Erklärungsansätze für spekulative Blasen auf Aktienmärkten Ein Vergleich
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74,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.02.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
120
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,9 cm
Gewicht
185 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-8567-0
Irgendwann führen spekulative Blasen zu einem Crash, der die Wirtschaft eines Landes, einer Region oder gar der Weltökonomie stark beeinträchtigen kann. Deshalb wäre es wichtig, genau herauszufinden, wann sich eine spekulative Blase anbahnt, welche Effekte diese mit sich bringt und warum sie auftritt. Spekulative Blasen bringen eine hohe Schwankungsanfälligkeit der Aktienkurse mit sich, die das Vertrauen der Bürger in die Wirtschaft lähmt und somit das Wachstum und den Wohlstand reduziert.
Die Arbeit wird sich mit spekulativen Blasen auf Finanzmärkten, insbesondere auf Aktienmärkten beschäftigen. Das Ziel ist, den Leser in das Gebiet einzuführen und mehrere Theorieansätze aus der rationalen und irrationalen Perspektive zu präsentieren und zu vergleichen. Der Unterschied der Theorieansätze ist derjenige, dass die Ergebnisse aus einer rationalen und aus einer irrationalen Erwartungsbildung heraus abgeleitet werden können. Die meisten Ansätze der irrationalen Erwartungsbildung haben ihren Ursprung aus der Psychologie.
Deshalb kann man zum Stand der Forschung sagen, dass sich zwei wissenschaftliche Forschungsrichtungen entwickelten, die das Phänomen der spekulativen Blasen auf einer grundlegend verschiedenen Argumentationsbasis aus bearbeiten. Da spekulative Blasen immer von auf Aktienmärkten agierenden Menschen verursacht werden, ergibt sich der Unterschied der beiden Forschungsrichtungen aus der unterschiedlichen Annahme über die Denkweisen der Anleger. Die eine Richtung geht davon aus, dass der Mensch seine Umwelt stets kontrollieren kann, die andere Meinung verneint diese Annahme. In den 70er Jahren entwickelte sich die Forschungsrichtung des Behavioral Finance, die eine Schnittstellenfunktion zwischen den beiden Richtungen einnehmen versucht.
Es soll untersucht werden, ob psychologische Theorien geeigneter sind als rationale Ansätze, spekulative Blasen auf Aktienmärkten zu erklären. Rationale Ansätze nehmen an, dass der Mensch sich wie ein homo oeconomicus verhält und stets die optimale Investitionsentscheidung trifft. Irrationale Ansätze räumen dem Menschen Fehler bei den Entscheidungsprozessen ein.
Diese Arbeit versucht auch einen Beitrag zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Psychologie und Ökonomie zu leisten, indem Denkanstöße für einen interdisziplinären Ansatz geleistet werden sollen.
Zuerst wird ein historischer Überblick über die wichtigsten spekulativen Blasen und Crashs aus der Vergangenheit gezeigt. Ausführlicher wird auf die Interneteuphorie Ende der neunziger Jahre eingegangen. Anschließend werden die allgemeinen Ursachen, Charaktereigenschaften und Wirkungen erläutert. Ausgehend von dem Prinzip der rationalen Erwartungen werden Erklärungsansätze vorgestellt und diskutiert.
Im zweiten Teil der Arbeit werden Ansätze und Theorien vorgestellt, die aus der Sozialpsychologie und Soziologie stammen und das Postulat der rationalen Erwartungen aufgeben. Sie beschäftigen sich mit dem einzelnen Individuum. Es soll gezeigt werden, aus welchen psychologischen Elementen sich irrationale Erwartungen ergeben. Schließlich werden noch einige Vorschläge gezeigt, wie spekulative Blasen verhindert werden können.
Problemstellung:
Spekulative Blasen auf Aktien- oder Gütermärkten traten schon im Mittelalter auf. Durch alle Epochen hindurch konnte man sie beobachten. Der Wallstreet Crash 1929 verursachte durch das Platzen einer spekulativen Blase die vielleicht größte finanzielle Katastrophe der Neuzeit. Es wird sogar behauptet, dass der Wallstreet Crash maßgeblichen Einfluss auf die damaligen politischen Umstände hatte, ...
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