Die Hamartiologien Barths und Tillichs im Vergleich
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.10.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
48 (Printausgabe)
Dateigröße
319 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656041146
Ein gegensätzliches Menschenbild vertritt der evangelische Theologe Paul Tillich (1886-1965). Er sieht den Menschen als Gottes Ebenbild und geht vom einem vor-existentiellen Ideal des Menschen aus, der Essenz: Sie stellt einen vollkommenen, alle Potentialitäten involvierenden Zustand dar, in dem der Mensch noch in Einheit mit Gott ist. Tillich geht also von apriorischen Gegebenheiten aus. In der Existenz ist der Mensch von seinem essentiellen Wesen und Gott entfremdet und bleibt in der Welt immer hinter seiner Essenz zurück. Einen Freiheitsvollzug des Menschen innerhalb der existentiellen Entfremdung ohne Bezug zu Gott interpretiert Tillich als Sünde. Nicht-entfremdete Freiheit, die Einheit mit der Essenz ermöglicht, ist erst im Glauben, durch das Annehmen des Neuen Seins in Jesus Christus möglich.
Der reformierte Theologe Karl Barth (1886-1968) sieht den Menschen als wesenhaft zu einem ihm vorausgesetzten Gott gehörig. Freiheit hat der Mensch laut Barth nur, wenn er die Freiheit annimmt und umsetzt, die Gott ihm schenkt: Die Freiheit zum Bund mit Gott und dem Mitmenschen, in der Verantwortung vor Gott und im Gehorsam gegen ihn. Er kann sich nur auf Gott hin verwirklichen, ansonsten bleibt der Mensch der unfreie Mensch der Sünde.
Aus protestantischer Perspektive ist der Mensch Gottes Ebenbild aber bleibt ohne die göttliche Gnade, die er als Geschenk Gottes annehmen kann, die ihn rechtfertigt, immer unvollkommen und böse, also Sünder.
Sartres Freiheit wäre aus christlicher Perspektive missbrauchte Freiheit: Sie ist Ausdruck schamloser Selbstüberhebung des Menschen, der sich sündig von seinem eigentlichen Wesen und Gott abkehrt und sich selbst zum Gott macht.
[...]
Im Folgenden sollen die Hamartiologien Barths und Tillichs miteinander verglichen werden.Dabei soll besonders auf Barths und Tillichs Verständnis von Freiheit und damit zusammenhängender Sünde eingegangen werden. [...]
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