Die Mehrfachvasallität im Lehnswesen
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.07.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
248 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640654918
Während ich mich bei der Thematik der mehrfachen Lehnsbindung zentral mit deren Ursachen und Auswirkungen befassen möchte, könnte man auch den Forschungsstreit zur Entstehungszeit der Mehrfachvasallität zwischen den Historikern Georg Waitz und François Louis Ganshof in den Mittelpunkt der Betrachtungen rücken, den ich jedoch nur am Rande thematisieren werde. Auch der Zusammenhang zwischen der Herausbildung der Ministerialität und der Mehrfachvasallität wäre ein weiterer zu untersuchender Aspekt, den ich in meiner Arbeit allerdings komplett vernachlässigen werde.
Die Auffassung, das mittelalterliche Lehnswesen weise eine streng geregelte und einheitliche Struktur auf, hat sich bei den Historikern schon seit langem als falsch erwiesen und inzwischen weiß man, dass es im Lehnswesen ebenso viele abweichende Erscheinungsformen und Ausnahmen gab wie in der gesamten Epoche des Mittelalters, das auch nicht als gleichförmig, einheitliches Zeitalter bezeichnet werden kann. Eine dieser abweichenden oder, wie es François Louis Ganshof formuliert hat, "entarteten" Erscheinungen des Lehnswesens ist die Mehrfachvasallität, die nicht einmal in einer in sich geschlossenen und einheitlichen Form auftrat, stattdessen durch viele Ausnahmen gekennzeichnet ist, die durch mich im Folgenden untersucht sowie dargelegt werden.
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