Eine Frau mit einer unvergesslichen Stimme, ein Russe mit dem gewissen Extra und ein bayrisches Dorf außer Rand und Band
Was passiert, wenn dein 11-jähriger Sohn Jonas einen wildfremden Russen in dein Haus einlädt? Und was passiert, wenn der diese Einladung auch noch annimmt? Die junge Mutter Jennifer traut ihren Augen kaum, als der bärtige Russe plötzlich in ihrem Garten steht. So ein Kerl hatte ihr gerade noch gefehlt. Schließlich hat sie als alleinerziehende, berufstätige Mutter und Trainerin der örtlichen Fußball-Jugend mehr als genug zu tun. Aber Jennifer merkt schnell, dass sie es mit ihrer abweisenden, burschikosen Art nicht schafft, den Russen auf Distanz zu halten.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Es ist mein erstes Buch von Pea Jung,
und ich muss sagen es hat mir richtig gut gefallen.
Am Anfang kam ich nicht richtig in die Geschichte rein. Aber nach den
ersten paar Seiten war ich richtig in der Geschichte drin.
Jennifer und ihr Sohn Jonas haben mir richtig gut gefallen. Aber auch Philja geviel
mir richtig gut, auch wenn ich bis heute nicht weis wie man den Namen richtig ausspricht.
Einfach ein tolles Buch.
Was lange währt
Bewertung aus Teningen am 28.10.2015
Bewertungsnummer: 895534
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt damit, dass Philja Kulikov in seinem Büro sitzt, sich seiner Trauer hingibt und nebenbei die Post durchsieht. Die Handschrift eines Kindes weckt sein Interesse, so dass er diesen Brief öffnet. Dann gibt es einen Sprung und wir landen in einem kleinen bayrischen Dorf beim Fußballtraining. Hier schreit sich Jennifer, die Trainerin und Mutter von Jonas die Seele aus dem Leib, einer Kreissäge nicht unähnlich. Das Training wird heimlich von zwei Männern aus einem Auto heraus beobachtet. Diese amüsieren sich prächtig, als Jennifer mit voll Karacho der Ball an den Kopf knallt. Noch lustiger wird es, als sie sich bei einem versuchten Elfmeter mit viel Schwung auf den Hosenboden befördert. Einer der beiden Russen aus dem Auto taucht am nächsten Tag plötzlich bei Jennifer im Garten auf. Mehr als misstrauisch wird er beobachtet. Bis sie einen Brief in der Hand des Russen entdeckt. Während die Erwachsenen in dem kleinen Dorf immer noch überlegen, was sie tun sollen, hat ihr Sohn Jonas an Herrn Kulikov geschrieben und ihn eingeladen. Sie wollen ein altes Gebäude von ihm kaufen, weil es doch kein Vereinsheim gibt. Nicht mal eine ordentliche Toilette gibt es. Zu allem Überfluss hat Jonas auch gleich noch angeboten, dass er doch in der Wohnung seines kürzlich verstorbenen Großvaters wohnen kann. Wiederwillig gibt Jennifer nach und zeigt Philja die Wohnung. Schnell spricht sich die Geschichte im Dorf herum, so wie alle Geschichten. Doch keiner weiß, dass es sich bei Philja um Kulikov Junior persönlich handelt. Jennifer fühlt sich zu Philija hingezogen, obwohl sie sich das nicht einmal selbst eingestehen will. Schließlich bringt er sie zur Weißglut. Und außerdem hat sie keinen Mann mehr an sich herangelassen seit der Geschichte mit Jonas´ Vater. Als Superman verkleidet hat er sie auf einer Faschingsfeier vor elf Jahren geschwängert. Jennifer weiß nicht einmal seinen Namen. Und die Dorfbewohner sorgen dafür, dass niemand diese Geschichte vergisst - und das jeder Neuling sie erfährt. Doch Philja sieht die Frau, die hinter dieser unnahbaren Furie steckt.
Eigentlich beginnt die Story traurig. Man landet direkt in der trostlosen Welt von Philja. Seit fünf Jahren quält er sich mit dieser Last. Welche das ist, erfährt man erst im Laufe des Buches. Auch als später die Lebensgeschichte von Jennifer erzählt wird, gibt es traurige Momente. Pea Jung nimmt uns mit in Jennifers schweres Leben. Sie erzählt sehr einfühlsam, wie es ist, in einem kleinen Dorf als sechzehnjähriges Mädchen von einem Unbekannten geschwängert zu werden und was es bedeutet, dieses Kind auch zu bekommen. Jonas ist ihr Ein und Alles. Seit ihr Vater gestorben ist, hat sie sonst niemanden mehr. Keiner der ihr beisteht oder einen Rat geben kann. Und dann schleicht sich Philja in ihr Leben. Jonas ist überglücklich. Er versteht sich prächtig mit Philja. Vielleicht hat er ja das erste Mal im Leben das Gefühl, eine Art Vater zu haben. Aber die beiden Erwachsenen tun sich nicht so leicht. Sie nähern sich ein bisschen an, verstehen sich, um dann mit einem unbedachten Wort oder einer übertriebenen Reaktion alles wieder kaputt zu machen. Philja macht sich einen Spaß daraus, Jennifer zu provozieren. Sie kann so schön in die Luft gehen, doch manchmal treibt er es zu weit.
Genau wie im richtigen Leben streiten und vertragen sie sich, bis Jennifer ihn vor lauter Wut aus dem Haus wirft. Die Folge: Sie bekommen das Vereinsheim nicht und wieder ist sie der Buhmann der Nation. Das ganze Dorf lässt sie spüren, dass sie Schuld ist. Und keiner fragt, was eigentlich passiert ist. Man kann sehr gut mit Jennifer mitfühlen. Man versteht, warum sie so unnahbar und kratzbürstig ist, bzw. sich so gibt. Und nach und nach schält sich eine ganz andere Jennifer heraus. Sie wächst an diesen neuen Herausforderungen, will sich nicht mehr verstecken.
Mit viel Charme und Witz entführt uns Pea Jung in Jennifers Welt. Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben, lässt sich leicht und flüssig lesen. Und auch die etwas ernsteren Töne zerstören nicht die leichte und lockere Stimmung. Einzig das Ende kommt vielleicht ein bisschen zu plötzlich. Das hätte man vielleich doch noch etwas mehr ausschmücken können. Wenn ihr wissen wollt, ob es ein Happy End zwischen Jennifer und Philja gibt, müsst ihr das Buch selbst lesen. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall. "Superheld für´s Leben gesucht" ist eine wunderbare Geschichte.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.