Der Jahrhundertkonflikt zwischen Argentinien und Chile Ein Vergleich der Mediation der britischen Krone und des Papstes im Beagle-Konflikt
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
37 (Printausgabe)
Dateigröße
256 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640547296
haben. Bei den Preisträgern handelte es sich überwiegend um politisch aktive Persönlichkeiten wie Politiker oder Diplomaten, auch religiöse Persönlichkeiten wie Mutter Teresa, Erzbischof Desmond Tutu, der 14. Dalai Lama oder der Bischof Carlos Filipe Ximenes Belo wurden ausgezeichnet.
Sicherlich ist die Ambition religiöser Würdenträger, Frieden stiften zu wollen oder eine Konflikteskalation zu verhindern, in ihrer Religion begründet. Diese Tatsache allein macht sie
aber nicht per se zu erfolgreichen Friedensstiftern.
Dabei ist Mediation durch religiöse Persönlichkeiten kein neues Phänomen, denn "Over the last two decades [...] they have become significantly more visible in resolving regional and
international conflicts". Hierdurch ist eine gestiegene Aufmerksamkeit für religiöse Mediatoren von Konflikten nicht zwangsläufig
gegeben. Vielmehr wurde das Potenzial von religiösen Persönlichkeiten durch "[...] secular, rational problem-solving approaches and methodological, epistemological perspectives [...]" der Wissenschaft selbst ignoriert. Besonders seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York wurde das Konfliktpotenzial von Religion in den Vordergrund gestellt.
Liegt die Gabe, ein erfolgreicher Friedensstifter zu sein, also eher im Bereich persönlicher Fähigkeiten? Haben religiöse Persönlichkeiten durch ihren Glauben ein besonderes Gespür,
sozusagen ein Feeling für Konfliktlösung. Oder ist es vielmehr ihr Amt, das ihnen Würde und Autorität verleiht, um Einfluss in der Konfliktvermittlung auszuüben. Dieser Sachverhalt soll
exemplarisch am Beispiel des Beagle-Konflikts zwischen Argentinien und Chile untersucht werden. Der Konflikt stellt gleich in dreierlei Hinsicht ein besonderes Beispiel dar: Erstens
wurden in ihm mehrere Mediationsversuche vorgenommen. Zu den Vermittlern zählten die USA, die Britische Krone und der Vatikan, wobei nur die letzten
beiden in dieser Untersuchung behandelt werden. Zweitens ist die Konfliktdauer mit über 100 Jahren ungewöhnlich lang. Drittens ist die letzten Endes erfolgreiche Mediation durch die höchste religiöse Instanz einer Weltreligion, Papst Johannes Paul II., erfolgt.
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