Zur sozialen Arbeit im Kontext der Verknüpfung von Suchthilfe und psychiatrischem Gesundheitssystem bei Patienten mit psychischen Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmissbrauch Patienten mit Doppeldiagnose
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- Deutsch ausgewählt
68,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
31.07.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
84
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
135 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-7061-4
Das gemeinsame Auftreten von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmißbrauch beschäftigt die psychiatrische Forschung bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es um die Einteilung der psychotischen Symptomatik ging.
Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen leiden zunehmend Menschen an den zwei Erkrankungen der Psychose und der Sucht. Die Menschen, bei denen die Untersuchungen zur Doppeldiagnose (Kombination eines Suchtmittelmißbrauchs und einer Psychose) führte, sind die Problemkinder der heutigen Klassifikationssysteme und der vorhandenen Versorgungsstruktur. Durch die strukturelle Trennung von psychiatrischen Einrichtungen und Suchttherapieeinrichtungen tritt das Problem auf, daß Patienten mit einer Doppeldiagnose in der Regel aus dem bestehendem Versorgungssystem herausfallen. Entweder haben sich die Einrichtungen auf die Behandlung von Suchtstörungen oder auf die Behandlung schwerer psychischer Störungen spezialisiert. Somit sind die Sucht- Psychose- Erkrankten in keiner dieser Kliniken behandelbar.
Mit Zunahme der Sucht- Psychose- Diagnose zeichnet sich der beginnende Aufbau eines speziellen Versorgungssystems ab. Es entstehen erste Rehabilitationseinrichtungen mit speziell integrierten Sucht- Psychose- Gruppen, wie beispielsweise im Therapiezentrum Psychose- Sucht in Hamburg Bahrenfeld und im Therapiedorf in Ravensruh (Nähe Wismar). Eine andere hilfreiche Therapieform entstand bereits im Berliner Krankenhaus Spandau. Hier gibt es integrierte Sucht- Psychose- Entzugs- und Behandlungs- Stationen. Im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Hamburg Eimsbüttel sowie in der Fachklinik Parber in Vitense- Parber (Nähe Lübeck) entstehen Doppel- Diagnose- Übergangswohnheimbereiche. Sie alle sind in ihrer Therapieform zukunftsweisend für die Versorgung von Doppeldiagnose- Patienten.
Zielstellung:
Als besonderen Schwerpunkt wird die Erscheinungsform der Doppeldiagnose, speziell unter Betrachtung der psychischen Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis und der Abhängigkeitssymptomatik von Alkohol und Drogen betrachtet und mit Hilfe der statistischen Untersuchung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Rostock/ Gehlsdorf untermauert. Dabei sollen Zusammenhänge zwischen der primären und sekundären Erkrankung erkannt werden, um eine spezifische Behandlung dieser Erkrankung zu ermöglichen.
In der statistischen Untersuchung wird die primäre und sekundäre Verteilung der Doppelerkrankung Psychose und Sucht erfaßt. Es werden Aussagen über die Dauer der Sucht, den Zeitraum des Ausbruchs der Psychose und den sozialen Kontext (z. B. familiäre Situation, schulischer/ beruflicher Werdegang, Alkohol-/ Drogenkonsum der Eltern) gemacht.
Mögliche Behandlungsmethoden und ziele, Behandlungskonzepte und die bestehenden Probleme bei der Behandlung von Doppeldiagnose Patienten sind weitere Schwerpunkte dieser Arbeit.
Die Definitionen der Doppeldiagnose und der Komorbidität (als psychiatrisch relevante Störung, welche während des Verlaufs einer Abhängigkeit auftreten kann) konnten nach Sichtung verschiedenster Literatur nicht eindeutig als zwei unterschiedliche Erkrankungen erkannt werden. Deshalb wird der Begriff der Doppeldiagnose, aus sozialpädagogischer Sicht, zur Erklärung des Krankheitszustandes von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und des Suchtmittelmißbrauchs verwendet.
Des Weiteren ist der Begriff der Sucht und der Abhängigkeit genannt, da beide im Zusammenhang mit dem Konsum psychotroper Substanzen, wie Alkohol, Medikamente und Drogen von Bedeutung sind.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
I.Einleitung3
I.IZielstellung4
II.Allgemeiner Teil5
1.Definitionen/ Begriffsbesti...
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