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Leon de Winter

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Beschreibung

Details

Sprecher

Wolfgang Hinze

Spieldauer

6 Stunden und 21 Minuten

Fassung

gekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

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Sprecher

Wolfgang Hinze

Spieldauer

6 Stunden und 21 Minuten

Fassung

gekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2014

Verlag

SWR Mediaservices GmbH

Hörtyp

Lesung

Übersetzer

Sibylle Mulot

Sprache

Deutsch

EAN

4056198244203

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Leicht, witzig und temporeich

Bewertung aus Zürich am 16.08.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Roman ist leicht, witzig und temporeich geschrieben. Die Personen sind reichlich klischeehaft und Tiefgang wird eher angedeutet als erreicht. Der Roman hat mich unterhalten, zum Nachdenken angeregt hat er mich nicht.

Leicht, witzig und temporeich

Bewertung aus Zürich am 16.08.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Roman ist leicht, witzig und temporeich geschrieben. Die Personen sind reichlich klischeehaft und Tiefgang wird eher angedeutet als erreicht. Der Roman hat mich unterhalten, zum Nachdenken angeregt hat er mich nicht.

Leon De Winter – SuperTex

Miss.mesmerized am 22.04.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Weil seine unfähige Sekretärin eine Akte vertauscht hat, kann Max Breslauer jetzt den wichtigen Anruf nicht tätigen und muss am Samstagmorgen ins Büro. In seinem Porsche rast er mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch Amsterdam und fährt prompt einen chassidischen Jungen an. Wie kann er als Jude überhaupt zu dieser Zeit in einem Auto sitzen, noch dazu in einem Porsche? Plötzlich bricht alles über ihn herein und er ruft Dr. Jansen an, eine Psychologin, bei der er schon einmal in Behandlung war. Er drängt sie, den ganzen Tag für ihn zu reservieren und auf der Couch kommt er tatsächlich nicht nur ins Reden, sondern muss sich seinem ganzen Leben stellen: der komplizierten Beziehung zu seinem Vater, der das SuperText Imperium aufgebaut hatte, das er jetzt leitet; seine gescheiterte Beziehung zu Esther und das Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Boy. Was steckt hinter der Fassade Max Breslauer, dem erfolgreichen Unternehmer? Leon de Winters Roman erschien bereits Anfang der 1990er Jahre auf Niederländisch, doch der Text hat nichts von seiner Aussagekraft verloren. Ganz im Gegenteil, für mich zeigt sich gerade in diesem Buch de Winters die besondere Stäke des Welt-Literatur- und Buber-Rosenzweig-Medaillen-Preisträgers: er lässt die großen Fragen des Lebens in einem einzigen Augenblick kulminieren und führt vor allem die Spannung zwischen weltlichem und religiösem Leben und der Bedeutung der Wurzeln zu einem grandiosen Höhepunkt. Interessant, wenn auch unbeantwortet, bleibt dabei die Frage, wie viel von de Winter selbst in seinem Protagonisten steckt. Ganz sicher jedoch steckt in dem Roman sehr viel jüdischer Humor und Ironie, die hervorragend mit der Melodramatik der Handlung austariert sind. Max Breslauer ist – genau wie sein Vater – fast schon eine Karikatur des wohlhabenden Juden: wirtschaftlich erfolgreich, selbstherrlich; arrogant und jähzornig gegenüber anderen und rücksichtslos, wenn es ums Geschäft geht. Doppelmoral wird von beiden entspannt gelebt: geheiratet wird nur ein jüdisches Mädchen, mit wem man daneben noch das Bett teilt, ist weniger relevant; Regeln des Kashrut werden eher nach Bedarf ausgelegt denn befolgt; wenn es der Sache jedoch dient, kann man sich auch zügig wieder seiner jüdischen Herkunft besinnen und die Erlebnisse des Holocaust als Argumentationsschleuder verwenden. Dies entlässt Max jedoch nicht aus dem schwierigen Verhältnis zu dem Familienoberhaupt, das einst als einziger das Konzentrationslager überlebt hat. Sind es zunächst typisch pubertäre Streitigkeiten, führen die Auseinandersetzungen jedoch schließlich so weit, dass der Sohn beinahe zum Vatermörder wird. Über den Bruder erfährt man zunächst nur, dass dieser in Casablanca sitzt, die ehemalige Partnerin ist nach Israel geflohen. Es scheint als wenn Max ein Händchen für komplizierte Beziehungen hätte, die sich vor allem dadurch lösen lassen, dass die anderen davonlaufen. Doch der Tag der Läuterung ist bereits angebrochen und auch wenn weitere Rückschläge noch an selbigem drohen, ist der Wandlungsprozess nicht mehr aufzuhalten. Ganz herrliche Szenen hat de Winter in seinem Roman geschaffen - allein das Essen beim ersten Besuch der Freundin erinnert fast einen Sketsch aus Loriots Hand – auch die Erkenntnis des Protagonisten führt über eine gehörige Portion Selbstironie. So wird das analytische Gespräch zu einer unterhaltsamen Angelegenheit und bleibt trotz der Tragik leicht im Ton.

Leon De Winter – SuperTex

Miss.mesmerized am 22.04.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Weil seine unfähige Sekretärin eine Akte vertauscht hat, kann Max Breslauer jetzt den wichtigen Anruf nicht tätigen und muss am Samstagmorgen ins Büro. In seinem Porsche rast er mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch Amsterdam und fährt prompt einen chassidischen Jungen an. Wie kann er als Jude überhaupt zu dieser Zeit in einem Auto sitzen, noch dazu in einem Porsche? Plötzlich bricht alles über ihn herein und er ruft Dr. Jansen an, eine Psychologin, bei der er schon einmal in Behandlung war. Er drängt sie, den ganzen Tag für ihn zu reservieren und auf der Couch kommt er tatsächlich nicht nur ins Reden, sondern muss sich seinem ganzen Leben stellen: der komplizierten Beziehung zu seinem Vater, der das SuperText Imperium aufgebaut hatte, das er jetzt leitet; seine gescheiterte Beziehung zu Esther und das Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Boy. Was steckt hinter der Fassade Max Breslauer, dem erfolgreichen Unternehmer? Leon de Winters Roman erschien bereits Anfang der 1990er Jahre auf Niederländisch, doch der Text hat nichts von seiner Aussagekraft verloren. Ganz im Gegenteil, für mich zeigt sich gerade in diesem Buch de Winters die besondere Stäke des Welt-Literatur- und Buber-Rosenzweig-Medaillen-Preisträgers: er lässt die großen Fragen des Lebens in einem einzigen Augenblick kulminieren und führt vor allem die Spannung zwischen weltlichem und religiösem Leben und der Bedeutung der Wurzeln zu einem grandiosen Höhepunkt. Interessant, wenn auch unbeantwortet, bleibt dabei die Frage, wie viel von de Winter selbst in seinem Protagonisten steckt. Ganz sicher jedoch steckt in dem Roman sehr viel jüdischer Humor und Ironie, die hervorragend mit der Melodramatik der Handlung austariert sind. Max Breslauer ist – genau wie sein Vater – fast schon eine Karikatur des wohlhabenden Juden: wirtschaftlich erfolgreich, selbstherrlich; arrogant und jähzornig gegenüber anderen und rücksichtslos, wenn es ums Geschäft geht. Doppelmoral wird von beiden entspannt gelebt: geheiratet wird nur ein jüdisches Mädchen, mit wem man daneben noch das Bett teilt, ist weniger relevant; Regeln des Kashrut werden eher nach Bedarf ausgelegt denn befolgt; wenn es der Sache jedoch dient, kann man sich auch zügig wieder seiner jüdischen Herkunft besinnen und die Erlebnisse des Holocaust als Argumentationsschleuder verwenden. Dies entlässt Max jedoch nicht aus dem schwierigen Verhältnis zu dem Familienoberhaupt, das einst als einziger das Konzentrationslager überlebt hat. Sind es zunächst typisch pubertäre Streitigkeiten, führen die Auseinandersetzungen jedoch schließlich so weit, dass der Sohn beinahe zum Vatermörder wird. Über den Bruder erfährt man zunächst nur, dass dieser in Casablanca sitzt, die ehemalige Partnerin ist nach Israel geflohen. Es scheint als wenn Max ein Händchen für komplizierte Beziehungen hätte, die sich vor allem dadurch lösen lassen, dass die anderen davonlaufen. Doch der Tag der Läuterung ist bereits angebrochen und auch wenn weitere Rückschläge noch an selbigem drohen, ist der Wandlungsprozess nicht mehr aufzuhalten. Ganz herrliche Szenen hat de Winter in seinem Roman geschaffen - allein das Essen beim ersten Besuch der Freundin erinnert fast einen Sketsch aus Loriots Hand – auch die Erkenntnis des Protagonisten führt über eine gehörige Portion Selbstironie. So wird das analytische Gespräch zu einer unterhaltsamen Angelegenheit und bleibt trotz der Tragik leicht im Ton.

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Maren Oberwelland

Thalia Bad Zwischenahn

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4/5

Ein Meister des Erzählens

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit viel Vergnügen habe ich mich gemeinsam mit Max Breslauer einen Tag auf die Therapeutencouch gelegt und seinem Leben gelauscht. Denn nachdem er mit überhöhter Geschwindigkeit einen chassidischen Jungen angefahren hat, wird er empört gefragt, was denn ein Jude am Schabbesmorgen in einem Porsche mache. Diese Frage wirft Max so aus der Bahn, dass er sein gesamtes Leben in Frage stellt und eine Therapeutin aufsucht. Leon de Winter zeichnet seine Charaktere und zwischenmenschlichen Beziehungen so fein wie kaum ein anderer und spielt so gekonnt mit den Religionen, nicht immer politisch korrekt und gerade dadurch so respektvoll, dass es mir immer wieder eine Freude ist, seine Texte zu lesen.
4/5

Ein Meister des Erzählens

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit viel Vergnügen habe ich mich gemeinsam mit Max Breslauer einen Tag auf die Therapeutencouch gelegt und seinem Leben gelauscht. Denn nachdem er mit überhöhter Geschwindigkeit einen chassidischen Jungen angefahren hat, wird er empört gefragt, was denn ein Jude am Schabbesmorgen in einem Porsche mache. Diese Frage wirft Max so aus der Bahn, dass er sein gesamtes Leben in Frage stellt und eine Therapeutin aufsucht. Leon de Winter zeichnet seine Charaktere und zwischenmenschlichen Beziehungen so fein wie kaum ein anderer und spielt so gekonnt mit den Religionen, nicht immer politisch korrekt und gerade dadurch so respektvoll, dass es mir immer wieder eine Freude ist, seine Texte zu lesen.

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