Der mediale Feldzug des Augustus Wie machte Octavian aus dem bellum civile einen bellum iustum?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
24.09.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
683 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656277798
folgt. Doch schon für den Historiker Tacitus ist klar, dass skrupelloser Verrat, kalkulierte Täuschungen der politischen Gegner und Brutalität ebenfalls zu den Tugenden des jungen Herrschers gehören
und dieser seinen Aufstieg zum princeps nicht nur einer göttlichen Vorsehung zu verdanken hat. Damit identifiziert Tacitus einen wesentlichen Charakterzug der nichtmilitärischen Beseitigung von
politischen Gegnern Octavians.
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der mediale Feldzug des Augustus gegen M. Antonius, der in Folge der Verträge von Brundisum (40 v. Chr.) mit Kleopatra in Alexandrien lebte und die Herrschaft über den gesamten Osten des Reiches inne hatte. Octavian strebte nach der alleinigen Herrschaft über das Imperium. Der Weg dahin führte jedoch nur über einen erneuten Bürgerkrieg.
Da Augustus diese allerdings nach dem Sieg gegen Sextus Pompeius 36 v. Chr. für beendet
erklärt hatte, musste Antonius zum Staatsfeind deklariert werden. Mit Münzen, Reden und Inschriften feuerte Octavian seine propagandistischen Pfeile Richtung Ägypten und schuf ganz bewusst ein künstliches Bild vom Staatsfeind Antonius welches sich im Laufe der Zeit immer mehr auf dessen
Verbündete Kleopatra fokussierte, um insbesondere in der Zeit nach Actium den Charakter des Bürgerkriegs zu verschleiern.
Unmittelbar nach Octavians Sieg verschwindet M. Antonius mehr oder weniger aus den poetischen Darstellungen des Krieges und die ägyptische Herrscherin rückt in den Vordergrund, wenn es darum geht, die treibenden Kräfte hinter dem vermeintlichen bellum iustum zu suchen.
Die vorliegende Arbeit bietet zunächst einen Überblick über die politische Situation vor der Schlacht von Actium. Im Anschluss werden dann der Propagandabegriff sowie die von Augustus eingesetzten Medien beleuchtet. Von dieser Grundlage ausgehend wird das Bild des Antonius, welches Augustus mithilfe der Medien im Rom bewusst kreierte, herausgearbeitet. Im Kontrast untersucht die Arbeit dann die Properzsche Elegie 3,11 im Spiegel des medialen Feldzugs. Sie will deutlich machen, wie es Augustus gelingen konnte, den Bürgerkrieg vor dem Senat zu einem bellum iustum zu machen und
das Volk hinter sich zu vereinen.
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