Felix Nasmyth hat alles hingeschmissen: Er ist raus aus Kinderchor und Schulorchester, hat der Kirche den Rücken gekehrt, das Studium abgebrochen, geheiratet und sich scheiden lassen. Jetzt mühen er und seine Freunde sich in den abgelegenen Bergen von Kalifornien einen ganzen Sommer lang mit dem Anbau von Hanf ab. Danach wollen sie ernten und eine halbe Million Dollar einsacken. Doch sie haben nicht mit schnüffelnden Nachbarn, sintflutartigen Regenfällen, Felix‘ neuer Liebe und einem lästigen Drogenfahnder gerechnet … Dreist, witzig und spannend: Die Neuübersetzung dieses Romans über drei schräge Typen und ihren Traum vom leichten Geld hat alles, was einen echten Boyle ausmacht.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Nach „Sprich mit mir“ mein zweiter Boyle. Dieses Buch hat es auf jeden Fall direkt nach ganz weit oben in der Liste meiner Lieblingsbücher geschafft.
Das Buch ist extrem facettenreich und enthält von urkomischen, über spannende bis hin zu philosophischen Passagen alles was ich mir von einem guten Roman wünsche. Boyles genialer Schreibstil macht es zu einem puren Lesevergnügen.
Absolute Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
28.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Der Traum vom großen Geld...und seine Tücken!
Innerhalb von wenigen Monaten eine halbe Millionen verdienen? Dazu noch steuerfrei?
Klingt doch mehr als verlockend!
Das denken sich auch Felix und zwei seiner Kumpel und werden Betreiber einer Hanfplantage...ob das gut geht?
Dieses Buch besticht mit seinem einzigartigen Humor und der Komplexität der Geschichte! T.C. Boyle ist ein Meister der Wörter! Sehr starker Roman aus den Anfängen Boyles!
Lesen, lesen, lesen!
Bories vom Berg
aus München
3/5
05.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Nur Unterhaltung Als einer…
Nur Unterhaltung Als einer seiner frühen Romane bestätigt «Grün ist die Hoffnung» geradezu archetypisch das narrative Konzept des amerikanischen Schriftstellers T. C. Boyle, Komik sei seine Art, mit Tragik und Verzweiflung umzugehen. Schon im ironischen Titel dieses Romans deutet «Grün» auf Pflanzen hin und «Hoffnung» auf ein Scheitern. Konkret geht es um den illegalen Anbau von Marihuana, mit dem ein alternder Hippie reich zu werden hofft, der Spoiler ist hier also schon im Buchtitel enthalten. Was den Lesegenuss aber keineswegs schmälert, denn wie es dazu kommt, das ist das Thema dieses amüsanten Buches, frei nach Konfuzius also: «Der Weg ist das Ziel». Der 31jährige Ich-Erzähler Felix aus San Francisco, der sich als Arbeitsloser mehr schlecht als recht mit Haus-Renovierungen durchschlägt und ständig in Geldnöten ist, bekommt eines Tages zu später Stunde überraschend Besuch von seinem alten Freund Vogelsang. Der unterbreitet ihm das Angebot, auf einer von ihm erworbenen, einsam gelegenen und seit zwanzig Jahren nicht mehr bewirtschafteten Farm Nord-Kaliforniens in der kommenden Saison illegal Marihuana anzubauen. Dabei würde für Felix ein Gewinn von einer halben Million Dollar herausspringen. Felix nimmt dieses verlockende Angebot ohne Zögern an, holt seine Freunde Gesh und Phil mit ins Boot, um ihm zu helfen, und bietet ihnen jeweils ein Drittel seines Anteils dafür an. Alle Drei malen sich aus, wie sie künftig als reiche Männer das Leben genießen würden. Begeistert starten sie ins «Sommerlager», wie sie ihr ländliches Domizil in der Nähe von Willits für die nächsten neun Monate verharmlosend bezeichnen. Vogelsang hat einen Botaniker engagiert, der den drei Großstädtern sporadisch bei der ungewohnten Landarbeit zur Seite steht und für alles Fachliche zuständig ist. Die so frohgemut angetretene und streng geheime Unternehmung steht von Anfang an unter einem Unglücksstern, beginnend bei einer Polizeikontrolle auf dem Highway, wo Felix mit einem sadistischen Polizisten aneinander gerät und nun befürchten muss, dass der ihn künftig äußerst argwöhnisch beobachten wird. Auch der neugierige Nachbar in der ländlichen Einöde stellt eine Gefahr dafür dar, dass ihr Unternehmen auffliegt, weil er sie bei der Polizei anzeigt. Zudem läuft ein neues Programm des Staates zur Bekämpfung des Marihuana-Anbaus an, das stärkere Kontrollen aus der Luft einschließt. Und auch die mühevolle Arbeit mit dem Einzäunen der Anbauflächen, dem Ausheben von zweitausend Pflanzlöchern, dem Heranziehen der Samen in ihrem improvisierten Gewächshaus gestaltet sich schwierig und wird von allerlei Rückschlägen begleitet. Immer wieder ist Felix kurz davor, alles hinzuschmeißen und der trostlosen Hölle ihrer äußerst primitiven, vermüllten, vor Schmutz strotzenden Unterkunft zu entfliehen. Denn auch der zu erwartende Gewinn schrumpft von Rückschlag zu Rückschlag dramatisch zusammen. Das geht so bis zur vorzeitigen Noternte in einem herbstlichen Dauerregen, der den Ertrag letztendlich auf eine lächerliche Menge reduziert und sie dazu zwingt, die Trocknung der Pflanzen schließlich in der kleinen Wohnung von Felix in San Francisco vorzunehmen. Alles endet im Desaster, und es stellt sich auch heraus, dass Vogelsang sie hinters Licht geführt hat, er allein hat durch den Verkauf des Anwesens einen satten Gewinn eingefahren. Einziger Lichtblick bleibt für Felix, dass er dort in den nahen Ortschaft Willits eine nette Frau kennen gelernt hat, und frustriert kehrt er am Ende dorthin zurück. Mit einer Überfülle von nicht immer gelungenen Metaphern erzählt der Autor seine klug ausgedachte Geschichte dreier Underdogs, die von einem aalglatten, undurchschaubaren, aber eben auch charismatischen Gauner bös hereingelegt werden. Die in einer leicht lesbaren, nüchternen Sprache verfasste Story ist originell und unterhaltsam. Sie entspricht damit dem erklärten Motto des Autors: «Literatur kann in jeder Hinsicht großartig sein, aber sie ist nur Unterhaltung». Und genau das trifft hier auch zu!
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5/5
27.07.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Witziger Roman um zwei Loser,...
Witziger Roman um zwei Loser, die mit selbst gepflanztem Marihuana reich werden wollen. Dumm nur, wenn die Natur, ein Drogenboss, die Polizei und die Liebe dazwischen funken.
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5/5
26.06.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Manchmal geht einfach alles in Rauch auf...
Nach "Wassermusik" legt der Hanser Verlag hier ein weiteres Frühwerk von T. C. Boyle in neuer Übersetzung vor. Diese ist mehr als gelungen, der Roman gewinnt dadurch noch zusätzlich...
Die Handlung: Wenn drei Leute, nicht unbedingt die hellsten Kerzen im Leuchter, beschließen, auf die schnelle und einfache Tour reich zu werden, in dem sie eine, natürlich illegale, Hanfplantage irgendwo in den Bergen bei San Francisco anlegen, die Pflanzen hegen und pflegen, dann ernten und zum Schluß selber verkaufen wollen, klingt das doch gut, oder? Wenn man allerdings keine Ahnung von irgend welcher Gartenarbeit hat, und dann noch dem örtlichen Drogen-Kartell in die Quere kommt, wird es knifflig....
"Grün ist die Hoffnung" ist Boyles komischster und überdrehtester Roman überhaupt - geschrieben, als der Autor selbst in einem Interview sagte: "Mit einem Roman ist es wie bei einem Rockkonzert - Du musst die Leute zum tanzen bringen, oder sie werfen dir Bierdosen an den Kopf!"
Er hat sich dran gehalten - man tanzt beim lesen :-)
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4/5
28.06.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Körperliche Arbeit an der frischen...
Körperliche Arbeit an der frischen Luft, der Duft frischen Grases am Morgen, zarte Blüten der Hoffnung ... Ein humorvoller und weiser Roman über Hoffnung, Ambition und Scheitern.
Felix hat es echt nicht leicht, es läuft einfach alles schief. Da erhält er dieses unglaubliche Angebot mit Freunden in den abgelegenen Bergen von Kalifornien, eine riesige Menge Gras anzubauen. Leider läuft es überhaupt nicht so, wie es geplant war!
Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, welches man alle paar Jahre immer wieder lesen will! Selten so gelacht bei einer Lektüre!
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