Der Welterfolg Wunder erzählt die Geschichte von Auggie, dem Jungen mit dem entstellten Gesicht, aus sechs Perspektiven. Nun kommen auch Julian, Christopher und Charlotte zu Wort und berichten, wie sich ihr Leben durch Auggie verändert hat. Julian, der Mobber: Eigentlich hat er keinen Grund, so gemein zu sein. Doch durch Auggies Ankunft kehren seine überwunden geglaubten Albträume zurück. Reden kann er mit niemandem darüber, und so lässt er seiner Wut freien Lauf. Christopher, der beste Freund: Nach seinem Umzug vermisst er Auggie, ist insgeheim aber auch froh, Abstand zu haben. Charlotte, die empathische Willkommensfreundin: Weil sie sich für Gerechtigkeit und Mitgefühl einsetzt, soll sie sich um Auggie kümmern – und beginnt zum ersten Mal an sich zu zweifeln. Die Begegnung mit Auggie verändert jeden. Jeder muss lernen, sich mit seinen innersten Ängsten und Hoffnungen auseinanderzusetzen, und daran wachsen. Bewegende neue Einblicke – mehrstimmig gelesen von Sebastian Rudolph, Gesa Geue und Julian Greis.
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Wunder - Julian, Christopher und Charlotte erzählen
MarySophie am 27.04.2021
Bewertungsnummer: 1368192
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ohne Probleme in die Geschichte gestartet und habe direkt wieder gemerkt, wie das Buch mich in seinen Bann zieht. Ich habe Seite um Seite gelesen und die drei Geschichten viel schneller ausgelesen gehabt, als ich eigentlich wollte. Wozu auch die Schreibweise beigetragen hat. Diese war eingängig und einfach gehalten, oft driftete sie etwas ins umgangssprachliche ab. Sie ist durchaus auch an eine jüngere Zielgruppe angepasst worden, doch auch als Erwachsene macht es viel Freude, sich fallen zu lassen und auf Julian, Christopher und Charlotte einzulassen.
Jedes der drei Kinder erhält eigene Kapitel, wobei auch zwischen den Kapiteln immer wieder die Sprache wechselt. So wurde eine jede Person nochmals lebendiger und man merkt, dass sich die Autorin intensiv mit ihren Protagonisten beschäftigt hat.
Ich finde, dass es auch diesmal wieder eine wunderbare Stimmung gibt, vor allem in den Geschichten von Christopher und Charlotte kamen diese besonders stark heraus. Bei diesen beiden konnte ich richtig mitfühlen und war begeistert davon, wie viel Emotionalität gezeigt wurde und wie viele Facetten die Protagonisten von sich gezeigt haben. Jedes Gefühl und jede Stimmung, die gezeigt wurde, wirkte natürlich und in keiner Weise aufgesetzt. Ich habe den Charakteren alles abgenommen und fand sie in ihrem natürlichen Auftreten wunderbar erfrischend und sympathisch.
Im besonderen Mittelpunkt stehen die drei Kinder Julian, Christopher und Charlotte. Sie unterscheiden sich in ihren Wesen komplett, haben unterschiedliche Ziele und Freundeskreise und treten überraschend unabhängig auf. Klar, in entscheidenden Angelegenheiten haben immer noch die Eltern das letzte Worte, doch auch so finde ich die Drei sehr selbstständig.
Obwohl eigentlich nicht sehr viel Platz für eine ausgeprägte Charakterzeichnung bleibt, ist es der Autorin trotzdem gelungen, einem jeden Protagonisten Leben einzuhauchen. Egal ob sie nur einen kurzen Auftritt haben oder wiederholt auftauchen: jeder hat Eigenarten bekommen und war dadurch einzigartig. Man konnte deshalb auch die Eltern der Drei ganz gut kennenlernen und mir war es möglich, sie ein wenig einzuschätzen und zu bewerten. Aufgrund der recht kurzen Seitenanzahl von 416 Seiten finde ich dies mehr als bemerkenswert.
Es war interessant zu sehen, dass bei den Kindern eine Entwicklung zu sehen war, sie Fehler eingesehen haben oder bemerkt haben, welche Personen die wahren Freunde sind. Diese Wandlung haben alle drei vollzogen und ich finde es bemerkenswert, was ein Treffen mit einem Menschen mit Deformation mit einer Person machen kann. Ich würde behaupten, Julian, Christopher und Charlotte haben sich zum positiven entwickelt, sind reifer geworden und haben durch die Begegnung mit Auggie einen anderen Blickwinkel auf das Thema Schönheit und Aussehen bekommen. Denn egal wie schlecht der Junge manchmal behandelt wurde, immer wieder hat er mit seiner freundlichen und liebenswerten Art gezeigt, was wirklich wichtig ist und man sich durch seinen Charakter definieren soll.
Fazit:
Ich weiß gerade gar nicht recht, was ich sagen soll. Ich bin auch von den drei Geschichten von Julian, Christopher und Charlotte begeistert und bin sehr, sehr froh, sie gelesen zu haben. Ich konnte mich beim Lesen fallenlassen, hatte viel Freude und Interesse an der Handlung und bin nicht nur von der Personenzeichnung hin und weg, sondern auch von den drei Schicksalen. Es hat mir einfach unglaublich gut gefallen, wie natürlich die Kapitel beschrieben wurden, es gab Einblicke in ganz normale Lebensläufe, in denen nicht ständiges Drama eingestreut wird. Es sind ganz bodenständige Beschreibungen, die mich mitgerissen haben und das Buch zu etwas Besonderem machen. Eine ganz große Leseempfehlung meinerseits, die zwei Wunder-Bücher sind absolute Highlights und reine Herzensbücher!
Wunder habe ich vorletztes…
eulenmatz aus Hamburg am 23.05.2017
Bewertungsnummer: 2715637
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunder habe ich vorletztes Jahr gelesen und war schlichtweg begeistert. Für eines mich ist es eines meiner Lebenslesehighlights (was für ein Wort). Bei Wunder – Julian, Christopher und Charlotte erzählen handelt es sich um drei ergänzende Geschichte, mit denen ich schon lange auf Englisch geliebäugelt hatte bis sie nun endlich auch auf Deutsch erschienen sind. Vorweg möchte ich sagen, dass es von Vorteil ist, wenn man Wunder vorher gelesen hat. Es ist nicht auszuschließen, dass man sich sonst spoilert. Denn die drei Geschichten haben einige Parallelen zu Auggies Geschichte und streifen immer wieder Ereignisse, die mit Auggie in Zusammenhang stehen. Dennoch steht Auggie hier aber nicht im Mittelpunkt, sondern eben Julia, Christopher und Charlotte. Dreie Personen, die Raquel J. Palacio in Wunder keine eigene Stimme eingeräumt hat. Das Buch umfasst, wie bereits gesagt, die Geschichten von Julian, Christopher und Charlotte. Julian ist für viele, die Wunder gelesen haben zum Synonym für ein echtes A******** geworden und das auch zu Recht. Doch in dieser Geschichte bekommen wir auch eine andere Seite von Julian zusehen. Ein Junge, der endlich lernt was Reue bedeutet. Ein kleines bisschen versöhnt es mich mit Julian, der Auggie zum Teil so übel mitgespielt hat. Christopher ist Julian erster Freund, der aber nicht auf Julians Schule geht und mit seinen eigenen Sorgen zu kämpfen hat. Von Christopher lernen wir, dass die Freundschaft mit Auggie nicht immer leicht ist, auch wenn mir das in der Seele wehgetan hat. Trotzdem kann sich Christopher auf Auggie auch in der Ferne verlassen. Charlotte wird von Mr. Pullman aufgefordert sich mit Auggie anzufreunden, aber auch in ihrer Geschichte spielt diese Tatsache nur eine kleine Rolle. Dennoch wird damit auseinander gesetzt. Charlotte ist quasi wie die Schweiz und bleibt in vielen Konfliktsituationen neutral. In ihrer Geschichte geht es vielmehr um ihre Freundschaften und das Tanzen, dass sie so liebt. Am besten gefällt mir an Palacios Erzählart, dass sie ehrlich ist und ein authentisches Bild von uns Menschen vermittelt. Sie vermittelt mir, dass wir alle Menschen sind, egal wie wir aussehen etc. Wir machen Fehler immer und immer wieder. Wir können daraus lernen. Ich finde es toll, dass Palacio aus den Menschen keine Heiligen macht, auch wenn man Fehler eingesehen hat. Wunder und auch diese ergänzenden Geschichten werden in den Bereich Kinderbücher einsortiert, was auch passend ist, aber dieses Buch können und sollten auch Erwachsene lesen. Man hat etwas verpasst, wenn man Auggies Universum nicht kennengelernt hat. FAZIT: Es war so wunderbar wieder in die Welt von Auggie zurückzukehren. Ich habe jede Seite genossen und würde auch jedes weitere Buch aus dem Auggie-Universum und auch von der Autorin sofort lesen. Für Fans von Auggie ist das Buch ein Muss! Keine Ahnung wie Raquel J. Palacio es schafft, aber obwohl sie keine rosarote Welt darstellt, hinterlassen ihre Geschichten bei mir immer ein ausgesprochenes Wohlbefinden. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieses schöne Buch ist eine wirklich gut gemachte Ergänzung (keine Fortsetzung) zum Buch "Wunder". Wem das erste Buch gut gefallen hat, der sollte auf jeden Fall auch dieses lesen. Im Mittelpunkt steht hier nicht August Pullmann selbst, sondern jeweils das titelgebende Kind. Ein echter Perspektivenwechsel. Julian hat sich in der Schule zu seinem Erzfeind entwickelt, Christopher war sein Freund seit Babytagen und Charlotte ist ausgesucht worden, um August in der ersten Zeit auf der Schule zu begleiten und zu unterstützen. Es sind also 3 eigene Geschichten aus der jeweiligen Sicht des Kindes. 3 Persönlichkeiten, 3 Sichtweisen auf die Geschehnisse rund um Auggie. Authentisch, aufschlussreich, berührend. Man kann sich gut in die Kinder hineinfühlen. Jede Verhaltensweise ist verständlich und nachvollziehbar und auch die Einsichten, die die Kinder selbst bekommen, sind gut nachzuempfinden.
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'Wunder' ist ein Buch, das für sich stehen kann. Es hat keinen Cliffhanger und auch, wenn man sich am Ende vielleicht die Frage stellt, wie es mit Auggie weitergeht, so ist es doch viel schöner, seiner eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen in dem Wissen, dass dieser kleine mutige Junge seinen Weg im Leben schon finden wird. Dieses Buch hier ist also keine Fortsetzung, wie man im ersten Moment vielleicht denken würde. Es ist vielmehr die Erzählung dreier Kinder, die in Auggies Welt zwar eine Rolle spielen, auf denen aber nicht der Fokus liegt. Es sind Kinder mit ihren ganz individuellen Erlebnissen, welche nur bedingt etwas mit der Handlung aus 'Wunder' zu tun haben - und doch ist es eine Bereicherung über sie zu lesen. Julian, Christopher und Charlotte sind ganz unterschiedliche Typen und kommen aus sehr unterschiedlichen Familien. Das macht es nur umso interessanter, sie näher kennenzulernen und die weißen Flecken auf der Landkarte von 'Wunder' mit Leben und Farbe zu füllen. Kurzum: Wer 'Wunder' gelesen hat, der sollte sich auf jeden Fall auch die Geschichten von Julian, Christopher und Charlotte zu Gemüte führen, denn sie sind eine wirkliche Bereicherung - vor allem, dass es für Julian noch ein versöhnliches Ende gibt.
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