Social Entrepreneurship in Deutschland. Ein Modell für die Zukunft?
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.06.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
50 (Printausgabe)
Dateigröße
831 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656673330
Soziale Missstände sind in allen Regionen der Welt in unterschiedlicher Ausprägung zu finden. Während sich ein Großteil der Menschheit mit existenziellen Problemen wie Armut, Menschenrechtsverletzungen oder Hungersnot auseinandersetzen muss, sieht sich die Gesellschaft in entwickelten Industrieländern primär mit ökonomischen Problemen konfrontiert. Wirtschafts- und Finanzkrisen belasten die öffentlichen Kassen, der demografische Wandel, Migration oder Arbeitslosigkeit beschäftigen die Bevölkerungen der westlichen Welt. Durch den Einzug neuer Technologien und die immer kürzer werdenden Innovationszyklen, welche immensen Druck auf alle Akteure ausüben, verändern sich die Werte und Normen ganzer Generationen: Ein kontinuierliches Streben nach Wachstum und Konsum um jeden Preis ist die Folge.
Der deutsche Sozialstaat in seiner heutigen Form ist nicht in der Lage innovative Lösungsansätze zu neuen ökologischen, ökonomischen und sozialen Problemen zu entwickeln. Menschen, die sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen, um diese mit einer unternehmerischen Herangehensweise zu lösen, hat es in der Vergangenheit schon immer gegeben, jedoch fehlte ihnen bisher eine Identität. Der Ashoka Gründer Bill Draython bezeichnet diese besonderen Unternehmen als Social Entrepreneurs. In den vergangenen Jahren hat sich das Phänomen Social Entrepreneurship rapide ausgebreitet und scheinbar zu einem globalen Phänomen entwickelt. Einzelne Akteure des dritten Sektors, wie sozial orientierte Unternehmen, non-profit organizations (NPO) oder non-governmental organizations (NGO) erfüllen sowohl heute, als auch in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag, werden aber zunehmend vor komplexere Herausforderungen gestellt. In großen Teilen Europas sind die Menschen verstärkt für ökologische und soziale Themen sensibilisiert, sodass auch gewinnorientierte Unternehmen von der Öffentlichkeit angehalten werden, diese Inhalte in ihren Unternehmenszielen zu formulieren.
In der deutschen Gesellschaft herrscht noch immer die Erwartungshaltung, dass soziale Missstände von kirchlichen- oder staatlichen Trägern gelöst werden. Von dieser Mentalität muss sich die Bevölkerung befreien.
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