Der Souverän und die Ausnahme Die Analysen von Carl Schmitt und Giorgio Agamben zur Bedeutung der souveränen Macht und des Ausnahmezustands für die moderne Gesellschaft
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
188 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656057185
(Schmitt 1922, 11)
Mit dieser einprägsamen Formulierung beginnt Carl Schmitt sein 1922 erstmals erschienendes und viel diskutiertes Werk "Vier Kapitel zur Lehre von der Souveränität". Im selben Werk hält er fest, dass Souveränität "nicht als Zwangs- oder Herrschaftsmonopol, sondern als Entscheidungsmonopol" zu definieren sei. Dieses Entscheidungsmonopol scheint drei Generationen später, im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus eine Renaissance zu erfahren.
Als der amerikanische Präsident Goerge W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die westliche Welt hinter sich rief und eine "Achse des Bösen" definierte, teilte er die Welt - ganz in schmittscher Tradition - in Freund und Feind. Nicht nur die heraufbeschworene Bipolarität wurde seither weiter gefestigt, auch der symbolische Ausnahmezustand den George W. Bush schuf als er sich, seine Nation und eine "Koalition der Willigen" dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus verschreib, scheint längst ein juristischer geworden zu sein. Weltweit opfern Nationen ihre Freiheitsrechte der Sicherheit und die Suche nach inneren und äußeren Feinden hat ein Ausmaß erreicht, in dem sie das Leben nahezu aller berührt.
In diesem Zusammenhang scheint sich die Formel der Souveränität, wie sie Schmitt anbietet, als eine postmoderne Lehre zu etablieren, die uns wieder näher beschäftige sollte. Es bietet sich also an, den Souveränitätsbegriff Schmitts näher zu beleuchten, um die politische Welt unserer Zeit besser zu verstehen.
Dieser Aufgabe widmete sich Giorgio Agamben in der Trilogie "homo sacer" (Einaudi 1995ff.) bereits vor den Anschlägen vom 11. September 2001, in der er eine Philosophie von rechtsfreien Räumen entwickelt, die in einen permanenten Ausnahmezustand und der Reduzierung von Menschen auf ihr "nacktes Leben" münden. Diese Hausarbeit versucht im Folgenden die Parallelen und Unterschiede in den Thesen und Theorien zur Souveränität und zum Ausnahmezustand von Schmitt und Agamben herauszustellen und deren Gegenwartsbezug zu verdeutlichen.
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