Anna Seghers 'Der Ausflug der toten Mädchen'. Analyse der Freunde, Feinde und der Heimat
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.01.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
295 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668132603
Die Rezeption hat im Wesentlichen drei Bereiche der Erzählung untersucht: den Inhalt, die Form und die Tatsache, dass sie die bisher einzig bekannte mit offen autobiographischen Anteilen ist:
Während Mayer (1962, S. 121) meinte, Seghers habe ein "Requiem" für ihre zerstörte Vaterstadt und verstorbenen Mitschülerinnen, Lehrerinnen und, nicht zuletzt, ihre Eltern geschrieben, hob Albrecht (2005) hervor, dass "[...] das Werk auch Gericht über seine Gestalten [hält]" (S. 253).
Im Gegensatz zu Seghers' sonstiger Haltung, dass die Erlebnisse und die Anschauungen eines Schriftstellers aus seinem Werk herauszulesen seien (Seghers, 1980, S. 411, zit. nach Zehl Romero, a.a.O., S. 12), enthält "der Ausflug der toten Mädchen" eindeutig Autobiographisches. Zehl Romero ist der Ansicht, dass es Seghers dabei nicht um
"Selbstdarstellung" gegangen sei, sondern darum, sich selbst als eine "zutiefst Betroffene" (ebd., S. 87) zu zeigen. Christa Wolf, die Anna Seghers mehrfach interviewt hat, war davon überzeugt: "'Der Ausflug der toten Mädchen' beschreibt nicht die Entscheidung, zu leben, er ist diese Entscheidung" (Wolf, zit. nach Greiner, 1988, S. 87).
Wenn dies zutrifft, musste Anna Seghers, bevor sie den "Ausflug der toten Mädchen" geschrieben hat, am Rande des für sie Erträglichen gestanden und eine Lebensmüdigkeit erreicht haben, die einer Entscheidung zum Weiterleben bedurfte. Wolf zufolge lag diese Entscheidung in dem Entschluss, diese autobiographisch gefärbte Erzählung zu schreiben.
Es ist naheliegend, dass Anna Seghers sich, wie wohl die meisten Exilierten, Gedanken gemacht hat über das Schicksal der in Deutschland Verbliebenen, insbesondere über das anderer Verfolgter. Darin muss das Nachdenken darüber enthalten gewesen sein, wie es sein wird in ihre frühere Heimat zurückzukehren, wie sie Land und Menschen vorfinden wird nach den vielen Jahren mit Terror, Unterdrückung, Vernichtung und Zerstörung in Deutschland.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice