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Wolfgang Herrndorf

1. Arbeit und Struktur

Arbeit und Struktur

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

August Diehl

Spieldauer

10 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.12.2013

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732413256

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

August Diehl

Spieldauer

10 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.12.2013

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732413256

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    aus Freiberg

    5/5

    16.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr persönliches und bewegendes Tagebuch

    "Arbeit und Struktur" ist das als Buch veröffentlichte Blog des 2013 verstorbenen Autos Wolfgang Herrndorf, welchen er ab Beginn seiner Krebsdiagnose bis kurz vor seinem Tod führte. Solch ein Dokument zu bewerten, ist natürlich sehr schwierig, da dies ein wirklich sehr persönliches Tagebuch eines Menschen ist. Es ist andererseits aber auch großartige Literatur. Man sieht hier das Talent des Autors - und man nimmt nachträglich noch an seinem verbleibenden Leben und seinen Gedanken teil. Das war sehr bewegend zu lesen, teils sehr schmerzlich und kaum auszuhalten, aber auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert. Ein wichtiges Zeitdokument, das ich sicher noch öfter in die Hand nehmen werde. "Ich fange an, mich vorsichtshalber auf drei Monate runterzurechnen. Könnte man leben, wenn man nur noch drei Monate hat? Nur noch einen Monat? Ich werde noch ein Buch schreiben, sage ich mir, egal wie lange ich noch habe. Wenn ich noch einen Monat habe, schreibe ich eben jeden Tag ein Kapitel. Wenn ich drei Monate habe, wird es ordentlich durchgearbeitet. Ein ein Jahr ist purer Luxus." "Und wenn mein Entschluss, was ich machen wollte, nicht schon vorher festgestanden hätte, dann hätte er nach diesem Telefonat festgestanden: Arbeit. Arbeit und Struktur. Sonderbares Gefühl, mit einem gänzlich Fremden zu telefonieren und sich darüber zu unterhalten, wie man heimlich unter der Bettdecke weint. Rufen Sie mich nächstes Jahr wieder an. Ja, mach ich." "Und immer wieder vergesse ich die Sache mit dem Tod. Man sollte meinen, man vergesse das nicht, aber ich vergesse es, wenn es mir wieder einfällt, muss ich jedes mal lachen, ein Witz, den ich mir alle zehn Minuten neu erzählen kann und dessen Pointe immer wieder überraschend ist. Denn es geht mir ja gut." "Die Krebskur nach Rudolf Breuss richtig gemacht! Wenn das Lächeln meine Seele streichelt Was ich mir wünsche ist ein Clown Ich mal mir ein Tor zum Himmel Fliege nicht eher als bis dir Federn gewachsen sind Wie ein Schiff im Sturm Morgen bin ich wieder da Und trotzdem mal ich mir ein Lächeln ins Gesicht Arbeit und Struktur"

  • Claudia R.

    aus Berlin

    5/5

    11.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Cover: Das Cover zeigt einen…

    Cover: Das Cover zeigt einen wunderschönen Wolkenhimmel mit hellen und dunkleren Wolken und eine weite Landschaft darunter. Das Cover wirkt einfach, aber gut gewählt. Meinung: Dies war ursprünglich sein Blog und seine Gedanken, mit denen der Autor seine Freunde und die Welt auf dem Laufenden hielt, über den Verlauf seiner Krankheit. Durch meinen Beruf, lernte ich den Autor kennen und begleitete ihn eine Zeit lang auf dem schweren Weg der Krankheit. Daher verfolgte ich bereits zu dieser Zeit seinen Blog mit und war immer wieder über seine Schreibweise und seine Gedanken zum Verlauf gespannt. Sein Blog hat immer wieder mein Interesse geweckt und nach Veröffentlichung war es mir ein inneres Bedürfnis dieses Buch erneut zu lesen. Der Schreibstil ist nicht ganz leicht und für Außenstehende vermutlich zu Beginn nicht leicht verständlich. Eine Gedankenwelt und Gefühlswelt, die sich immer wieder ändert und der man manchmal nicht sofort folgen kann, die sich dann aber mehr und mehr erschließt. Eigentlich war diese Autobiografie so zur Veröffentlichung gar nicht gedacht, was daher auch eine Beurteilung nicht leichter macht, da es, wie erwähnt, eigentlich nur zur Schilderung des Verlauf diente. Dennoch ist es packend und emotional, vor allem, wenn man die Hintergründe bedenkt. Der Autor selbst hat die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt, aber dennoch kommen seine Gedanken deutlich rüber und bewegen den Lesenden. Man hat das Gefühl, den Autor auf seinem Weg zu begleiten und dies tat man auch durch seinen Blog und nun durch dieses Buch. Er beschreibt die Situationen, seine Gefühle, die Umgebung und die Diagnosenstellung sowie wie den Verlauf sehr eindrücklich und auch sehr bildlich. Man hat das Gefühl dieses direkt mit zu erleben. Betroffenheit, bewegende und berührende Momente, aber auch sachliche Bestandsaufnahmen wechseln sich hier ab und geben den Lebensweg und Verlauf der Erkrankung des Autors wieder. Fazit: Bewegend, berührend, begleitet man den Autor auf einem schweren Weg.

  • Claudia R.

    aus Berlin

    5/5

    11.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    bewegend...

    Klappentext / Inhalt: «Dann Telefonat mit einem mir unbekannten, älteren Mann in Westdeutschland. Noch am Tag der Histologie war Holm abends auf einer Party mit dem Journalisten T. ins Gespräch gekommen, dessen Vater ebenfalls ein Glioblastom hat und noch immer lebt, zehn Jahre nach der OP. Wenn ich wolle, könne er mir die Nummer besorgen. Es ist vor allem dieses Gespräch mit einem Unbekannten, das mich aufrichtet. Ich erfahre: T. hat als einer der Ersten in Deutschland Temodal bekommen. Und es ist schon dreizehn Jahre her. Seitdem kein Rezidiv. Seine Ärzte rieten nach der OP, sich noch ein schönes Jahr zu machen, vielleicht eine Reise zu unternehmen, irgendwas, was er schon immer habe machen wollen, und mit niemandem zu sprechen. Er fing sofort wieder an zu arbeiten. Informierte alle Leute, dass ihm jetzt die Haare ausgingen, sich sonst aber nichts ändere und alles weiterliefe wie bisher, keine Rücksicht, bitte. Er ist Richter. Und wenn mein Entschluss, was ich machen wollte, nicht schon vorher festgestanden hätte, dann hätte er nach diesem Telefonat festgestanden: Arbeit. Arbeit und Struktur.» Cover: Das Cover zeigt einen wunderschönen Wolkenhimmel mit hellen und dunkleren Wolken und eine weite Landschaft darunter. Das Cover wirkt einfach, aber gut gewählt. Meinung: Dies war ursprünglich sein Blog und seine Gedanken, mit denen der Autor seine Freunde und die Welt auf dem Laufenden hielt, über den Verlauf seiner Krankheit. Durch meinen Beruf, lernte ich den Autor kennen und begleitete ihn eine Zeit lang auf dem schweren Weg der Krankheit. Daher verfolgte ich bereits zu dieser Zeit seinen Blog mit und war immer wieder über seine Schreibweise und seine Gedanken zum Verlauf gespannt. Sein Blog hat immer wieder mein Interesse geweckt und nach Veröffentlichung war es mir ein inneres Bedürfnis dieses Buch erneut zu lesen. Der Schreibstil ist nicht ganz leicht und für Außenstehende vermutlich zu Beginn nicht leicht verständlich. Eine Gedankenwelt und Gefühlswelt, die sich immer wieder ändert und der man manchmal nicht sofort folgen kann, die sich dann aber mehr und mehr erschließt. Eigentlich war diese Autobiografie so zur Veröffentlichung gar nicht gedacht, was daher auch eine Beurteilung nicht leichter macht, da es, wie erwähnt, eigentlich nur zur Schilderung des Verlauf diente. Dennoch ist es packend und emotional, vor allem, wenn man die Hintergründe bedenkt. Der Autor selbst hat die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt, aber dennoch kommen seine Gedanken deutlich rüber und bewegen den Lesenden. Man hat das Gefühl, den Autor auf seinem Weg zu begleiten und dies tat man auch durch seinen Blog und nun durch dieses Buch. Er beschreibt die Situationen, seine Gefühle, die Umgebung und die Diagnosenstellung sowie wie den Verlauf sehr eindrücklich und auch sehr bildlich. Man hat das Gefühl dieses direkt mit zu erleben. Betroffenheit, bewegende und berührende Momente, aber auch sachliche Bestandsaufnahmen wechseln sich hier ab und geben den Lebensweg und Verlauf der Erkrankung des Autors wieder. Fazit: Bewegend, berührend, begleitet man den Autor auf einem schweren Weg.

  • Bewertung

    5/5

    08.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Herrndorfs Vermächtnis

    "25 Jahre am Existenzminimum rumgekrebst und gehofft, einmal eine 2-Zimmer-Wohnung mit Ausblick zu haben. Jetzt könnte ich sechsstellige Summen verdienen, und es gibt nichts, was mir egaler wäre." Durch Herrndorfs Schonungslosigkeit und sein Schicksal haben diese Tagebucheinträge ein besonders schweres Gewicht. Wolfgang Herrndorf stellt nach seiner Diagnose fest, dass es für ihn nur einen Weg gibt mit der Diagnose umzugehen und zwar so lange zu arbeiten, bis es nicht mehr geht. Der Text verdeutlicht aber auch, dass es die kleinen Momente im Leben sind, die zählen. Es ist weniger ein Buch über das Sterben, als über das Leben.

  • Edith Berger

    5/5

    02.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tief berührendes Leseerlebnis

    "Am besten geht's mir, wenn ich arbeite". Seit der Diagnose, dass er nicht mehr lange leben würde,beschloss Wolfgang Herrndorf, die noch verbleibende Zeit mit Arbeit zu füllen. Sein Blog ist anfangs als reines Mitteilungsmedium für seine Freunde gedacht.Von seinen Freunden lässt sich Wolfgang Herrndorf überreden/überzeugen, diese Einträge in sein digitales Tagebuch zu veröffentlichen. "Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf ist ein tiefberührendes Leseerlebnis.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (11)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Frank Wehrmann

    Frank Wehrmann

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.03.2020

    eBook (ePUB 3)

    Ehrlich, berührend, großartig

    Die Krebsdiagnose wirft Wolfgang Herrndorf komplett aus der Bahn... Aber wie einer der größten deutschen Erzähler darauf ein eindringlichen Lebensbericht macht, ist einfach wundervoll. Lakonisch, unprätentiös und geistreich obendrein.
  • Zum Bewerterprofil von Tina Lehmann

    Tina Lehmann

    Thalia Iserlohn

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.12.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend und realistisch schildert...

    Beklemmend und realistisch schildert der Autor seine Krebserkrankung und seine Beweggründe, welche zum Freitod führten.
  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Auf Wiedersehen, Wolfgang Herrndorf

    „Auf Wiedersehen, Haare...“ So schreibt einer, der mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellern gehört, über die Begleiterscheinungen seiner Bestrahlung. Er, der im März 2010 an einem bösartigen Hirntumor erkrankt und dem die Endlichkeit seines Lebens schnell bewusst wird, beginnt ein digitales Tagebuch im Internet zu schreiben. Als Therapie, als Aufschrei, als Schreiben gegen die Hilflosigkeit und auch Einsamkeit, denn Arbeit gibt ihm Struktur und damit Halt in einem Leben, dessen Dauer von heute auf morgen absehbar scheint. Zunächst ist dieses digitale Tagebuch nur für seine Freunde geplant, doch als er seine Einträge als Blog ins Internet stellt, wächst die Zahl seiner Leser schnell und sein Schreiben verändert sich, wird immer mehr zu einer literarischen Autobiographie. Während er an seinen Büchern „Tschick“ und „Sand“ arbeitet, die in Fragmenten schon lange in seiner Schublade liegen, beschreibt er geradezu lakonisch die Therapien und medikamentösen Behandlungen, denen der sich unterzieht, nummeriert seine Ärzte durch und diskutiert mit seinem Nachbarn über dessen lautstarke und enervierende Musikleidenschaft. Ebenso knapp und distanziert schildert er seinen Alltag, erinnert sich an vergangene Begebenheiten. Und doch ist man tief berührt, während man ihn durch seine Träume begleitet und über seine Sätze lacht, die so oft durchsetzt sind von scharfzüngigem Humor. Dabei macht er auch nicht Halt vor Schriftstellerkollegen oder anderen bekannten Persönlichkeiten, nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt oft seine ganze Wut spüren. Aber auch seine Liebe zur Literatur, zu den Büchern, die ihm wichtig sind und die ihn geprägt haben. Er schreibt, als ob es um sein Leben geht, schreibt, weil es um sein Leben geht. Im August 2013 nimmt er sich die letzte Freiheit, die er noch hat und setzt seinem Leben ein Ende. Auf Wiedersehen, Wolfgang Herrndorf...
  • Zum Bewerterprofil von Katja Engler

    Katja Engler

    Thalia Berlin – Schönhauser Allee Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwer auszuhalten mit dem Wissen...

    Schwer auszuhalten mit dem Wissen um das Schicksal des Autors, aber sehr bereichernd in jeder Hinsicht. Klug, direkt, persönlich, geistvoll und anregend. Ein besonderes (Tage)Buch.
  • Zum Bewerterprofil von R. Braun

    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Schreiben gegen das Verstummen

    Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf ist ein zutiefst bewegendes, schonungslos ehrliches Buch über Krankheit, Leben und den Versuch, Halt zu bewahren. Entstanden aus einem Blog, der ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht war, gewährt der Text einen unmittelbaren Einblick in Herrndorfs Gedanken- und Gefühlswelt nach der Diagnose eines Glioblastoms. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, fragmentarisch und nicht immer leicht zugänglich – genau darin liegt jedoch seine Kraft. Gedanken, Beobachtungen und nüchterne Bestandsaufnahmen wechseln sich ab mit berührenden, fast poetischen Momenten. Man begleitet den Autor auf seinem Weg, erlebt Nähe, Verzweiflung, Klarheit und eine beeindruckende Entschlossenheit: Arbeit als Anker, Struktur als Überlebensstrategie. Gerade weil nichts beschönigt oder für ein Publikum inszeniert wirkt, entfaltet das Buch eine große emotionale Wucht. Arbeit und Struktur ist kein leichtes, aber ein eindringliches, nachhaltiges Buch, das lange nachhallt.

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