Frauen als benachteiligte Zielgruppe der Berufsbildung
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
24.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
306 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640356560
Diese Charakterisierung sollte die Situation der jungen Frauen stigmatisierend widerspiegeln und provokativ auf Fehlentwicklungen hinweisen, dabei insbesondere auch die Mehrfachbenachteiligung verdeutlichen. Historisch gefestigte Strukturen wurden damit in ihrer Ungerechtigkeit und Einseitigkeit kritisiert und hinterfragt. Die aufkommenden Diskussionen und Entwicklungen Ende der 1960er und zu Beginn der 70er Jahre gingen später in den aufblühenden Feminismus und die Emanzipation über, was bis heute in weiten Teilen noch immer nicht abgeschlossen ist. Im Online-Lexikon Wikipedia heißt es dazu: "Vor allem in der Arbeiterklasse galt bis in die 1970er Jahre oftmals, dass Frauen nicht studieren müssen, "da sie ja sowieso heiraten".
Der Soziologe Ralf Dahrendorf stellte in seiner Untersuchung "Bildung ist Bürgerrecht" 1966 zur Identifikation der bildungsbenachteiligten Gruppe fest: "Hier stoßen wir auf die drei großen Gruppen der Landkinder, der Arbeiterkinder und der Mädchen, zu denen mit gewissen Einschränkungen als vierte katholische Kinder kommen". Erst mit der Feststellung der Bildungskatastrophe in den 1960er Jahren, die zu einer leichten Öffnung von Gymnasium, Abitur und Studium für Arbeiterkinder führte, und mit der in Folge des Feminismus eintretenden Emanzipation von Frauen verbesserte sich auch die Situation für Arbeitertöchter im Bildungswesen.
Während noch in den 1970er Jahren "Katholische Arbeitertochter vom Land" eine Formel für die Mehrfachbenachteiligung war, wird heute eher vom "Türkischen Jugendlichen aus dem Problemviertel" oder vom "Migrantensohn" gesprochen. Geblieben ist als Merkmal für Bildungsbenachteiligung die Herkunft aus niedrigen sozialen Schichten."
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