterboden loszulösen, sich zu verselbstständigen. Sie droht zu einer selbstständigen, despotischen Macht zu werden, die über den Klassen zu stehen glaubt". Und diese Abgrenzung zum Bolschewismus und Kommunismus russischer Prägung vereinten das Denken Bauers und Kreisky, wobei ersterer der Lehrmeister war. Wie noch gezeigt wird, war es ausschließlich die Stellung zu Deutschland, die einen geistigen Zwiespalt brachte.
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