Die Idealisierung Rennewarts in Wolfram von Eschenbachs 'Willehalm'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
06.02.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
607 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656892151
Das Gesamtwerk Wolframs umfasst drei epische Werke, nämlich den "Willehalm", den "Parzival" und das "Titurel-Fragment", sowie neun Lieder.
So wie bei den anderen großen Dichtern seiner Zeit, Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg und dem Verfasser des "Nibelungenlieds", so ist auch über das Leben Wolframs nur sehr wenig bekannt. Alles, was wir über sein Leben zu wissen glauben, beruht auf Andeutungen in seinen Werken und in Schriftstücken späterer Dichter.
Wolframs ungefähre Lebenszeit kann aus der erschließbaren Abfassungszeit seiner Epen gedeutet werden: so ist der "Parzival" im ersten und die beiden anderen Epen im zwei Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts entstanden.
Zusätzlich dazu kann vermutet werden, dass Wolfram nach dem heutigen Ort Wolframs-Eschenbach benannt ist, das in Mittelfranken liegt. Der bedeutendste Gönner Wolframs war Landgraf Hermann I. von Thüringen (1190-1217), der der einflussreichste Förderer der Literatur seiner Zeit war. Weitere bekannte Personen, die für den Landgrafen gearbeitet haben, waren beispielsweise Heinrich von Veldeke und Walther von der Vogelweide. Es scheint sicher, dass der Landgraf Wolfram auch die französische Quelle des "Willehalm" lieferte, nämlich "Aliscans".
Heutzutage sind vom "Willehalm" insgesamt 70 Handschriften bekannt, wobei zwölf vollständig und 58 fragmentarisch erhalten sind. Diese Zahlen belegen auch, dass dieses Epos ähnlich beliebt war wie der "Parzival".
Im Folgenden wird nun eine Person im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, die erst im IV. Buch des "Willehalm" erscheint: Rennewart. Die Arbeit will klären, ob und wie Rennewart von Wolfram idealisiert dargestellt wird und wie sich diese Idealisierung in ausgesuchten Textpassagen äußert. Dabei wird versucht, nach und nach Themenkomplexe vorzustellen, die als Belege für den Männlichkeitsentwurf des Rennewart gelten können.
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