"Das Erdbeben in Chili" und Kleists Rezeption der Theodizee - Debatte von 1756
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
119 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640150762
"Jeronimo und Josephe. Eine Scene aus dem Erdbeben zu Chili, vom Jahr 1647"in der
Zeitung "Morgenblatt für gebildete Stände". Die Erzählung soll im folgenden vor dem
Hintergrund der philosophisch-theologischen Theodizee-Diskussion interpretiert werden,
die damals durch das Erdbeben von Lissabon von 1755 ausgelöst wurde, und die sich mit
der Frage auseinandersetzte, "ob und wie das Erdbeben als Ausdruck göttlichen Willens
zu verstehen sei". Kleist, der mit den historischen und philosophischen Fakten vertraut
war, ließ diese Diskussion unmittelbar in " Das Erdbeben in Chili" einfließen. Während er
mit seiner Erzählung einen eigenständigen Beitrag zum Inhalt der Debatte leistet, soll
nachgewiesen werden, dass er grundlegende Positionen von Leibniz, Voltaire, Rousseau
und Kant aufgriff und literarisch problematisierte. Zum anderen sollen diejenigen
Aspekte, die Kleist der vorgegebenen Diskussion hinzufügte, verdeutlicht werden. "Das
Erdbeben in Chili" ist dabei nicht als philosophischer, sondern als literarischer Text zu
verstehen und dementsprechend zu behandeln. Kleists "Erdbeben" bewegt sich in der
Dialektik von Kultur und Natur, von Mensch und Gesellschaft, von Teleologie und
Kontingenz. Nach der der Hausarbeit zugrundeliegenden These, die im einzelnen erörtert
werden soll, wird die Darstellung des Geschehens begriffen als Absage an einen
metaphysisch verbürgten Sinn, den der Mensch erfassen kann.
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