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Wir

19,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2016

Verlag

Literaricon

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,2 cm

Gewicht

247 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95697-609-4

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2016

Verlag

Literaricon

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,2 cm

Gewicht

247 g

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Deutsch

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978-3-95697-609-4

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Till Metten

Thalia Mayersche Düsseldorf – Nordstraße

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4/5

Ein fast vergessener Klassiker

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jewgeni Samjatin ist mit "Wir" einer der Pioniere der dystopischen Literatur und soll mit dem gleichnamigen Roman unter anderem George Orwell zu "1984" inspiriert haben. "Wir" wurde stark von Samjatins Leben in der Sowjet Union beeinflusst, es ist sogar das erste Buch, dass dort verboten wurde. Obwohl er erst ein großer Befürworter und Teilnehmer der Oktoberrevolution war, wurde er schnell von der Umsetzung des neuen Systems unter der Parteiführung desillusioniert und schrieb “Wir” als Antwort auf seinen Unmut. Die Kritik führte dazu, dass er von der Parteiführung ein Schreibeverbot auferlegt bekam und das Buch erst 1988 in russischer Originalfassung veröffentlicht wurde, 68 Jahre nach der Verfassung im Jahr 1920 und 64 Jahre nach der Veröffentlichung im Ausland im Jahr 1924. Der Protagonist von “Wir”, D-503, lebt zusammen mit einer genau durchgezählten Menge anderer Nummern im einzigen Staat, in dem das tägliche Leben von einer mathematischen Formel bestimmt wird. Alle stehen zur gleichen Zeit auf, gehen gleichzeitig zur Arbeit, treffen sich auf einen gemeinsamen Mittagsspaziergang, durch die reinen und gleichförmigen Straßen innerhalb der grünen Mauer. Die grüne Mauer wurde errichtet, nachdem die Welt im 200-jährigen Krieg fast untergegangen ist. Innenliegend ist der einzige Staat, der Himmel ist immer blau, es gibt keine Tiere Pflanzen oder andere Formen der Natur mehr und alle Häuser sind aus Glas. Einzig das "Alte Haus" erinnert noch an die Vorwelt wie sie einmal war. D-503 ist nicht nur überzeugt von den Machenschaften des einzigen Staates, er ist auch ein vitaler Teil des Ganzen. D-503 ist nämlich erster Konstrukteur des Integrals, einer Rakete, die die Lebensweise unter dem einzigen Staat zu den anderen Bewohnern der Galaxis bringen und sie somit von Chaos und Unregelmäßigkeiten befreien soll. Zu diesem Zweck soll die Rakete mit Gedichten, Lobhymnen und weiteren Texten über den einzigen Staat gefüllt werden. Deshalb dokumentiert D-503 seine Reise zur Fertigstellung des Integrals und berichtet von allen Vorteilen, die das Leben im einzigen Staat mit sich bringt. Das geht so lange gut, bis er I-330 begegnet, einer aufreizenden weiblichen Nummer, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Gefallen hat mir das Buch sehr gut, das Lesen hat sich für mich allerdings an einigen Stellen etwas sperrig angefühlt und es wurden ein paar veraltete (auch rassistische) Ausdrucksweisen genutzt. Das könnte aber auch an der Übersetzung liegen, in der ich es gelesen habe. Zum Glück schränkt es den Lese Spaß nicht zu sehr ein, den Status als Klassiker vor allem im Genre der Dystopien hat es sich definitiv verdient. Auch wenn es scheinbar in Vergessenheit geraten ist, kann man den Einfluss, den es auf erfolgreichere Klassiker des Genres hatte, nicht verleugnen. Eine Empfehlung für jede:n, der:die 1984, Brave New World oder das Genre Dystopien als ganzes mögen
  • Till Metten
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ein fast vergessener Klassiker

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jewgeni Samjatin ist mit "Wir" einer der Pioniere der dystopischen Literatur und soll mit dem gleichnamigen Roman unter anderem George Orwell zu "1984" inspiriert haben. "Wir" wurde stark von Samjatins Leben in der Sowjet Union beeinflusst, es ist sogar das erste Buch, dass dort verboten wurde. Obwohl er erst ein großer Befürworter und Teilnehmer der Oktoberrevolution war, wurde er schnell von der Umsetzung des neuen Systems unter der Parteiführung desillusioniert und schrieb “Wir” als Antwort auf seinen Unmut. Die Kritik führte dazu, dass er von der Parteiführung ein Schreibeverbot auferlegt bekam und das Buch erst 1988 in russischer Originalfassung veröffentlicht wurde, 68 Jahre nach der Verfassung im Jahr 1920 und 64 Jahre nach der Veröffentlichung im Ausland im Jahr 1924. Der Protagonist von “Wir”, D-503, lebt zusammen mit einer genau durchgezählten Menge anderer Nummern im einzigen Staat, in dem das tägliche Leben von einer mathematischen Formel bestimmt wird. Alle stehen zur gleichen Zeit auf, gehen gleichzeitig zur Arbeit, treffen sich auf einen gemeinsamen Mittagsspaziergang, durch die reinen und gleichförmigen Straßen innerhalb der grünen Mauer. Die grüne Mauer wurde errichtet, nachdem die Welt im 200-jährigen Krieg fast untergegangen ist. Innenliegend ist der einzige Staat, der Himmel ist immer blau, es gibt keine Tiere Pflanzen oder andere Formen der Natur mehr und alle Häuser sind aus Glas. Einzig das "Alte Haus" erinnert noch an die Vorwelt wie sie einmal war. D-503 ist nicht nur überzeugt von den Machenschaften des einzigen Staates, er ist auch ein vitaler Teil des Ganzen. D-503 ist nämlich erster Konstrukteur des Integrals, einer Rakete, die die Lebensweise unter dem einzigen Staat zu den anderen Bewohnern der Galaxis bringen und sie somit von Chaos und Unregelmäßigkeiten befreien soll. Zu diesem Zweck soll die Rakete mit Gedichten, Lobhymnen und weiteren Texten über den einzigen Staat gefüllt werden. Deshalb dokumentiert D-503 seine Reise zur Fertigstellung des Integrals und berichtet von allen Vorteilen, die das Leben im einzigen Staat mit sich bringt. Das geht so lange gut, bis er I-330 begegnet, einer aufreizenden weiblichen Nummer, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Gefallen hat mir das Buch sehr gut, das Lesen hat sich für mich allerdings an einigen Stellen etwas sperrig angefühlt und es wurden ein paar veraltete (auch rassistische) Ausdrucksweisen genutzt. Das könnte aber auch an der Übersetzung liegen, in der ich es gelesen habe. Zum Glück schränkt es den Lese Spaß nicht zu sehr ein, den Status als Klassiker vor allem im Genre der Dystopien hat es sich definitiv verdient. Auch wenn es scheinbar in Vergessenheit geraten ist, kann man den Einfluss, den es auf erfolgreichere Klassiker des Genres hatte, nicht verleugnen. Eine Empfehlung für jede:n, der:die 1984, Brave New World oder das Genre Dystopien als ganzes mögen

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von Evgenij Samjatin

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