Grundlagen der Bilanzpolitik
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.10.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
160 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656027775
Morgan Stanley zum Beispiel hat im Zuge der Umfirmierung des Konzerns zu
einer Großbank das Geschäftsjahr verschoben. Das alte endete im November
2008, das neue begann im Januar 2009. Der Dezember verschwand mitsamt den
in diesem Monat verbuchten Schulden. Allianz und Commerzbank strichen gar
den 3,9 Milliarden Euro schweren Verlust der Dresdner Bank aus dem
Schlussquartal 2008. Die alte Eigentümerin Allianz konsolidierte die Dresdner
Bank als Tochtergesellschaft nur bis August in ihrer Einkommensrechnung, die
Commerzbank als neue Muttergesellschaft erst ab Januar 2009 (vgl. Kaiser
(2009), S. 1). Die bewusste Gestaltung der Finanzberichte durch Wahlrechte und
Ermessensspielräume ist für unternehmensexterne Adressaten indes wenig
offenkundig. Das Hauptziel der vorliegenden Seminararbeit ist daher einen
wissenschaftlich basierten Überblick über die Anreize von Unternehmen zu
Bilanzpolitik zu liefern und aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten sich dadurch für
die Adressaten ergeben. Im nächsten Kapitel erfolgt zunächst eine detaillierte
Auseinandersetzung mit der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsökonomischer
Perspektive. Daran anschließend werden im dritten Abschnitt die
Grundlagen der Bilanzpolitik, bestehend aus Begriffsdefinition, Abgrenzung zur
Bilanzfälschung, bilanzpolitischem Instrumentarium und Systematisierung der mit
Bilanzpolitik verfolgten Ziele, dargestellt. Diese beiden Themenabschnitte sollen
dem Leser Erkenntnisse über bilanzpolitische Motive liefern und somit die
Ursachen für die Anwendung von Bilanzpolitik aufzeigen. Kapitel vier beinhaltet
eine kritische Analyse bedeutender statistischer Modelle und deren Anwendung in
empirischen Untersuchungen. Das primäre Anliegen dieses Abschnitts ist es, der
Forschungsfrage, wie Bilanzpolitik gemessen werden kann, nachzugehen und die
Zweckmäßigkeit der Modelle diesbezüglich zu beurteilen. Im Vordergrund stehen
die Modelle zu diskretionären Periodenabgrenzungen und der Verteilung
ausgewiesener Gewinne. Dass der bilanzpolitisch motivierten Gestaltung und
Abbildung von Sachverhalten Grenzen gesetzt sind, wird in Kapitel fünf
nachgewiesen. Die Seminararbeit schließt mit einer Zusammenfassung der
wesentlichen Erkenntnisse und einem kurzen Ausblick auf die Folgen des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Bilanzpolitik.
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