Zu Beginn des Ersten Weltkrieges schickt der Orientkenner Freiherr Max von Oppenheim eine deutsch-türkische Geheimexpedition auf den Weg von Konstantinopel nach Afghanistan. Ihr Auftrag lautet, den Emir von Afghanistan und die Stämme der Paschtunen im Namen Allahs zum Angriff auf British-Indien zu bewegen. Über 60 Mann sollen mit der Bagdadbahn, zu Pferd und auf Kamelen durch Wüsten und Gebirge ziehen. Der junge Marinefunker Sebastian Stichnote verlässt sein Schiff und schließt sich ihnen an. Am Ende hängt der Erfolg des Plans allein von ihm ab, der mit allem brechen muss, was ihm einst heilig war.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Karlheinz
aus Frankfurt
4/5
17.04.2017
Hörbuch-Download
Unterhaltung pur
Eine Geschichte die fantastischer kaum sein könnte und doch ist es eine wahre Geschichte. Sicherlich hat der Autor vieles rund herum ausgeschmückt, so wie der Protagonist reine Erfindung ist, aber viele Namen, Orte und Handlungen sind wirklich so beteiligt gewesen.
Auf den acht CDs mit 563 Minuten Laufzeit handelt es sich um eine gekürzte Fassung, was manchmal zu merken ist, mich jetzt allerdings nicht gestört hat, denn nach wenigen Sekunden hatte ich den Faden immer wieder gefunden.
Zum besseren Verständnis und gerade am Anfang sinnvoll ist das Personenverzeichnis welches der CD Box beiliegt.
Der erfunden Protagonist passt wunderbar in die reale Handlung hinein und ist sehr anschaulich und gut dargestellt. Er wirkt wie aus dem richtigen Leben gegriffen.
Der Sprecher Frank Stöckle haucht dem Hörbuch Leben ein, auch wenn ich mich gerade am Anfang an den Erzählstil ein wenig gewöhnen musste.
Fazit: Ein gelungenes Hörbuch, das die gute Handlung mit einem auf die Dauer überzeugenden Sprecher vereint.
Bewertung
5/5
13.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Ganz grossartig
Ein spannendes und lehrreiches Buch. Der Autor schafft es, die geschichtlichen Hintergründe mit einer interessanten und spannenden Story zu verknüpfen und erlebbar zu machen. Ich kann es nur empfehlen!
Bewertung
5/5
01.12.2017
Buch (Taschenbuch)
Abenteuer pur!
Historisch fundierter Roman, der den Leser einmal quer durch den Orient während es ersten Weltkriegs nimmt.
Kopetzky verwendet echte Begebenheiten und verpackt sie in einen wunderbar abenteuerlichen Roman.
Tolles Leseerlebnis!
Bewertung
aus Bergisch Gladbach
5/5
25.02.2017
Buch (Taschenbuch)
Hochspannend und sehr lehrreich
Nach Ausbruch des 1 Weltkrieges plante die deutsche Militärführung, zunächst einen raschen Sieg gegen Frankreich zu erreichen um anschließend alle Kräfte für den Feldzug gegen Russland frei zu haben. Der Überfall auf das neutrale Belgien veranlasste jedoch Großbritannien zum Kriegseintritt, was das Kaiserreich vor ein Problem stellte. Neben Österreich hatte man keine starken Verbündeten, und als Italien sich auf die Seite der Entente schlug, war die letzte Hoffnung, das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte zu ziehen, was denn auch gelang. Um England zu schwächen, plante Deutschland die sog. Oskar-Niedermayer-Expedition, welche das Ziel hatte, nach Kabul zu reisen um den Emir von Afghanistan zu bewegen, einen Aufstand der Paschtunenstämme gegen die Briten im heutigen Pakistan anzuzetteln. So sollten die Briten entscheidend geschwächt werden. Dies ist der historische Ausgangspunkt zu diesem sehr spannenden Roman, der eine Vielzahl von bisher wenig bekannten Details erzählt. Anhand von vorwiegend erfundenen Protagonisten wird die wahre Geschichte dieser Expedition erzählt, wobei natürlich auch viel Fantasie des Autors im Spiel ist. Interessant ist auch die Geschichte des Brettspiels, von dem ich bisher nie gehört hatte und wie sich das deutsche Kaiserreich den Islam für seine Kriegsziele zunutze machen wollte. Steffen Kopetzky gelingt mit dem Werk ein historischer Roman, der sprachlich auf hohem Niveau erzählt ist und die Figuren liebevoll und glaubwürdig schildert. Nur das Finale weicht von dem tatsächlichen historischen Geschehen ab. Im Epilog erlaubt sich der Autor ein Gedankenspiel: Was wäre wenn die Expedition, die tatsächlich erfolglos war, geglückt wäre und es tatsächlich zum Paschtunenaufstand gekommen wäre?England hätte sich auf Indien konzentrieren müssen und Kopetzky sieht einen Frieden mit Frankreich bereits 1916, weil beide Gegner einsehen, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. So endet das Buch mit dem Gedanken, wieviel Zufälle doch über den Verlauf der Geschichte bestimmen. Eine unbedingte Leseempfehlung.
Literaturlounge eu
aus Gießen
4/5
12.01.2017
Buch (Taschenbuch)
Vieles war mir nicht so bewußt
Rezension :
Bei dem Namen Risiko, dachte ich zuerst an eines meiner liebsten Brettspiele und was soll ich sagen, die blauen und roten Würfel aus meinem Risikospiel hatten auch dort eine mehr oder weniger völkerverbindende Wirkung, denn beim zusammen spielen lernt man sich ja auch kennen.
Aber das Buch erzählt von der Orientexpedition nach einer Idee von Freiherr Max von Oppenheim. Man wandert mit dem mehr oder weniger tragischen Helden Sebastian Stichnote, einem Funker des Kreuzers Breslau die 5000 Kilometer langen Reise. Er ist mit Leib und Seele Funker und ist eigentlich durch sein strategisches Denken bei dem Spiel Risiko zum Decksoffizier geworden.
Stichnote verliebt sich in eine Albanische Schönheit und nimmt auch gerade deswegen die Aufgabe an, da er hofft, dass er, wenn er die Expedition mit zum Erfolg führt, seine Geliebte schneller wieder in London treffen kann.
Man lernt in diesem Buch viel über die Türkei, Persien und Afghanistan. Ich habe mich des Öfteren dabei erwischt, wie ich eine Landkarte nehme und mir das alles einfach mal ansehe. Es sind alles irgendwie Länder, die man nicht so kennt oder die ich zumindest nicht so kenne.
Herr Kopetzky schafft es, einen an die Hand zu nehmen in eine Zeit, die ich irgendwie in meinem Geschichtsunterricht nie so richtig mitbekommen habe. Da doch meistens die Deutsche Geschichte immer wieder im Unterricht auf den 2. Weltkrieg beschränkt wird. Wenn der 1. Weltkrieg behandelt wird, dann auch wieder als Schwerpunkt die Schlachtfelder um Verdun.
Und Herr Kopetzky schafft es immer wieder, mich neugierig zu machen, mag es die Bagdadbahn sein, von der man vielleicht etwas gehört hat aber mehr auch nicht, oder aber immer wieder seine eindringlichen Beschreibungen, wie es für Stichnote war, wenn er Züge voller Soldaten gesehen hat.
Der Roman zeigt immer wieder Dinge auf, wo ich vorher sagen musste wusste ich nicht. Auch leidet man immer wieder mit. Kopetzky schafft es, einen durch die Salzwüste mitzunehmen.
Ich könnte immer weiter und weiter erzählen, was mich an dem Roman mitgenommen und interessiert hat.
Für mich ist es einfach ein Roman, welchen man als Deutscher einfach mal lesen sollte. Wobei ich einfach sagen muss, man sollte sich Zeit nehmen. Dieser Roman ist es einfach wert, dass man sich mehr oder weniger einschließt mit einem Nachschlagewerk, Landkarten und allem was man noch braucht; etwas zu essen, zu trinken, denn man bekommt alleine schon Durst beim Durchqueren der Wüsten.
Man lernt einiges über die Denkweisen der Moslems und andere Länder. Ich kann nur sagen, es ist einer der Romane, die einen einfach immer wieder zum Nachdenken anleiten, aber auch fesseln, wenn man es schon fertig gelesen hat.
Ich erwische mich noch immer, dass ich bestimmte Dinge noch einmal nachschlagen will. Für mich ist es einfach ein außergewöhnliches Buch, wovon ich gerne mehr haben möchte.
Das ist genau die Sorte Buch, mit dem man sich früher in den Sommerferien in die Hängematte verzogen hat: Kopetzky erzählt vor dem gut recherchierten Hintergrund der geheimen Afghanistan-Expedition im 1. Weltkrieg ein farbenprächtiges Epos mit tragischen Helden, schurkischen Verrätern und durstigen Kamelen... die Schauplätze sind aus der Tagesschau nicht wegzudenken: Istanbul, Aleppo und Kabul! Und ganz nebenbei wird ein Spiel erfunden - oder wird das Schicksal Europas durch ein Brettspiel entschieden?
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