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Band 2183

Toleranz Ein philosophischer Kommentar

Aus der Reihe Theorie und Gesellschaft

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.05.2016

Herausgeber

Eva Buddeberg + weitere

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

354

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/2 cm

Gewicht

295 g

Auflage

2

Übersetzt von

Eva Buddeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29783-4

Beschreibung

Rezension

»... eine Schrift, die zu den wichtigsten Werken der neuzeitlichen Toleranzphilosophie gehört.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Vor allem aber ist die Aktualität von Bayles Schrift unabgegolten, und mehr denn je in diesen Tagen, in denen nicht nur Toleranz überhaupt, sondern gerade auch religiöse Toleranz hüben und drüben zwischen die Mahlsteine der Fundamentalisten gerät ...« ("Frankfurter Rundschau")
»Insgesamt legen die Herausgeber eine verdienstvolle Edition vor, die die wertvollen Arbeiten von Rainer Forst zum Thema Toleranz erfreulich ergänzen.« ("Theologische Literaturzeitung")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.05.2016

Herausgeber

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

354

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/2 cm

Gewicht

295 g

Auflage

2

Übersetzt von

Eva Buddeberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29783-4

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  • "Eva Buddeberg und Rainer Forst



    Zur Einleitung: Pierre Bayles Theorie der Toleranz



    Pierre Bayle



    Toleranz



    Vorrede



    Mehrere Bemerkungen, die sich von denen des Kommentars unterscheiden



    Philosophischer Kommentar zu folgenden Worten des Evangeliums nach Lukas, Kapitel 14, Vers 23: Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf dass mein Haus voll werde



    Erster Teil



    Die Zurückweisung der wortgetreuen Auslegung dieser Passage



    Erstes Kapitel



    Dass das natürliche Licht oder die allgemeinen Grundsätze unserer Erkenntnisse der formgebende und ursprüngliche Maßstab aller A



    uslegung der Heiligen Schrift, besonders in Bezug auf die Sitten, sind



    Zweites Kapitel



    Erste Widerlegung der wortgetreuen Auslegung der Worte Nötige sie hereinzukommen mit der Begründung, dass sie den ganz eindeutigen Ideen des natürlichen Lichts widerspricht



    Drittes Kapitel



    Zweite Zurückweisung derselben wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie dem Geist des Evangeliums widerspricht



    Viertes Kapitel



    Dritte Widerlegung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass diese die Grenzen zunichtemacht, die Gerechtigkeit von Ungerechtigkeit trennen, und das Laster in Tugend verkehrt und so zum Zerfall der Gesellschaften führt



    Fünftes Kapitel



    Vierte Widerlegung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie den Ungläubigen einen sehr plausiblen und sehr vernünftigen Vorwand liefert, keine Christen in ihr Land zu lassen und sie aus allen Orten zu verjagen, an denen sie sie finden



    Sechstes Kapitel



    Fünfte Zurückweisung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass für ihre Umsetzung Verbrechen unvermeidlich sind und dass es keine Entschuldigung ist zu sagen, man bestrafe die Ketzer nur, weil sie gegen Erlasse verstoßen haben



    Siebtes Kapitel



    Sechste Zurückweisung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie der christlichen Religion ein starkes Argument nimmt, dessen sie sich gegen den Islam bedient



    Achtes Kapitel



    Siebte Zurückweisung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie den Kirchenvätern lange unbekannt war



    Neuntes Kapitel



    Achte Widerlegung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie die Klagen der ersten Christen gegen die heidnischen Verfolgungen gegenstandslos macht



    Zehntes Kapitel



    Neunte und letzte Zurückweisung der wortgetreuen Auslegung mit der Begründung, dass sie die wahren Christen einer dauerhaften Unterdrückung aussetzen würde, ohne dass man irgendetwas a



    nführen könnte, was diese Entwicklung aufhalten könnte, außer dem, was der Grund für den Kampf zwischen den Verfolgern



    Zweiter Teil



    Die Antwort auf mögliche Einwände gegen das oben Bewiesene



    Erstes Kapitel



    Erster Einwand. Man wendet keine Gewalt an, um das Gewissen zu zwingen, sondern um diejenigen wachzurütteln, die die Prüfung der Wahrheit ablehnen. Der Trugschluss eines solchen Gedankens. Prüfung dessen, was man Verstocktheit nennt



    Zweites Kapitel



    Zweiter Einwand. Die wortgetreue Auslegung wird dadurch abscheulich, dass man Gottes Wege nach dem Maßstab menschlicher Wege beurteilt: Sobald Menschen aus Leidenschaft handeln, beeinträchtigt das ihr Urteilsvermögen; doch daraus folgt nicht, dass Gott darin nicht durch die wunderbaren Kräfte seiner Vorsehung sein Werk vollbringt. Über die Falschheit dieses Gedankens und über die gewöhnlichen Auswirkungen von Verfolgungen



    Drittes Kapitel



    Dritter Einwand. Man verschärft die Dinge böswillig, indem man das von Jesus Christus gebotene Nötigen mit der Vorstellung von Schafott, Rad oder Galgen gleichsetzt, statt nur, wie man sollte, von Geldstrafen, von Verbannungen und anderen kleinen Widrigkeiten zu sprechen. Über die Absurdität dieser Ausrede und darüber, dass, wenn man eine wortgetreue Auslegung zugrunde legt, die Todesstrafe plausibler ist als die Misshandlungen, die Plünderungen und die Verhaftungen, von denen man in Frankreich Gebrauch gemacht hat



    Viertes Kapitel



    Vierter Einwand. Man kann die wortgetreue Auslegung der Worte Nötige sie hereinzukommen nicht verurteilen, ohne gleichzeitig auch die von Gott den Juden gegebenen Gesetze und das Verhalten zu verurteilen, das die Propheten bei mehreren Gelegenheiten gezeigt haben. Inkongruenz und besondere Gründe für das alte Gesetz, die für das Evangelium keine Anwendung finden



    Fünftes Kapitel



    Fünfter Einwand. Die Protestanten können die wortgetreue Auslegung der Aufforderung zur Nötigung nicht beanstanden, ohne die weisesten Herrscher und Kirchenväter, ja ohne sich selbst zu verurteilen, denn sie dulden andernorts keine anderen Religionen, und sie selbst haben manches Mal Ketzer – beispielsweise Servetus – zum Tode verurteilt. Die Täuschung derer, die diesen Einwand machen: besondere Gründe, die Papisten nicht zu tolerieren



    Sechstes Kapitel



    Sechster Einwand. Toleranz zu lehren kann einen Staat nur in Wirren aller Art stürzen und zu einem grauenhaften Gemisch von Sekten führen, die das Christentum entstellen. – Antwort auf diesen Gedanken. In welchem Sinne sollten Fürsten der Kirche fürsorgliche Väter sein



    Siebtes Kapitel



    Siebter Einwand. Man kann den Zwang in der wortgetreuen Auslegung nicht bestreiten, ohne eine allgemeine Toleranz zuzugestehen. Antwort darauf, und dass die Schlussfolgerung wahr, jedoch nicht absurd ist. Prüfung der Einschränkungen, die einige Verfechter einer teilweisen Toleranz fordern



    Achtes Kapitel



    Achter Einwand. Man verunglimpft die wortgetreue Auslegung des Zwanges auf bösartige Weise, indem man irrtümlich unterstellt, sie legitimiere Gewaltakte gegen die Wahrheit. Die Antwort darauf zeigt, dass die wortgetreue Auslegung in der Tat Verfolgungen, die sich gegen die Sache der Wahrheit richten, gutheißt und dass ein Gewissen, das sich irrt, dieselben Rechte wie ein einsichtiges Gewissen hat



    Neuntes Kapitel



    Prüfung einiger Einwände gegen das, was im vorangehenden Kapitel über das Recht des irregeleiteten Gewissens dargelegt wurde. Bestätigung dieses Rechts anhand von Beispielen



    Zehntes Kapitel



    Fortsetzung der Antwort auf die Schwierigkeiten in Bezug auf das Recht des irregeleiteten Gewissens. Prüfung der oft geäußerten Ansicht, dass Ketzer unrecht haben, wenn sie gegen ihre Verfolger Vergeltung üben. Argumente, dass ein irregeleitetes Gewissen manchmal, wenn auch nicht immer, diejenigen, die ihm folgen, entlasten kann



    Elftes Kapitel



    Ergebnis dessen, was in den zwei vorangegangenen Kapiteln bewiesen wurde und zumindest eine Zurückweisung der Interpretation von Zwang



    Danksagung der Übersetzerin"