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Böses Denken

Originalausgabe

Buch (Gebundene Ausgabe)

22,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Die Philosophin Bettina Stangneth, die mit ihrem Buch über den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann («Eichmann vor Jerusalem») international die Debatte über das Böse neu entfacht hat, stellt eine unbequeme Frage: Haben wir wirklich das Recht zu jedem Gedanken oder braucht auch das Denken eine Ethik?

Die Gedanken sind frei und jeder, der selber zu denken lernt, wird so frei werden wie sie. Das glauben wir jedenfalls. Weil wir fest davon überzeugt sind, dass es einen Zusammenhang zwischen Denken und Moral gibt, fordern Philosophen seit dem 18. Jahrhundert dazu auf, alles zu bedenken, eigene Überzeugungen zu entwickeln und konsequent danach zu handeln. Wer denkt, so hoffen wir, der mordet nicht. Wer aufrichtig seinen Überzeugungen folgt, macht die Welt besser. Aber dann kam das 20. Jahrhundert und mit ihm der organisierte Massenmord, die Tat der denkenden Mörder. Und es kamen die Selbstmordattentäter, die alles andere als gedankenlos sind und dennoch töten.

Dieser elegant geschriebene Essay erklärt und erweitert klassische Konzepte des Bösen, denn wer das Böse bekämpfen will, muss es zunächst einmal erkennen. Es kommt schon lange nicht mehr nur als dummer Barbar, sadistischer Schläger oder gedankenloser Bürokrat daher, sondern mit verführerisch schlüssigen Argumenten. So sehr wir es uns auch gewünscht haben: Für uns Menschen ist nichts jenseits von Gut und Böse. Noch nicht einmal das Denken.

Ihr Buch ist eine Einladung zum Denken – zum konsequenten Denken, was heißt: zum Denken mit moralischen Konsequenzen. Es ist deshalb vielleicht die wichtigste Neuerscheinung dieses Jahres. ("Die Welt")
Bei dieser Kant-Interpretin schreitet Philosophie nicht als Meditation daher, sondern wirbelt die eigenen Gewissheiten auf. Eine herausfordernde Reflexion über das Böse, die aktueller nicht sein könnte. ("Der Tagesspiegel")

Bettina Stangneth, geboren 1966, ist unabhängige Philosophin. Sie studierte in Hamburg Philosophie und promovierte über Immanuel Kant und das Radikal Böse. Für ihr Buch «Eichmann vor Jerusalem» erhielt sie 2011 den NDR-Kultur-Sachbuch-Preis; die New York Times zählte es zu den besten Büchern des Jahres. Bei Rowohlt erschienen zuletzt ihre hochgelobten Essays «Böses Denken» (2015), «Lügen lesen» (2017) und «Hässliches Sehen» (2019).

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2016

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2016

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/2,2 cm

Gewicht

332 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-06158-6

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Annette W.

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3/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Blick in menschliche Abgründe ist beklemmend. Weggucken hilft da nicht, nur konsequentes ,moralisches Denken,. Das Gute muss bewahrt werden. Lohnende Studie!
3/5

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Der Blick in menschliche Abgründe ist beklemmend. Weggucken hilft da nicht, nur konsequentes ,moralisches Denken,. Das Gute muss bewahrt werden. Lohnende Studie!

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