Denkmuster des Universalienrealismus im ontologischen Gottesbeweis Anselms von Canterbury
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.01.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
467 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638586436
Anselm, dessen Wirken vor allem die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts umfasste, lebte in einer Zeit, in der nach vielen Jahrhunderten relativ starrer Überlieferung theologischer Glaubensinhalte durch das Mönchstum wieder neue intellektuelle Impulse vom Klerus ausgingen. Er erlebte zwei der grössten theologischen Auseinandersetzungen des Mittelalters, den Investiturstreit und den Universalienstreit, und beteiligte sich aktiv an beiden Debatten. Während der Investiturstreit, bei dem es um den Anspruch von kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten auf die Amtseinsetzung von Geistlichen ging, eher das Handeln Anselms prägte, hatte der Universalienstreit, bei dem das Verhältnis zwischen allgemeinen Begriffen und der Wirklichkeit diskutiert wurde, starken Einfluss auf sein philosophisches Denken. Ob dieser Einfluss so stark war, dass er sich auch im Gottesbeweis niederschlug, soll Gegenstand der folgenden Untersuchung sein.
Unumstritten ist, dass Anselm trotz seiner Originalität wie alle Denker ein Kind seiner Zeit war. Sein Umfeld und die aktuellen theologisch-philosophischen Diskurse, an denen er teilnahm, prägten sein Weltbild und waren immer Teil der bewussten oder unbewussten Prämissen seiner Argumentation. Es wird deshalb im ersten Teil der vorliegenden Arbeit auf Anselms Leben, Werk und Denken eingegangen, bevor der Gottesbeweis rekonstruiert wird, und im zweiten Teil das Grundproblem und die Positionen des Universalienstreits erläutert, welche Anselm prägten und welche er prägte. In einem dritten Teil wird versucht, die verschiedenen Puzzlesteine zusammenzufügen und die aus Anselms philosophisch-theologischer Disposition hervorgehenden Denkvoraussetzungen im ontologischen Gottesbeweis nachzuweisen.
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