Die Giftmörderin Grete Beier

Die Giftmörderin Grete Beier

Biografischer Kriminalroman

Buch (Taschenbuch)

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Die Giftmörderin Grete Beier

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.09.2017

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

19,8/11,8/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.09.2017

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

19,8/11,8/2,7 cm

Gewicht

264 g

Auflage

2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-2124-2

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Gut aufgebauter Roman

Kyra Cade am 05.01.2020

Bewertungsnummer: 1281229

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Grete Beier gab es wirklich. Sie starb im Juli 1908 unter dem Fallbeil -  das letzte Todesurteil, das im damaligen Königreich Sachsen noch vollzogen wurde. Kathrin Hanke hat den Fall Grete Beier anhand der wenigen Informationen über ihr Leben und Sterben zu einem spannenden Krimi ausgearbeitet. Dabei beschreibt sie mit einfachen Worten, wie sich Grete, die Tochter aus gutem Hause, nach Liebe und Zuneigung sehnt, die ihr von der strengen und kalten Mutter immer verwehrt worden waren. Die junge Frau pfeift auf Konventionen und möchte frei sein, das Leben genießen und sich nicht weiter den strengen Erwartungen von Elternhaus und Gesellschaft unterwerfen. Ihre Liaison zu Fritz führt zu außerehelichem Geschlechtsverkehr, Ende des 19. Jahrhunderts verpönt. Fritz ist allerdings von ihren Eltern nicht als Schwiegersohn erwünscht, da das Geschäft schlecht läuft und Gretes Vater als Bürgermeister Angst um seinen Ruf hat. Kurz darauf verfällt Grete Hans, einem Handlungsgehilfen, der weit unter Gretes Stand ist und sie streng genommen um ihre Ehre bringt. Der Fall - im doppelten Sinne - der Grete Beier scheint aus heutiger Sicht unvorstellbar, lebt es sich offener und freier, fernab von Standesdünkeln in den meisten Familien. Der Sprung in die Zeit um 1900 durch Kathrin Hanke ist ein gelungenes Bild des damaligen Deutschland und zeigt den Wandel der letzten 120 Jahre sehr gut auf. Eine klare Leseempfehlung für Geschichtsinteressierte und alle, die an spannenden realen Kriminalfällen interessiert sind.
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Gut aufgebauter Roman

Kyra Cade am 05.01.2020
Bewertungsnummer: 1281229
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Grete Beier gab es wirklich. Sie starb im Juli 1908 unter dem Fallbeil -  das letzte Todesurteil, das im damaligen Königreich Sachsen noch vollzogen wurde. Kathrin Hanke hat den Fall Grete Beier anhand der wenigen Informationen über ihr Leben und Sterben zu einem spannenden Krimi ausgearbeitet. Dabei beschreibt sie mit einfachen Worten, wie sich Grete, die Tochter aus gutem Hause, nach Liebe und Zuneigung sehnt, die ihr von der strengen und kalten Mutter immer verwehrt worden waren. Die junge Frau pfeift auf Konventionen und möchte frei sein, das Leben genießen und sich nicht weiter den strengen Erwartungen von Elternhaus und Gesellschaft unterwerfen. Ihre Liaison zu Fritz führt zu außerehelichem Geschlechtsverkehr, Ende des 19. Jahrhunderts verpönt. Fritz ist allerdings von ihren Eltern nicht als Schwiegersohn erwünscht, da das Geschäft schlecht läuft und Gretes Vater als Bürgermeister Angst um seinen Ruf hat. Kurz darauf verfällt Grete Hans, einem Handlungsgehilfen, der weit unter Gretes Stand ist und sie streng genommen um ihre Ehre bringt. Der Fall - im doppelten Sinne - der Grete Beier scheint aus heutiger Sicht unvorstellbar, lebt es sich offener und freier, fernab von Standesdünkeln in den meisten Familien. Der Sprung in die Zeit um 1900 durch Kathrin Hanke ist ein gelungenes Bild des damaligen Deutschland und zeigt den Wandel der letzten 120 Jahre sehr gut auf. Eine klare Leseempfehlung für Geschichtsinteressierte und alle, die an spannenden realen Kriminalfällen interessiert sind.

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Gegen jede Vernunft

hasirasi2 aus Dresden am 22.11.2017

Bewertungsnummer: 1063937

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Verrückt vor Liebe“ wäre Grete Beier gewesen, ihre Mutter intrigant und der Vater nicht durchsetzungsfähig, meinten die Prozessbeobachter und Reporter. 1908 wird sie als Letzte im Königreich Sachsen hingerichtet. Kathrin Hankes Buch hat mich beeindruckt. Von vornherein ist klar, dass Grete am Ende hingerichtet wird, auch wofür wird schon im Prolog erklärt – also müsste man es ja eigentlich nicht mehr lesen - und trotzdem hat es die Autorin geschafft, mich über knapp 250 Seiten zu fesseln. Es ist wie bei einem Unfall, man sieht das Unheil kommen und kann nicht wegsehen oder es verhindern. Grete ist 19, als sie 1905 auf einer Faschingsparty Hans (Johannes Merker) kennenlernt. Er ist so ganz anders als ihre bisherigen Verehrer, kommt aus der Arbeiterklasse (sie ist die Tochter des Bürgermeisters) und fasziniert sie durch seine forsche Art. Er umwirbt sie und macht schnell Nägel mit Köpfen, verlobt sich heimlich mit ihr, bittet sie immer wieder um Geld. Jedem außer ihr wird bald klar, dass er es vor allem auf ihre Mitgift abgesehen hat, aber sie ist ihm verfallen. Als sie sich nach der ersten Phase der Verliebtheit überwerfen, verlobt sich Grete standesgemäß mit Carl Preßler. Warum, weiß sie allerdings selbst nicht so genau. Um ihrer lieblosen herrischen Mutter zu entfliehen, es Hans heimzuzahlen oder einfach, um abgesichert zu sein? Später will sie die Verlobung lösen, doch Carl und ihre Eltern verhindern dies. Hans nutzt diese verzwickte Situation aus und bringt sie durch eine Spirale aus Erpressung und sexueller Abhängigkeit dazu, eine „endgültige Lösung“ für Carl zu suchen und zu finden ... Grete erscheint von Beginn an sehr zwiegespalten, noch keine gefestigte Persönlichkeit zu sein. Sie flirtet gern, hat bereits Erfahrungen mit Männern – ich war erstaunt, wie fortschrittlich sie in dieser Hinsicht war – und tut sehr abgebrüht, ist aber gleichzeitig recht naiv. Sowohl Hans als auch Carl nutzen diese Naivität aus. Ersterer, um immer wieder Geld von ihr zu bekommen, letzterer, um sie mit der Verlobung regelrecht zu überrumpeln und vor vollendete Tatsachen zu stellen. Sie ist zwischen beiden Männern und auch dem Pflichtgefühl ihrem inzwischen schwer erkrankten Vater so hin- und hergerissen, dass sie sich in zwei Extreme steigert: die Liebe zu Hans und den Hass zu Carl. Hans ist ganz klar ein Frauenheld und Mitgiftjäger. Er spekuliert auf eine reiche Braut und egal wie oft er sie enttäuscht, sie kann nicht von ihm lassen. Gegen jede Vernunft. Was sich Carl eigentlich von der Ehe mit Grete erwartet, bleibt sehr nebulös. Er ist zwar nicht so reich wie Gretes Vater, hat aber ein gutes Auskommen. Auch wandelt sich sein Verhalten ihr gegenüber immer wieder nach Lust und Laune. War er letzten Endes ebenfalls nur ein Mitgiftjäger oder fand er es toll, sie immer mehr in eine Rolle zu pressen, die sie gar nicht wollte und sie zu demütigen? Ich hätte mir beim Lesen sämtliche Protagonisten gern mal zur Brust genommen. Grete, weil sie nie einen Rat befolgte; ihre beiden Verlobten, weil sie nur sich selbst sahen; ihre Mutter, weil sie ihre Liebe zu Grete nicht zeigen konnte und hinter ungewöhnlicher Härte versteckte und ihren Vater, weil er sich irgendwann nur noch um sich sorgte. Letztendlich waren sie dadurch alle Schuld an dem Mord, doch nur Grete musste dafür büßen (und der Tote natürlich). „Die Giftmörderin Grete Beier“ ist in meinen Augen nicht einfach nur ein auf historischen Tatsachen beruhender Roman sondern ein psychologische Fallstudie. Spannend und aufwühlend regt er zum Nachdenken an.
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Gegen jede Vernunft

hasirasi2 aus Dresden am 22.11.2017
Bewertungsnummer: 1063937
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Verrückt vor Liebe“ wäre Grete Beier gewesen, ihre Mutter intrigant und der Vater nicht durchsetzungsfähig, meinten die Prozessbeobachter und Reporter. 1908 wird sie als Letzte im Königreich Sachsen hingerichtet. Kathrin Hankes Buch hat mich beeindruckt. Von vornherein ist klar, dass Grete am Ende hingerichtet wird, auch wofür wird schon im Prolog erklärt – also müsste man es ja eigentlich nicht mehr lesen - und trotzdem hat es die Autorin geschafft, mich über knapp 250 Seiten zu fesseln. Es ist wie bei einem Unfall, man sieht das Unheil kommen und kann nicht wegsehen oder es verhindern. Grete ist 19, als sie 1905 auf einer Faschingsparty Hans (Johannes Merker) kennenlernt. Er ist so ganz anders als ihre bisherigen Verehrer, kommt aus der Arbeiterklasse (sie ist die Tochter des Bürgermeisters) und fasziniert sie durch seine forsche Art. Er umwirbt sie und macht schnell Nägel mit Köpfen, verlobt sich heimlich mit ihr, bittet sie immer wieder um Geld. Jedem außer ihr wird bald klar, dass er es vor allem auf ihre Mitgift abgesehen hat, aber sie ist ihm verfallen. Als sie sich nach der ersten Phase der Verliebtheit überwerfen, verlobt sich Grete standesgemäß mit Carl Preßler. Warum, weiß sie allerdings selbst nicht so genau. Um ihrer lieblosen herrischen Mutter zu entfliehen, es Hans heimzuzahlen oder einfach, um abgesichert zu sein? Später will sie die Verlobung lösen, doch Carl und ihre Eltern verhindern dies. Hans nutzt diese verzwickte Situation aus und bringt sie durch eine Spirale aus Erpressung und sexueller Abhängigkeit dazu, eine „endgültige Lösung“ für Carl zu suchen und zu finden ... Grete erscheint von Beginn an sehr zwiegespalten, noch keine gefestigte Persönlichkeit zu sein. Sie flirtet gern, hat bereits Erfahrungen mit Männern – ich war erstaunt, wie fortschrittlich sie in dieser Hinsicht war – und tut sehr abgebrüht, ist aber gleichzeitig recht naiv. Sowohl Hans als auch Carl nutzen diese Naivität aus. Ersterer, um immer wieder Geld von ihr zu bekommen, letzterer, um sie mit der Verlobung regelrecht zu überrumpeln und vor vollendete Tatsachen zu stellen. Sie ist zwischen beiden Männern und auch dem Pflichtgefühl ihrem inzwischen schwer erkrankten Vater so hin- und hergerissen, dass sie sich in zwei Extreme steigert: die Liebe zu Hans und den Hass zu Carl. Hans ist ganz klar ein Frauenheld und Mitgiftjäger. Er spekuliert auf eine reiche Braut und egal wie oft er sie enttäuscht, sie kann nicht von ihm lassen. Gegen jede Vernunft. Was sich Carl eigentlich von der Ehe mit Grete erwartet, bleibt sehr nebulös. Er ist zwar nicht so reich wie Gretes Vater, hat aber ein gutes Auskommen. Auch wandelt sich sein Verhalten ihr gegenüber immer wieder nach Lust und Laune. War er letzten Endes ebenfalls nur ein Mitgiftjäger oder fand er es toll, sie immer mehr in eine Rolle zu pressen, die sie gar nicht wollte und sie zu demütigen? Ich hätte mir beim Lesen sämtliche Protagonisten gern mal zur Brust genommen. Grete, weil sie nie einen Rat befolgte; ihre beiden Verlobten, weil sie nur sich selbst sahen; ihre Mutter, weil sie ihre Liebe zu Grete nicht zeigen konnte und hinter ungewöhnlicher Härte versteckte und ihren Vater, weil er sich irgendwann nur noch um sich sorgte. Letztendlich waren sie dadurch alle Schuld an dem Mord, doch nur Grete musste dafür büßen (und der Tote natürlich). „Die Giftmörderin Grete Beier“ ist in meinen Augen nicht einfach nur ein auf historischen Tatsachen beruhender Roman sondern ein psychologische Fallstudie. Spannend und aufwühlend regt er zum Nachdenken an.

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von Kathrin Hanke

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