Mit Nietzsche das Mitleid überwinden Wie Friedrich Nietzsche das Mitleid überwindet und den Wert des Mitleids neuartig zuteilt
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- Deutsch ausgewählt
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
27.03.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-61199-8
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) sah das ähnlich und baute seine gesamte Ethik auf dem Mitleid als Fundament auf. Der eine übertritt seinen Nahbereich, überwältigt seinen Egoismus und leidet quasi dieselben Qualen wie derjenige, der das Mitleid empfängt - geteiltes Leid ist halbes Leid. Selbstzwecklose Hilfe in der sonst von Trieb und Egoismus geprägten Welt des Willens, Trachtens und Strebens.
Umso verwunderlicher erscheint es einem dann, wenn man bei Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) auf einmal hört: Mitleid ist Schwäche! Mitleid ist schädlich! Wie kann man eine solche Aussage treffen? Doch genau ist das radikale an einem Denker wie Nietzsche: Bewährtes und Eingefahrenes wird von ihm vom Sockel herab auf Augenhöhe gerissen und neu geprüft. Egal, ob dies das altbewährte und vielgeachtete Mitleid ist, oder die Relevanz Gottes. Nichts scheint ihm heilig zu sein - und genau das ist der Grund, warum er ein Denker war, der seiner Zeit voraus war.
Die Frage, die sich bei der Überlegung über Mitleid nun natürlich aufdrängt kann nur sein: Ist das Mitleid ein Wolf im Schafspelz? Überlegt man dann einen Schritt weiter und begibt sich in dieses zunächst absurd scheinende Gedankenspiel, kommt man schnell zur nächsten Frage: Wenn dem tatsächlich so sei, was soll dann an die Stelle des Mitleids treten? Schließlich kann die Autorität der Empfindung des Mitleids nach einer solchen Degradierung und des Vorwurfs des Betrugs und der Sabotage keine weitere Gültigkeit.
Mit diesen Fragen wird sich diese Arbeit beschäftigen. Die Arbeit soll darüber hinaus zeigen, dass Nietzsche eben keine böswillige misanthropische Philosophie vertrat, bei der jeder nur nach Macht über andere strebt und das Mitleid per se verteufelt wird. Es soll gezeigt werden, wie es Nietzsche vor allem um den menschlichen Umgang mit Mitleid geht.
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