Drogenmissbrauch in der Adoleszenz als Folge einer frühen Traumatisierung Theoretische Grundlagen und ihre Relevanz für die sozialarbeiterische Praxis
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- Deutsch ausgewählt
58,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.07.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
72
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,6 cm
Gewicht
118 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-5626-7
Ein Ereignis, welches durch seine Intensität und Plötzlichkeit die psychischen Abwehrmechanismen eines Menschen überfordert, nennt man Trauma.
Sexueller Mißbrauch in der Kindheit ist ein solches traumatisches Ereignis, welches spezifische Folgen erwarten läßt. Die heutige Psychotraumatologie entstand aus verschiedene Forschungsrichtungen. Unter anderem Charcot, Janet und Freud, aber auch Horowitz und Sleye haben viel dazu zum heutigen Verständnis eines Traumas beigetragen. Im ersten Teil der Arbeit werden daher die verschieden Forschungsansätze der Traumaforschung bis zur Entwicklung des heute gängigen Verlaufsmodells dargestellt. Während eines traumatischen Ereignisses können Sinneserfahrungen nicht wie gewohnt verarbeitet werden. Daraus resultieren Amnesien, Dissoziationen, Flashbacks und Wiederholungszwänge. Der zweite Teil der Arbeit befaßt sich daher mit den vielfältigen Folgen einer frühen Traumatisierung durch sexualisierte Gewalterfahrung. Im dritten Teil der Arbeit wird dargelegt, wieso Drogenmißbrauch in der Adoleszenz als Folge einer frühen Traumatisierung anzusehen ist.
Drogenmißbrauch wird als destruktiver Coping-Mechanismus vorgestellt.
Im Gegensatz dazu werden im vierten Teil konstruktive Wege der Traumabearbeitung aufgezeigt. Dazu werden verschiedene Formen der Traumatherapie miteinander verglichen und auf ihre Anwendbarkeit in den Arbeitsfeldern der Sozialarbeit hin geprüft.
Mit einem Fallbeispiel wird im fünften Teil der Arbeit nochmals die These unterstützt, daß Drogenmißbrauch in der Adoleszenz direkt auf die Folgen eines Traumas zurückzuführen ist. In diesem Teil werden außerdem Defizite in der Behandlung traumatisierter Mädchen im Drogenhilfesystem aufgezeigt und Ideen vorgestellt, wie Hilfen für traumatisierte Mädchen und Frauen aussehen könnten.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
Einleitung1
1.Grundlagen der Psychotraumatologie3
1.1Die Geschichte der Psychotraumatologie4
1.1.1Die Ursprünge der Traumaforschung5
1.1.2Die Weiterentwicklung in verschiedene Forschungsrichtungen6
1.1.3Die Entwicklung in der Gegenwart: Das Verlaufsmodell10
1.2Traumadefinition11
1.3Zur Ätiologie des Traumas13
1.3.1Traumatisierung durch sexualisierte Gewalterfahrung in der Kindheit16
1.3.2Typologie17
2.Folgen einer Traumatisierung19
2.1Überblick über allgemeine mögliche Traumafolgen21
2.1.1Dissoziation24
2.1.2Spezielle Folgen in der Adoleszenz26
2.2Folgen von Traumatisierung im sozialen Kontext28
2.2.1Wiederholungszwang29
2.2.2Retraumatisierung im Drogenmilieu30
3.Coping-Mechanismen32
3.1Drogenmißbrauch als Beispiel destruktiver Coping-Mechanismen34
3.2Drogenmißbrauch in der Adoleszenz35
4.Konstruktive Formen der Traumabewältigung38
4.1Vergessen und Verleugnen39
4.2Therapie41
4.2.1Analytisches Modell42
4.2.2Verhaltenstherapeutisches Modell43
4.2.3Imaginationsverfahren und Körpertherapie44
4.2.4EMDR46
4.3Relevanz von Psychotherapiemodellen für die sozialarbeiterische Praxis47
4.3.1Kritik und Vergleich der Modelle48
4.3.2Anwendbarkeit in den Arbeitsfeldern der Sozialarbeit49
5.Bedeutung der Traumatisierung für die Drogentherapie51
5.1Bedeutung der Hypothese für die Praxis der Sozialarbeit im Drogenhilfesystem52
5.2Die Geschichte von Lilly54
5.3Ideen für die Zukunft57
6.Zusammenfassung59
Literaturverzeichnis61
Abstract65
Persönliche Erklärung66
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