Berlin 1936

Berlin 1936

Sechzehn Tage im August

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

19397

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

02.05.2016

Beschreibung

Rezension

"Ein rasantes Porträt. Historische Quellen so lebendig zu machen ist ein Gewinn für den Leser."

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Verkaufsrang

19397

Erscheinungsdatum

02.05.2016

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

8842 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641156862

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Deutsche Geschichte - absolut lesenswert!

Bewertung am 24.07.2020

Bewertet: eBook (ePUB)

Berlin 1936 - sechzehn Tage im August. Oliver Hilmes entwirft ein großartiges Zeit-Bild der Olympiade in Berlin. Vom Regime sind die Spiele perfekt inszeniert, um der Welt Sand in die Augen zu streuen und das Bild der friedliebenden Deutschen vorzugaukeln. Die Nazis laden zu großen internationalen Festen ein, der „Stürmer“ wird nicht auf der Straße verkauft, in den täglichen Anweisungen der Reichspressekonferenz wird eine „ausgewogene“ Berichterstattung angemahnt. Aber die Realität ist eine andere. Hitler und seine Gefolgsleute bereiten schon den Krieg vor. Rund um Berlin entstehen Konzentrationslager, Regimekritiker und Juden sind bedroht. Holmes beschreibt diese Zeit der Gegensätze sehr lebendig anhand historischer Geschehnisse und kleiner Geschichten aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Menschen der Zeitgeschichte. Nazi-Prominenz, Künstler, Gastronomen, einfache Leute und natürlich auch Sportler. Als Leser wird man mitgenommen in dieses Spannungsfeld aus ausgelassenem Feiern und Weltoffenheit auf der einen und dem drohenden Unheil und Schrecken auf der anderen Seite.

Deutsche Geschichte - absolut lesenswert!

Bewertung am 24.07.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Berlin 1936 - sechzehn Tage im August. Oliver Hilmes entwirft ein großartiges Zeit-Bild der Olympiade in Berlin. Vom Regime sind die Spiele perfekt inszeniert, um der Welt Sand in die Augen zu streuen und das Bild der friedliebenden Deutschen vorzugaukeln. Die Nazis laden zu großen internationalen Festen ein, der „Stürmer“ wird nicht auf der Straße verkauft, in den täglichen Anweisungen der Reichspressekonferenz wird eine „ausgewogene“ Berichterstattung angemahnt. Aber die Realität ist eine andere. Hitler und seine Gefolgsleute bereiten schon den Krieg vor. Rund um Berlin entstehen Konzentrationslager, Regimekritiker und Juden sind bedroht. Holmes beschreibt diese Zeit der Gegensätze sehr lebendig anhand historischer Geschehnisse und kleiner Geschichten aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Menschen der Zeitgeschichte. Nazi-Prominenz, Künstler, Gastronomen, einfache Leute und natürlich auch Sportler. Als Leser wird man mitgenommen in dieses Spannungsfeld aus ausgelassenem Feiern und Weltoffenheit auf der einen und dem drohenden Unheil und Schrecken auf der anderen Seite.

Unterhaltsames gelungenes Kaleidoskop

Bewertung aus Kronberg am 11.01.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Berlin 1936" ist ein unterhaltsames Kaleidoskop aus verschiedenen Schicksalen, die sich während der Olympiade jenes Jahres in Berlin abspielten. Jedem der 16 Olympiatage ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das stets mit dem Wetterbericht und einer Fotografie beginnt. Dies sind die einzigen Konstanten, ansonsten erwartet uns in jedem Kapitel eine unterhaltsame, stetig wechselnde Mischung. Der Text berichtet über eine Vielzahl von Menschen und dem, was sie an jenem Tag erlebten, verwebt dies mit Informationen über bekannte Berliner Hotels, Bars oder Restaurants und einem allgemeinen Stimmungsbild. Durchsetzt ist dieser Text von gelegentlichen Tagesmeldungen der Polizei, internen Anordnungen, Zitaten aus Zeitschriften- oder Zeitungsartikeln und anderem - diese originalen Wortlaute sind ausgesprochen erhellend. Ich fand die Mischung gut gelungen und unterhaltsam, weil auf diese Art so viele unterschiedliche Eindrücke aufeinandertrafen. Durch diese abwechslungsreiche Erzählweise und den eingängigen Schreibstil läßt sich das Buch gut lesen. Auch die Personen, von denen wir hier erfahren, sind gänzlich unterschiedlich. Es sind die ganz normalen Bürger der Stadt, ausländische Gäste, Sportler, Naziprominenz, Personen des Nachtlebens. Ich hätte mich gefreut, wenn der Fokus etwas mehr auf den ganz normalen Menschen gelegen hätte, aber das ist wahrscheinlich auch eine Frage der vorhandenen Quellen. Ein wenig gestört hat mich allerdings, daß dem Schriftsteller Thomas Wolfe so unverhältnismäßig viel Platz gewidmet wurde. Sicher ist seine innere Reise vom unkritischen Touristen zu jemandem, der die Monstrosität der braunen Diktatur allmählich begreift, interessant. Aber es ist bei weitem nicht die interessanteste Geschichte in diesem Buch und sie wird zudem mit unnötiger Detailfreude und viel Nebensächlichem erzählt. Auch die Abstecher nach Spanien, wo die Nazis sich auf ihren brutalen Eingriff den dortigen Konflikt vorbereiten, hielten sich mit nebensächlichen Details auf und waren für ein sich auf Berlin konzentrierendes Buch unnötig. Die zahlreichen Empfänge und Feiern der Naziprominenz glichen sich ein wenig zu sehr, um so ausführlich beschrieben zu werden. So gab es also einige Abschnitte, die mich weniger fesselten, dafür aber sehr viele, die ich ausgesprochen interessant und unterhaltsam fand. Oliver Hilmes gelingt eine gute Balance zwischen unterhaltsamen Betrachtungen, amüsanten Anekdoten und der dunklen Seite des Regimes. Auch die damaligen Aussagen über Geschehen und Leute sind aufschlußreich. So schüttelt es einen, wenn der massenmordende Diktator mehrfach als gütig aussehend beschrieben wird oder wenn Amerikaner, die vor der Olympiade untersuchen sollen, ob deutsche jüdische Athleten von der Olympiateilnahme ausgeschlossen werden, sich selbst als Antisemiten - und "nebenbei" noch Rassisten - erweisen und ihren Auftrag halbherzig bzw. gar nicht ausführen. Dann liest man das Lob der Berliner Zeitungen, die die olympischen Spiele als "die schönsten Spiele aller Zeiten" bejubeln und hat das Gefühl, gerade einen Tweet Trumps gelesen zu haben... Man lernt in diesem unterhaltsamen Buch richtig viel über Berlin, über die so unterschiedlichen Menschen und Schicksale und auch über die Sorgfalt, mit der die menschenverachtende Diktatur sich von einer bewußt harmlosen Seite zeigte, um erfolgreiche Augenwischerei zu betreiben. Im Anhang wird über das weitere Schicksal der erwähnten Menschen berichtet, auch dies war ausgesprochen lesenswert. Jesse Owens, der vom amerikanischen Präsidenten für seine fulminanten Olympiaerfolge nicht mal ein lobendes Wort erhielt und aufgrund seiner Hautfarbe zu seinem eigenen Festbankett mit dem Lastenaufzug fahren mußte, berührt hier sehr. Thomas Wolfe nimmt leider auch in dieser Aufzählung viel mehr Raum ein als andere mit beeindruckenderen oder interessanteren Lebenswegen - dieses Ungleichgewicht ist doch ein Wermutstropfen. Insgesamt ist "Berlin 1936" ein absolut lesenswertes, originelles Buch, das die Balance aus Unterhaltung und Wissensvermittlung ausgezeichnet meistert und uns zudem zeigt, was Verharmlosung und Propaganda anrichten können.

Unterhaltsames gelungenes Kaleidoskop

Bewertung aus Kronberg am 11.01.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Berlin 1936" ist ein unterhaltsames Kaleidoskop aus verschiedenen Schicksalen, die sich während der Olympiade jenes Jahres in Berlin abspielten. Jedem der 16 Olympiatage ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das stets mit dem Wetterbericht und einer Fotografie beginnt. Dies sind die einzigen Konstanten, ansonsten erwartet uns in jedem Kapitel eine unterhaltsame, stetig wechselnde Mischung. Der Text berichtet über eine Vielzahl von Menschen und dem, was sie an jenem Tag erlebten, verwebt dies mit Informationen über bekannte Berliner Hotels, Bars oder Restaurants und einem allgemeinen Stimmungsbild. Durchsetzt ist dieser Text von gelegentlichen Tagesmeldungen der Polizei, internen Anordnungen, Zitaten aus Zeitschriften- oder Zeitungsartikeln und anderem - diese originalen Wortlaute sind ausgesprochen erhellend. Ich fand die Mischung gut gelungen und unterhaltsam, weil auf diese Art so viele unterschiedliche Eindrücke aufeinandertrafen. Durch diese abwechslungsreiche Erzählweise und den eingängigen Schreibstil läßt sich das Buch gut lesen. Auch die Personen, von denen wir hier erfahren, sind gänzlich unterschiedlich. Es sind die ganz normalen Bürger der Stadt, ausländische Gäste, Sportler, Naziprominenz, Personen des Nachtlebens. Ich hätte mich gefreut, wenn der Fokus etwas mehr auf den ganz normalen Menschen gelegen hätte, aber das ist wahrscheinlich auch eine Frage der vorhandenen Quellen. Ein wenig gestört hat mich allerdings, daß dem Schriftsteller Thomas Wolfe so unverhältnismäßig viel Platz gewidmet wurde. Sicher ist seine innere Reise vom unkritischen Touristen zu jemandem, der die Monstrosität der braunen Diktatur allmählich begreift, interessant. Aber es ist bei weitem nicht die interessanteste Geschichte in diesem Buch und sie wird zudem mit unnötiger Detailfreude und viel Nebensächlichem erzählt. Auch die Abstecher nach Spanien, wo die Nazis sich auf ihren brutalen Eingriff den dortigen Konflikt vorbereiten, hielten sich mit nebensächlichen Details auf und waren für ein sich auf Berlin konzentrierendes Buch unnötig. Die zahlreichen Empfänge und Feiern der Naziprominenz glichen sich ein wenig zu sehr, um so ausführlich beschrieben zu werden. So gab es also einige Abschnitte, die mich weniger fesselten, dafür aber sehr viele, die ich ausgesprochen interessant und unterhaltsam fand. Oliver Hilmes gelingt eine gute Balance zwischen unterhaltsamen Betrachtungen, amüsanten Anekdoten und der dunklen Seite des Regimes. Auch die damaligen Aussagen über Geschehen und Leute sind aufschlußreich. So schüttelt es einen, wenn der massenmordende Diktator mehrfach als gütig aussehend beschrieben wird oder wenn Amerikaner, die vor der Olympiade untersuchen sollen, ob deutsche jüdische Athleten von der Olympiateilnahme ausgeschlossen werden, sich selbst als Antisemiten - und "nebenbei" noch Rassisten - erweisen und ihren Auftrag halbherzig bzw. gar nicht ausführen. Dann liest man das Lob der Berliner Zeitungen, die die olympischen Spiele als "die schönsten Spiele aller Zeiten" bejubeln und hat das Gefühl, gerade einen Tweet Trumps gelesen zu haben... Man lernt in diesem unterhaltsamen Buch richtig viel über Berlin, über die so unterschiedlichen Menschen und Schicksale und auch über die Sorgfalt, mit der die menschenverachtende Diktatur sich von einer bewußt harmlosen Seite zeigte, um erfolgreiche Augenwischerei zu betreiben. Im Anhang wird über das weitere Schicksal der erwähnten Menschen berichtet, auch dies war ausgesprochen lesenswert. Jesse Owens, der vom amerikanischen Präsidenten für seine fulminanten Olympiaerfolge nicht mal ein lobendes Wort erhielt und aufgrund seiner Hautfarbe zu seinem eigenen Festbankett mit dem Lastenaufzug fahren mußte, berührt hier sehr. Thomas Wolfe nimmt leider auch in dieser Aufzählung viel mehr Raum ein als andere mit beeindruckenderen oder interessanteren Lebenswegen - dieses Ungleichgewicht ist doch ein Wermutstropfen. Insgesamt ist "Berlin 1936" ein absolut lesenswertes, originelles Buch, das die Balance aus Unterhaltung und Wissensvermittlung ausgezeichnet meistert und uns zudem zeigt, was Verharmlosung und Propaganda anrichten können.

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Anke Matthes

Thalia Dessau - Rathaus-Center

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5/5

16 Tage im August

Bewertet: eBook (ePUB)

Dieses Buch ist ein ganz großes Leseerlebnis! Während der Olympischen Spiele im Sommer 1936 starten die Nazis eine Charme-Offensive, um den Rest der Welt über den wahren Charakter der Diktatur im Unklaren zu lassen. Und sie waren damit erfolgreich... Das beweisen die Stimmen von bekannten und weniger bekannten Personen in diesem Buch. 16 Tage in denen sich Deutschland weltoffen und gastfreundlich zeigte und fast alle blendete... Ganz großes Lesekino!
5/5

16 Tage im August

Bewertet: eBook (ePUB)

Dieses Buch ist ein ganz großes Leseerlebnis! Während der Olympischen Spiele im Sommer 1936 starten die Nazis eine Charme-Offensive, um den Rest der Welt über den wahren Charakter der Diktatur im Unklaren zu lassen. Und sie waren damit erfolgreich... Das beweisen die Stimmen von bekannten und weniger bekannten Personen in diesem Buch. 16 Tage in denen sich Deutschland weltoffen und gastfreundlich zeigte und fast alle blendete... Ganz großes Lesekino!

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Hitler täuscht die Welt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Oliver Hilmes ist sicherlich einigen von Ihnen durch seine Biografien „Witwe im Wahn“ und „Herrin des Hügels“ bekannt. Und auch seine anderen bisherigen Bücher waren Biographien, die sich hauptsächlich mit Menschen beschäftigten, die mit Musik zu tun haben. Doch dieses Buch ist anders. Es ist im Prinzip eine Biografie über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Ähnlich wie Florian Illies bei seinem Buch „1913“ reiht auch Oliver Hilmes verschiedene kleine Schnipsel zu einem großen Ganzen zusammen. Doch ich persönlich finde, dass dieses Buch weitaus mehr zu sagen hat. So sind dies keine kleinen Anekdoten über private Details mehr oder weniger berühmter Zeitgenossen, sondern der Autor schafft es, ein Bild von Berlin zu vermitteln, welches den Besuchern aus dem Ausland präsentiert werden sollte. Ein reines, gut organisiertes und offenes Deutschland, welches seine Gäste willkommen heißt. Doch es glänzt nicht alles. Unter dem glänzenden Lack arbeiten Hitler und seine Schergen bereits daran ein neues Deutschland zu schaffen. Oliver Hilmes berichtet über jeden einzelnen Tag der Olympischen Spiele. Jedem Kapitel voran kommt erst einmal ein Bild, dann folgt der Bericht des Reichswetterdienstes für Berlin. Und danach erzählt der Autor von bekannten und unbekannten Persönlichkeiten. Dazu gehören Sportler wie Jesse Owens, Helene Mayer, Tilly Fleischer und Eleanor Holm. Künstler wie Thomas Wolfe, Mascha Kaléko, Hubert von Meyerinck, Leni Riefenstahl und Teddy Stauffer. Widerständler wie Mildred und Arvid Harnack. Die Verleger Ernst Rowohlt und sein unehelicher Sohn Heinrich Maria Ledig. Und der Konkurrenzkampf der Nazigrößen Joseph Goebbels und Hermann Göring, sowie der diplomatischen Gäste. Er blickt in die Gastronomie der Zeit und er widmet sich aber auch den ganz normalen Bürgern des Reiches. Außerdem bekommen wir einen Einblick in das Leben von einigen unbekannten Juden und Sinti und Roma, die bis dato ein ganz normales Leben gelebt haben. Er zitiert offizielle Meldungen der Staatspolizei und anderer Behörden. Und so entsteht nach und nach ein sehr differenziertes Bild dieser Zeit. Es wird immer deutlicher wie Adolf Hitler und seine Helfer den Rest der Welt manipuliert haben. Es sind nur wenige, die dies durchschauten. Abgeschlossen wird das Buch durch ein Kapitel, in dem der Autor berichtet, was aus dem Menschen nach dem 3. Reich geworden ist, und ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis. So kann man die angesprochenen Themen noch vertiefen, auch wenn leider nicht mehr alle genannten Bücher aktuell auf dem Markt sind. Aber wofür gibt es Bibliotheken. Ich bin von diesem Buch begeistert. Es hat mir viel Wissen auf ausgesprochen lesbare und unterhaltsame Weise vermittelt.
5/5

Hitler täuscht die Welt

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Oliver Hilmes ist sicherlich einigen von Ihnen durch seine Biografien „Witwe im Wahn“ und „Herrin des Hügels“ bekannt. Und auch seine anderen bisherigen Bücher waren Biographien, die sich hauptsächlich mit Menschen beschäftigten, die mit Musik zu tun haben. Doch dieses Buch ist anders. Es ist im Prinzip eine Biografie über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Ähnlich wie Florian Illies bei seinem Buch „1913“ reiht auch Oliver Hilmes verschiedene kleine Schnipsel zu einem großen Ganzen zusammen. Doch ich persönlich finde, dass dieses Buch weitaus mehr zu sagen hat. So sind dies keine kleinen Anekdoten über private Details mehr oder weniger berühmter Zeitgenossen, sondern der Autor schafft es, ein Bild von Berlin zu vermitteln, welches den Besuchern aus dem Ausland präsentiert werden sollte. Ein reines, gut organisiertes und offenes Deutschland, welches seine Gäste willkommen heißt. Doch es glänzt nicht alles. Unter dem glänzenden Lack arbeiten Hitler und seine Schergen bereits daran ein neues Deutschland zu schaffen. Oliver Hilmes berichtet über jeden einzelnen Tag der Olympischen Spiele. Jedem Kapitel voran kommt erst einmal ein Bild, dann folgt der Bericht des Reichswetterdienstes für Berlin. Und danach erzählt der Autor von bekannten und unbekannten Persönlichkeiten. Dazu gehören Sportler wie Jesse Owens, Helene Mayer, Tilly Fleischer und Eleanor Holm. Künstler wie Thomas Wolfe, Mascha Kaléko, Hubert von Meyerinck, Leni Riefenstahl und Teddy Stauffer. Widerständler wie Mildred und Arvid Harnack. Die Verleger Ernst Rowohlt und sein unehelicher Sohn Heinrich Maria Ledig. Und der Konkurrenzkampf der Nazigrößen Joseph Goebbels und Hermann Göring, sowie der diplomatischen Gäste. Er blickt in die Gastronomie der Zeit und er widmet sich aber auch den ganz normalen Bürgern des Reiches. Außerdem bekommen wir einen Einblick in das Leben von einigen unbekannten Juden und Sinti und Roma, die bis dato ein ganz normales Leben gelebt haben. Er zitiert offizielle Meldungen der Staatspolizei und anderer Behörden. Und so entsteht nach und nach ein sehr differenziertes Bild dieser Zeit. Es wird immer deutlicher wie Adolf Hitler und seine Helfer den Rest der Welt manipuliert haben. Es sind nur wenige, die dies durchschauten. Abgeschlossen wird das Buch durch ein Kapitel, in dem der Autor berichtet, was aus dem Menschen nach dem 3. Reich geworden ist, und ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis. So kann man die angesprochenen Themen noch vertiefen, auch wenn leider nicht mehr alle genannten Bücher aktuell auf dem Markt sind. Aber wofür gibt es Bibliotheken. Ich bin von diesem Buch begeistert. Es hat mir viel Wissen auf ausgesprochen lesbare und unterhaltsame Weise vermittelt.

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