Thukydides' "Geschichte des Peloponnesischen Krieges". Die Bedeutung der Wirtschaft für dessen Vergangenheitsverständnis
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
11.04.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
519 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668432154
"Thukydides von Athen hat den Krieg der Peloponnesier und Athener (...) aufgezeichnet. (...) Denn was davor war und noch früher, das war zwar wegen der Länge der Zeit unmöglich genau zu erforschen; aber aus Zeichen, die sich mir bei der Prüfung im großen Ganzen als verläßlich erwiesen, glaube ich, daß es nicht erheblich war, weder in Kriegen noch sonst." Mit diesen Worten leitete der antike, griechische Historiker Thukydides (vor 432 - ca. 400 v. Chr.) sein Geschichtswerk über den Peloponnesischen Krieg (431 - 404 v. Chr.) ein. In diesem Konflikt standen sich die beiden griechischen Großmächte Athen und Sparta mit ihren jeweiligen Bündnispartnern gegenüber. Thukydides machte bereits zu Beginn seines Werkes deutlich, dass der Konflikt der größte aller Zeiten werden würde. Diese hochtrabende Einleitung alleine wäre von vielen Lesern und im Besonderen von nachfolgenden Historikern als eine Übertreibung interpretiert worden, mit welcher das Werk die Aufmerksamkeit des Lesers erhaschen sollte. Die nachfolgenden Textausführungen wären daher folgerichtig ebenfalls als übertrieben und unwahr bewertet worden. Ähnliche Ansätze einer übertriebenen Darstellung ließen sich in anderen Werken der Antike finden und bestärkten den Leser zusätzlich in diesem Gedankengang. Eine übertriebene Darstellung könnte einerseits auf die Absichten der Autoren und die Art des Werkes zurückgeführt werden. Dichtern wurde durchaus zugebilligt, ihre Werke auszuschmücken, um das Publikum zu unterhalten. Andererseits könnte es auch vom Unvermögen der antiken Schriftsteller herrühren, vergangene Ereignisse unverfälscht zu rekonstruieren. Sie waren bei ihrer Quellenrecherche auf die besagten Dichtungen sowie schwierig nachzuprüfende Berichte beschränkt. Dieser Problematik, der Rekonstruktion der Vergangenheit, widmete sich Thukydides ausführlich in seinem Proömium.
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