Die Revolution von 1848/1849 in Deutschland als Gegenstand der Karikatur
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
5733 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656089735
Im 16. Jahrhundert tritt der Begriff "caricatura" im Sinne von "überladen, beladen, übertreiben" zum ersten Mal bei den Brüdern Carracci auf. Sie wollten durch die Karikatur eine "perfekte Missgestalt" darstellen. Gianlorenzo Bernini (1598-1680) ging es darum, charakterliche Merkmale in der Karikatur sichtbar zu machen. Er exportierte die Karikatur nach Frankreich und 1686 tauchte der Begriff erstmals in England auf.
Bis ins 18. Jahrhundert war es allerdings hauptsächlich in Italien Mode Karikaturen zu malen. Im 19. Jahrhundert setzte die eigentliche Blüte der Karikatur auch im übrigen Europa ein und sie wurde zu dem uns heute geläufigen graphischen Mittel, politische und soziale Inhalte widerzuspiegeln.
"Karikatur im engen Verständnis des übertriebenen Bildnisses wird nun zur Waffe im politischen Kampf. Gleich dem Rechtsbrauch der Executio in effigie, bei dem der flüchtige Verbrecher etwa durch sein an den Galgen gehängtes Bildnis stellvertretend hingerichtet wurde, nimmt auch die Karikatur eine symbolische Exekution vor: Sie tötet durch Lächerlichkeit".
In der folgenden Arbeit widme ich mich der politischen Karikatur in der Zeit der Revolution von 1848/1849. Dafür werde ich zunächst den Begriff der politische Karikatur untersuchen und versuchen anhand von verschiedenen Definitionsansätzen den Begriff zu bestimmen. Dann werde ich einen kurzen Überblick der Geschichte der politischen Karikatur in Deutschland von der Restauration bis zur Revolution 1848 liefern.
Schließlich wende ich mich der Karikatur in den Jahren 1848/1849 zu, ihrer äußeren Form, ihren Inhalten und den Trägermedien, Verfassern und Verlegern. Mit der Aufhebung der Zensur Anfang März 1848 wurde das ganze Land mit Karikaturen, Flugschriften, Flugblättern und satirischen Zeitschriften überflutet. Jede einzelne Karikatur ging dabei auf ein bestimmtes tagespolitisches Ereignis, auf namenhafte Personen und viele andere die Revolution und ihre Mitspieler betreffenden Details ein. Durch die Fülle des vorhandenen Materials kann der Revolutionsverlauf chronologisch mit Karikaturen nach empfunden und verfolgt werden.
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