Der Wald ist undurchdringlich, der Nebel lässt niemanden gehen. Von der Zivilisation abgeschnitten, fragt sich Kayleigh Bringstine, warum jemand sie entführen sollte. Der kranke alte Mann, mit dem sie sich die Hütte teilt und um den sie sich laut Notiz kümmern soll, redet kein Wort. Von Verzweiflung getrieben, realisiert Kayleigh bald die wahre Natur ihres Gefängnisses.
Und weshalb Mächte weit älter als die Menschheit beginnen sich für sie zu interessieren...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Marakkaram
aus Lingen
4/5
16.01.2017
eBook (ePUB)
Phantastischer Roman
Einmal erklang ein fernes Klopfen auf Holz, ein andermal der schrille Schrei eines ihr unbekannten Vogels. Die ungewohnte Stille im Raum zehrte jedoch besonders an Kayleighs Nerven. Sie schlüpfte in ihre Schuhe und wartete. Worauf, das wusste sie selber nicht.
Ich gebe zu, so richtig neugierig bin ich auf das Buch erst geworden, als ich in einer Rezension den Vergleich mit Lovecraft gelesen habe. Als großer Fan lasse ich mich gerne mal von von ihm inspirierten Büchern überraschen. Klar, Vergleiche mit dem Meister sind immer schwierig, aber man merkt hier schon ganz klar, woher der Wind weht und das hat mir sehr gut gefallen.
Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel verraten:
Als Kayleigh eines Morgens erwacht, findet sie sich in einer kargen Hütte umgeben von Wald- und Felsformationen wieder. Neben ihr ein kranker Greis, völlig apathisch und nicht mehr ansprechbar.
Der einzige mögliche Kontakt zur Aussenwelt könnte die Person sein, die ihr jeden Tag einen Korb mit frischen Lebensmitteln vor die Tür stellt.
Und so versteckt sie sich eines Morgens auf dem Dach und wartet...
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Mit "Amurante" hat Rico Forwerk einen tollen Erstling geschaffen, der eindeutig in den Bereich der Phantastik gehört und hier auch einen berechtigten Platz hat.
Was mir allerdings bis zum Schluss nicht bewusst war, ist, dass es sich um einen 2 oder 3 Teiler handelt, so dass nur bedingt alle Fragen beantwortet werden, den Leser aber dennoch ausreichend befriedigt zurücklässt. Das ist prima gelöst ~ wer nicht weiterlesen möchte, der kann den ersten Band als in sich abgeschlossen betrachten.
Der Schreibstil von Rico Forwerk hat mir sehr gut gefallen. Flüssig, angenehm und so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Atmosphärisch hätte es teilweise ruhig noch etwas dichter sein können, aber da liegt bei mir auch die Messlatte sehr hoch.
Mit Kayleigh hat er eine Hauptfigur erschaffen, mit der sich wohl fast jeder identifizieren kann. Sie hat ihre Schwächen und Stärken und wächst mit der Zeit an ihrer Situation. Dennoch bleibt sie immer etwas unnahbar.
Fazit: Wer gerne phantastische, gut durchdachte Geschichten liest, der ist hier richtig. Ich freue mich darauf, bald schon mehr von Rico Forwerk zu lesen.
rewareni
aus wien
5/5
27.07.2018
eBook (ePUB)
Ein Kampf, um Leben und Tod
Kayleigh ist froh, ihre furchtbaren Erlebnisse, die sie vor Monaten in der Waldhütte erleben musste, so halbwegs verarbeitet zu haben. Ihre Sitzungen bei einem Psychotherapeuten helfen ihr dabei und ihr Arbeitskollege Max, der sich auffallend um sie bemüht, lassen sie endlich so etwas wie Normalität verspüren. Doch plötzlich hat sie seltsame Träume, in der auch wieder der Vogelmann auftaucht, der ihr damals geholfen hat und ihre Traumreise führt sie in die Vergangenheit zu ihrem Vorfahren, der Andeutungen macht über schreckliche Dinge, die unterhalb in den Gänge von London passieren. Als Kayleigh erfährt, dass gerade in dieser Stadt plötzlich Menschen verschwinden, die sich zuvor krankhaft verändert haben, weiß sie, dass sie eine Aufgabe bekommen hat, die nur sie erfüllen kann. In London trifft sie auf ihre früheren Freunde Ben und Miranda und als diese ebenfalls verschwindet macht sie sich auf die Suche nach ihr. Das Tagebuch ihres Vorfahrens, das sie heimlich aus einem Grab gestohlen hatte, macht ihr nicht viel Mut, denn die Geschehnisse unterhalb Londons, sind für den normalen Verstand kaum greifbar. Aber Kayleigh ist bereit den Kampf aufzunehmen und sie erlebt Dinge, die keinem Menschen zu wünschen sind.
,, Amurante- Die Krankheit´´ ist ein 582 Seiten starker Wälzer aus der Feder von Rico Forwerk. Es handelt sie hierbei um den 2. Teil der Amurante Reihe. Man kann der Handlung problem folgen, auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben. Wer sich natürlich für die voran gegangene Entführung von Kayleigh interessiert, dem kann ich den 1. Band ,, Amurante- Der Wald´´ auch empfehlen.
Der Autor schafft es mit seiner spannenden, unheimlichen und bildgewaltigen Geschichte den Leser von Beginn weg in Atem zu halten. Er hat einen angenehmen Schreibstil und verwendet oft auch Wörter, die im Sprachgebrauch selten vorkommen wie z.B. invatierend, erratisch, Invasor… Dadurch erzeugt er immer wieder eine ,,vornehme´´ und besondere Stimmung.
Seiner Protagonistin macht er wie schon im ersten Band, das Leben sehr schwer. Als Leser leidet man mit ihr, man begibt sich auf spannende Reisen in die Vergangenheit oder in die grauenvolle Unterwelt. Kaum denkt man, dass Kayleigh einen Schritt nach vorne geschafft hat, fällt sie schon wieder zwei Schritte zurück. Der Autor lässt seine Leser mit seiner detailierten Bildbeschreibung ein Kopfkino erleben, wo man sowohl die gruseligen Szenen, als auch die farbenprächtigen Bilder vor sich sieht.
Eine spannende Geschichte, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet und ein Ende, mit dem man als Leser nicht rechnet.
Rico Forwerk hat sich schreibtechnisch gut weiter entwickelt und ich bin schon neugierig, wie die ,,Amurante Reihe´´ weitergeht.
Bewertung
aus Freudenberg
5/5
19.07.2018
Buch (Taschenbuch)
tolle und spannende Fortsetzung
Klapptext:
Monate sind nach den Ereignissen in der Waldhütte vergangen und Kayleigh Bringstine hat es geschafft, sich so etwas wie ein normales Leben aufzubauen. Doch alle Mühen scheinen vergebens, als der Vogelmann in ihre Träume zurückkehrt.
Indes versucht die Polizei von London, eine Reihe von Vermisstenfällen aufzuklären, doch ohne Erfolg. Lediglich der Hinweis einer vorhergehenden Krankheit knüpft eine Verbindung.
So sehr sich Kayleigh auch bemüht: Das Böse scheint sie nach und nach zu infizieren ..
Dies ist der 2.Teil einer Amurante-Reihe.Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängers gelesen werden.Um einige Unverständlichkeiten zu vermeiden,empfehle ich aber den 1.Teil vorher zu lesen.Zudem ist dieser auch sehr lesenswert.
Da ich den Vorgänger schon kannte,hatte ich natürlich große Erwartungen an dieses Buch.Und ich wurde in keinster Weise enttäuscht.Wieder einmal hat es Rico Vorwerk geschafft mich mit diesem Buch in den Bann zu ziehen.
Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
Ich wurde in die Londoner Unterwelt entführt.Dort erlebte ich mit Kayleigh wieder spannende und atemberaubende Momente.
Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Kayleigh.Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch die anderen Personen waren sehr interessant.
Rico Vorwerk hat gleich von Beginn an eine düstere und unheimliche Atmosphäre geschaffen.viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Zeitweise war es richtig beängstigend,schauderhaft und schrecklich.So habe ich mich manchmal sogar gefürchtet und ich mir lief es eiskalt den Rücken herunter.Durch die fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich habe mitgelitten,mitgefühlt und mitgebangt.Der Autor hat fürchterliche Ereignisse und Geschehnisse in dieser Handlung erwecken lassen.Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen .Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.
Das Ende hat mich dann total überrascht.Ich fand es einfach genial und sehr gelungen.
Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es ist sehr dunkel und düster gehalten und passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das Meisterwerk ab.
Mich hat dieses Buch einfach mitgerissen und begeistert.Ich danke Rico Forwerk für diese Geschichte und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.Natürlich vergebe ich 5 Sterne.
Sabine Bender
5/5
16.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Erschreckende Reise in Londons Unterwelt
Kayleigh hat sich von einer Entführung gerade erholt, als sie erneut in Geschehnisse verwickelt wird, die mit ihrem früheren Albtraum zusammenhängen müssen. Sie begibt sich nach London, wo die Polizei versucht mehrere Vermisstenfälle zu lösen. Schnell wird Kayleigh klar, dass nur sie weitere Fälle verhindern kann. Von ihr hängt das Schicksal der Menschheit ab. Und so begibt sie sich in eine fremde Welt unterhalb Londons, in der sie das Grauen erlebt, und nicht nur um ihr eigenes Leben sondern aus das ihrer Freunde kämpfen muss.
„Amurante – Die Krankheit“ ist eigentlich der zweite Teil einer Reihe um das geheimnisvolle Amurante und Kayleigh. Ich kannte den ersten Teil und damit Kayleigh’s Vorgeschichte nicht, hatte aber auch keinerlei Probleme damit in die Geschichte hinein zu finden. Vieles aus dem ersten Teil wird in Rückblenden angesprochen und erklärt, so dass auch der Einsteiger das nötigste über Kayleigh‘s Vergangenheit erfährt, um der Story folgen zu können.
Zusammen mit der Hauptperson wandelt der Leser auf jeder Seite zwischen Traum und Wirklichkeit. Langweilig wird es nie auf zwischen den 583 Seiten. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Rico Forwerk ist es nicht nur gelungen einen spannenden Roman zu schreiben; er hat eine ganze unterirdische Welt erschaffen und so detailreich beschrieben, dass man sie beim Lesen förmlich vor Augen hat. In einigen Passagen fühlt man sich ein bisschen an den Cthulhu-Mythos von H. P. Lovecraft erinnert. Aber der Autor kopiert oder covered nicht. Er interpretiert den Mythos neu und erschafft so einen tollen Romanzyklus, bei dem man sich schon heute auf Teil 3 freut.
Vielen Dank, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde mit dem Autor genießen durfte.
Bewertung
5/5
04.10.2016
Buch (Taschenbuch)
Rico Forwerk - Amurante: Der Wald
Rico Forwerk, der Autor des Buches, hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, sein Buch zu rezensieren. Ich las mir kurz die Beschreibung durch und war sofort interessiert. Der Rückentext klang absolut spannend und Horror-Fantasy ist sowieso ganz nach meinem Geschmack. Kurz darauf landete das Leseexemplar bei mir und schon begann die abenteuerliche Reise.
Bevor ihr euch jedoch an das Buch wagt, überlegt euch bitte, ob es wirklich zu eurem Lesegeschmack passt. Denn "Der Wald" ist definitiv kein Titel für jeden. Wer auch im Bereich der Fantasy alles erklärt haben möchte, der wird wohl eher seine Mühe haben. Leser von Lovecraft und ähnlichen Autoren lege ich das Buch jedoch sehr ans Herz.
Denn dieses Werk entpuppte sich für mich als wahres Highlight!
Zu Beginn war ich bei ca. 4 von 5 Sternen. Das Lesen hat mir von Anfang an viel Spass gemacht, die Spannung trat auch unweigerlich ein. Dennoch hätte Forwerk Kayleigh noch etwas besser ausbauen können, sie etwas greifbarer machen, ihr etwas mehr Konturen geben. Das hat mir etwas gefehlt, irgendwie hatte Kayleigh für mich die ganze Zeit über sehr wenig Kontur.
Doch dann, ab circa der Hälfte, ging es richtig los. Für manche Leser verwirrend, war es für mich genau das, was mir absolut gefällt. Ein Spiel mit den Realitäten, unterschiedlichen Wirklichkeiten und verdrehten Welten. Einfach grossartig! Und alle Fragen, die man sich während des Lesen gestellt hat, werden beantwortet.
Ehrlich - ich glaube, ich habe während des Lesens manchmal vergessen, zu atmen. Ich war so sehr drin in der Geschichte, habe mich gegruselt, mich mit Kayleigh gefürchtet und sie dann doch bewundert, dass sie weitergeht und weitermacht. Dann wird auch noch ein grosses Rätsel gelöst und etwas Dramatik gibt es auch noch.
Ich bin hin und weg von dem Buch und das sage ich nicht, weil ich dafür ein Leseexemplar bekommen habe. Forwerk hat mich wirklich überrascht. Klar, ich wusste, dass das Buch definitiv zu meinem Interessenkreis gehört, aber dass es mich dermassen aus den Socken hauen würde - nein, damit habe ich nicht gerechnet.
Der Autor bringt hier sehr viel Neues ins Spiel, unverbrauchte Ideen und Ansätze. Stereotypen haben hier keinen Platz. Für den Leser ist diese Welt ebenso fremd wie für die Heldin. Am meisten beeindruckt hat mich wohl das Wesen, das mich von der Beschreibung her an einen Pestdoktor aus Venedig erinnert hat. Auch hier fehlen einige Erklärungen - aber seit wann lassen sich Götter erklären?
Einzig die Rechtschreibung leidet ein wenig unter dem plötzlichen Sog. An einigen Orten wird die falsche Vergangenheitsform verwendet und man findet auch ein paar Kommafehler. Aber bei einem Selfpublisher-Titel ist dies motzen auf hohen Niveau. Denn Forwerk hat definitiv Talent und ist ein Autor, den ich im Auge behalten werde.
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