"Nicht wahr, das ist ein lustiges Leben?"
Die Mutter verstorben, der Vater unbekannt: Nach fast einem Jahrzehnt im Waisenhaus flieht Oliver Twist nach London. Auf der Suche nach einem besseren Leben gerät er an Fagin, Anführer einer Diebesbande...
Oliver Twist erschien erstmals 1838 als Charles Dickens zweiter Roman. Seinen großen Erfolg verdankt das Werk vor allem den drastischen und detailreichen Darstellungen der Kinderarbeit während der Frühindustrialisierung.
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Diese Ausgabe des Fabula-Verlages ist eine Beleidigung des Originaltextes. Diese Ausgabe enthält so viele Übertragungs-/Rechtschreibfehler, dass es einem das Lesen verleidet. Die Herausgeber hätten nur einmal den Text lesen müssen, um Fehler wie "Jnge" oder "gehhorchen" zu finden. Pro Seite findet sich mindestens ein unangenehmer Fehler und dazu ist der Text auch noch schlecht gesetzt. Die hinterlegte Leseprobe ist übrigens nicht von fabula sondern von dtv.
= Verschandelung des tollen Textes durch fabula und eine Verschwendung von Papier - leider.
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
28.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Mein Lieblingsbuch
Charles Dickens hat viele gute Bücher geschrieben, aber Oliver Twist ist mein absoluter Favorit. Die Helden sind eher etwas blass, aber der Autor versteht es wie kein zweiter, die Bösewichter psychologisch herauszuarbeiten und in ihren Handlungen verständlich zu machen. Daneben ist der Roman noch eine faszinierende Zeit- und Sittengeschichte des viktorianischen Englands. Einmal im Leben muss man dieses Buch gelesen haben.
birgit_ausm_wald
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
zauberhafte Version
sehr professionelle und lektorierte Version dieses Klassikers. Offensichtlich nicht einfach nur zusammengeschustert.
Und die schönen, sehr schönen Zeichnungen tun noch ihr Übriges
Lia48
5/5
31.10.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesenswerter Klassiker in wunderschönem Gewand!
INHALT:
Eine Frau, von der niemand weiß, woher sie kommt, bringt in einem Armenhaus ein Kind zur Welt. Oliver Twist kämpft sich ins Leben, während seine Mutter stirbt.
So wächst der Junge ohne Eltern unter Hunger und Prügel bis zu seinem neunten Lebensjahr im Armenhaus heran.
Ein Leichenbestatter möchte ihn unter seine Fittiche nehmen. Doch Oliver muss dort viel Häme, Spott, Hunger und Misshandlung erfahren.
Schließlich schleicht er sich davon und begibt sich auf den Weg nach London, in der Hoffnung, dass ihn dort niemand findet. Doch in der Großstadt gerät er in die Hände von Taschendieben, die ihn nicht so schnell gehen lassen wollen…
MEINUNG:
Ich muss zugeben, dies war das erste Mal, dass ich „Oliver Twist“ gelesen habe. Ausschnitte einer Verfilmung hatte ich als Kind mal gesehen, habe sie jedoch nur mehr als vage im Hinterkopf behalten. So hatte ich fälschlicherweise die Erwartung gehabt, dass es sich bei dem Buch um ein Werk für Kinder handelt. Dem würde ich, nachdem ich es nun gelesen habe, eher widersprechen. Die hier von Carl Kolb übersetzte und von Janika Krichtel bearbeitete Fassung beinhaltet stolze 360 Seiten in nicht unbedingt einfacher Ausdrucksweise. Ich habe den Anfang der Geschichte mit anderen Ausgaben verglichen – mir als Erwachsene gefällt die hiesige, die weniger Schachtelsätze besitzt als andere, recht gut. Doch wie für viele Klassiker typisch, beinhaltet auch diese Ausgabe eine eher anspruchsvolle und zum Teil altertümliche Sprache. Dadurch benötigt man beim Lesen Pausen, die sich zwar durch die in 54 Kapitel unterteilte Geschichte einerseits leicht vollziehen lassen, einen andererseits aber aus dem Lesefluss bringen können. So hatte ich nach jeder Unterbrechung Schwierigkeiten, die jeweiligen Namen zuzuordnen. Ich denke jedoch, jetzt, da ich die Geschichte kenne, würde ich mich damit viel einfacher tun, wenn ich das Buch noch einmal lesen würde.
Auch bei der Handlung hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, ein Kinderbuch zu lesen. Zumindest gibt es Mord & Totschlag und immer wieder wird Leuten mit dem Galgen gedroht.
Der Verlag empfiehlt das Buch für Kinder ab 10 Jahre – ich denke, bei Kindern sollte man hier individuell schauen, ob es wirklich passt.
Gerne möchte ich das Buch jedoch Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen, die sich an einen Klassiker heranwagen wollen. Durch die hochwertige Aufmachung eignet sich das Buch auch toll als besonderes Geschenk und wird sicherlich gerne in die Hand genommen!
Das große Highlight sind für mich bei dieser bebilderten Ausgabe die detailreichen, düsteren, eher dunkel gehaltenen aber gleichzeitig wunderschönen Illustrationen von Lev Kaplan. Sie wirken bedrückend, bewegen und unterstützen die Atmosphäre des Buches hervorragend, in dem es viel um Armut, Misshandlung, Leid und Kriminalität geht.
Insgesamt ist mir Oliver sehr ans Herz gewachsen und ich konnte viel Mitgefühl für ihn entwickeln. Trotzdem war er mir vor allem gegen Ende etwas zu passiv, während um ihn herum so viel geschehen ist.
Auch andere Figuren hätten meiner Meinung nach noch mehr Ecken und Kanten vertragen können. Gut & Böse war mir hier etwas zu schwarz-weiß dargestellt.
Zwar gab es für mich im Mittelteil ein paar Längen, doch das erste und das letzte Drittel der Geschichte, fand ich sehr spannend.
Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und ich hoffe sehr, dass es auch bei anderen Lesern noch auf Begeisterung treffen wird!
FAZIT: Vielleicht bin ich von Dickens Figuren nicht restlos begeistert, trotzdem finde ich die Geschichte interessant und habe ihren Verlauf gerne verfolgt. Zudem bin ich erfreut darüber, dass ich den Klassiker in dieser wunderschönen Ausgabe kennenlernen durfte. Die eindrucksvolle Bebilderung macht das Buch für mich besonders, weshalb ich es gerne Jugendlichen und Erwachsenen ans Herz legen möchte! 4,5/5 Sterne
Pink Anemone
aus Wien
4/5
11.12.2017
Buch (Taschenbuch)
Ein Klassiker zum Lachen, Weinen und Mitfiebern in der typischen spitzfindigen und sozialkritischen Art Charles Dickens.
Oliver Twist war schon zu Lebzeiten einer der populärsten Romane von Charles Dickens. Dieser wurde von 1837 bis 1839 in 24 Folgen als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift „Bentley’s Miscellany“ herausgebracht.
Bereits 1838 erschien die erste Buchausgabe und diese wurde bereits damals in viele Sprachen übersetzt. Noch bis kurz vor Charles Dickens Tod 1870, hielt dieser Lesungen zu diesem Roman abVon dieser Popularität hat dieser Roman bis heute nichts eingebüßt. Es werden immer weitere Neuerscheinungen publiziert, es gibt unzählige Bühnenstücke und auch den Weg zum Film hat dieser Roman gefunden und ich bin mir sicher, daß diese Faszination noch lange anhalten wird.
Ich persönlich bin allgemein von Charles Dickens, von seinen Romanen und Kurzgeschichten fasziniert und es vergeht kein Weihnachten, an dem ich keinen Charles Dickens-Roman lese. Daher ist es für mich schwer eine Rezension zu verfassen, die dem Schriftsteller und in diesem Falle auch dem kleinen Oliver Twist, gerecht wird. Ich entschuldige mich schon im Voraus, falls ich diese Aufgabe nicht erfüllen sollte.
Und nun begeben wir uns in die Welt des kleinen Oliver Twist.
Fast jeder kennt die Geschichte rund um Oliver Twist, welcher in bitterer Armut zuerst im Waisenhaus und anschließend im Arbeitshaus aufwuchs und dabei Zeit seines jungen Lebens von kaltherzigen Aufsehern schikaniert und misshandelt wurde.
Selbst als er in die Lehre eines Bestatters kommt, nimmt sein Leid kein Ende. Schließlich flüchtet der kleine Oliver nach London.
In den düsteren Slums der Großstadt fällt der Junge dem gerissenen, wie auch skrupellosen Fagin in die Hände. Dieser ist so etwas wie der Don einer kleinen Diebesbande, mit allen Wassern gewaschen und ein wahrer Puppenspieler, wenn es darum geht andere dahingehend zu manipulieren damit sie das tun was er will.
Dieser hat schon ein nahezu seltsame ausgeprägtes Interesse aus Oliver einen Verbrecher zu machen. Dieses Interesse scheint mit der Herkunft des Jungen zu tun zu haben. Woher stammt Oliver wirklich und wer waren seine Eltern?…(persönliche Inhaltsangabe)
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Man mag es kaum glauben, aber Charles Dickens hat viel Autobiographisches in diese Geschichte fließen lassen.
Er selbst wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und sein Vater saß im Marshalsea-Schuldgefängnis ein, nahm die Familie mit und Charles wurde gezwungen in einer Fabrik zu arbeiten.
Dies ist auch der Grund der äußerst realistischen und präzisen Schilderungen der Verhältnisse in Armenhäusern, der unmenschlichen und kaltherzigen Behandlung von Armen und Schwachen, sowie des kriminellen Milieus. Als unpolitischer Moralist war es Dickens daher ein Anliegen diese Verhältnisse in seinen Romanen offen zu legen. Dies ist seine Art auf das vom Parlament beschlossene Armengesetz, in der materielle Zuwendungen an Bedürftige abgeschafft wurden, zu reagieren.
Auf seine satirische und humoristische Art werden hier die ausführenden Organe, sowie die höhere Gesellschaft an den Pranger gestellt. Dies auf so skurrile und sarkastische Art und Weise, sodass man als Leser des Öfteren ein Schmunzeln auf den Lippen hat. Charles Dickens besaß wirklich einen sehr schwarzen und bösen Humor.
Doch auch die packende Erzählweise und der Handlungsverlauf machen diesen Roman zu etwas besonderem. Dickens schafft es am Ende eines jeden Kapitels einen Cliffhanger einzubauen und die Handlung selbst entwickelt sich im Verlauf immer mehr zu einem spannenden Thriller. Hier macht Dickens auch nicht Halt einen brutalen Mord sehr bildhaft zu beschreiben, was ich bisher so überhaupt nicht von ihm kannte.
Aber auch herzzerreißende und zu Tränen rührende Szenen sind inbegriffen, sowie melodramatische Szenen.
Die Charaktere mögen zwar etwas überzeichnet und befremdlich sentimental wirken – die Guten sind unerträglich tugendhaft, die Bösen abgrundtief böse – aber auch dies trägt dazu bei, sich in die Zeit Charles Dickens versetzen zu lassen.
Doch trotz durchaus stellenweise spannender Szenen, die an einen Thriller erinnern, besticht der Roman eher weniger durch den Plot, als durch die Thematisierung der damaligen Verhältnisse und Zustände der ärmlichen Bevölkerung und der Behandlung dieser durch die Gesellschaft. Dies erkennt man vor allem gegen Ende des Romans an der scheinbar wirren Zusammenführung der Handlungsstränge und der darauffolgenden Auflösung, mit der ich nicht ganz so glücklich bin.
Die Übersetzung dieser Aufgabe durch Gustaf Meyrink (1868-1932 / Österreichischer Schriftsteller [„Der Golem“] und Übersetzer). ist meiner Meinung nach die beste der bisher von mir gelesenen. Und das, obwohl dieser sehr viel mehr Sozialkolorit einbringt als es Charles Dickens getan hat.
Meyrink bringt verschiedene Dialekte ein wie z.B. die typische Gossen- und Gaunersprache, welche sehr starke Züge des österreichischen Dialekts aufweist, sowie den typischen „jiddischen“ Slang. Dies ließ mich zusätzlich zu Charles Dickens‘ Sarkasmus mehrmals schmunzeln.
Diese Ausgabe enthält auch 24 Illustrationen der Erstausgabe von dem damals sehr bekannten Karikaturisten George Cruikshank (1792-1878).
Die dtv-Ausgabe beinhaltet auch ein äußerst interessantes Nachwort bezüglich der Entstehungsgeschichte dieses Romans, sowie eine biographische Zeittafel von Charles Dickens. Ein ausschlaggebender Grund für mich mir immer öfter einen Klassiker aus diesem Verlag zu zulegen.
Fazit:
Ein wunderschöner Dickens-Klassiker, der einem lachen, weinen und mitfiebern lässt und so viel mehr enthält als nur die Geschichte eines armen Waisenjungen. Es ist sozialkritischer Realismus mit humoristischen Zügen, der einem zum Nachdenken anregt.
Daher eine absolute Leseempfehlung für alle Klassik-Liebhaber und solche die es werden wollen.
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5/5
27.01.2014
Buch (Taschenbuch)
Einer dieser Klassiker... aber was für einer!
Die Bemühungen eines mittellosen Findelkindes, ein gutes Leben zu führen: Charles Dickens berühmter Roman ist auch heute noch uneingeschränkt aktuell. Vom Waisenhaus ist es für Oliver kein langer Weg in die Fänge eines Hehlers, der Kinder zum Stehlen anstiftet und sie dafür verköstigt. Ohne eine Möglichkeit zur Flucht muss er wider Willen das Diebeshandwerk erlernen und an Einbrüchen teilnehmen bis es eines Tages bei einem misslungenen Einbruchsversuch zur Katastrophe kommt
Immer wieder eine klare Leseempfehlung und einer dieser Romane, die man ein Mal im Leben gelesen haben muss!
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