Sucht und Justiz
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
482 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638204514
kürzlich und traf damit reißerisch ins Herz der aktuellen Drogendiskussion. Ausgelöst wurde
die Diskussion allerdings durch den Tod von fünf DrogengebraucherInnen in der Woche
zuvor in Bremen. Diese fünf hatten unerwartet Heroin mit einem für Straßenverhältnisse
extrem hohen Reinheitswert von 60 % erwischt. Angesichts dessen, daß der Reinheitsgrad auf
dem Schwarzmarkt normalerweise nur 5 - 10 % - in Ausnahmefällen höchstens 20 %! -
beträgt, wurde dieser Stoff zur tödlichen Überraschung für die KonsumentInnen.
Der Tod dieser fünf und weiterer eintausendfünfhundert Jahr für Jahr sollte genügend Anlaß
dafür sein, die derzeitige Drogenpolitik grundsätzlich zu überdenken (und endlich ihr völliges
Versagen einzugestehen!). Eben diese derzeitige Drogenpolitik ist gekennzeichnet durch die
unheilvolle Mischung aus einer gehörigen Portion Repression, Kriminalisierung und
Verfolgung einer kleinen Minderheit von DrogenkonsumentInnen (auch Kaffeetrinker
konsumieren schließlich Drogen!), versüßt mit einem halbherzigen Schuß hilfloser
Prävention. Es ist naheliegend, welch große Rolle die Justiz dabei spielt, indem sie
gezwungen ist, die einfältigen, ausschließlich auf Prohibition ausgelegten Vorgaben unseres
Gesetzgebers in die Tat umzusetzen...ein komplexes Spannungsfeld zwischen Sucht und
Justiz ist die direkte Folge dieser mißlungenen Politik!
Den vorrangigen Auslöser dafür, daß ich dieses Thema für die vorliegende Hausarbeit gewählt
habe, bilden allerdings auch die wertvollen Erfahrungen, die ich während der 16-mo-natigen
Mitarbeit in einer Schweizer Einrichtung der Überlebenshilfe für junge DrogenkonsumentInnen
in Basel machen konnte. Durch die mit meiner täglichen Arbeit untrennbar
verbundene Beschäftigung mit dem Thema "Sucht" wurde ich immer stärker auch mit meinen
eigenen Suchtstrukturen konfrontiert - und mit denen meiner Freunde und Bekannten, meiner
Familie, meiner Nachbarn, meinem sonstigen Umfeld - und bei genauerem Hinsehen auch mit
denen meiner Mitstudierenden und meiner Dozenten...langer Rede kurzer Sinn: [...]
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