Motive des Wendenkreuzzugs von 1147 Religiöse Ideologie christlicher Missionare oder imperialistisches Machtstreben sächsischer Herrscher?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
11.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
313 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640562817
Dieser Auszug aus den Urkunden des Erzstiftes von Magdeburg umreißt die Konstitution einer militärischen Auseinandersetzung der christlichen Kreuzfahrer gegen die im Slawenland lebenden Heiden. Zwar blieb dieser Aufruf aus dem Jahre 1108 noch wirkungslos, doch wurde erstmals die Idee eines Kreuzzuges gegen die nicht katholischen Slawenvölker verkündet. 39 Jahre später allerdings konnte der Aufruf des Abts Bernhard auf dem Reichstag zu Frankfurt einen Prozess in Gang setzen, der heutzutage als Wendenkreuzzug bekannt ist. Allerdings sind die Motive der Teilnehmer eines Kreuzzuges immer vielfältig. Unter der göttlichen Vorgabe einer Mission gegen die "Ungläubigen" treten die christlichen Streiter für ihren Glauben ein. Doch ist diese ideell-geistliche Perspektive niemals die einzig zu Beleuchtende. Spätestens, als der Markgraf von Brandenburg, Albrecht I., heute bekannt als Albrecht der Bär, gegen die Stadt Stettin zog, wurde klar, dass seine Absichten nicht nur von religiöser Natur waren. Da diese Stadt schon von dem Bischof von Bamberg christianisiert war , wurde offenkundig dargelegt, dass sich die religiöse Ideologie der christlichen Missionare mit dem imperialistischen Machtstreben der sächsischen Fürsten überschnitt. Doch war der Wendenkreuzzug von 1147 nur ein territorialer Raubzug unter dem Deckmantel der Kirche?
Um diese Frage beantworten zu können, grenze ich das Thema auf die Motive der wichtigsten beteiligten Gruppen ein: den norddeutschen Fürsten, der Geistlichkeit, den Dänen und Polen und den Mitwirkenden des dritten Standes. Besonders interessant ist hierbei aufzudecken, welche Gründe die Menschen damals veranlasst haben an einem Kreuzzug teilzunehmen. Auf der Basis der Literatur von Friedrich Lotter und Hans-Dietrich Kahl soll versucht werden, die Perspektiven der Beteiligten zu beleuchten. Hierzu werde ich weitere Quellen und Literatur zur Stützung meiner Thesen heranziehen.
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