Bios

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Beschreibung

Das Wild, das du jagst: Du bist es selbst
Im Jahr 2045 ist das Zeitalter der Technik Geschichte; die biologische Moderne ist angebrochen. Algen und Pilze bauen Autogehäuse, die Boomstädte Asiens werden nachts von Leuchtbäumen erhellt. Auch vor dem menschlichen Körper macht die Bio-Revolution nicht halt. Jeder will hochgezüchtete Designer-Babys, ob legal oder nicht. Die Zeche zahlen andere.
Kenneth Durand leitet bei Interpol den Kampf gegen diese Genkriminalität. Und ein Mann steht dabei im Fadenkreuz: Marcus Demang Wyckes, Kopf eines so mächtigen wie skrupellosen Kartells. Eines Tages erwacht Durand aus dem Koma. Man hat ihn entführt. Er sieht anders aus. Seine DNA ist verändert. Er ist Marcus Demang Wyckes. Der Mann, der weltweit gesucht wird.

Daniel Suarez präsentiert eine komplett neue Zukunftsvision, so wie William Gibson es seinerzeit mit dem Cyberpunk getan hat, aufregend und alarmierend. … Er glaubt, dass es so kommen wird, ganz im Ernst. Lesen Sie und staunen.

Details

Verkaufsrang

16821

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.11.2017

Verlag

Rowohlt Verlag

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ePUB

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Verkaufsrang

16821

Erscheinungsdatum

17.11.2017

Verlag

Rowohlt Verlag

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

1853 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Change Agent

Übersetzer

Cornelia Holfelder-von der Tann

Sprache

Deutsch

EAN

9783644401761

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Hoher Unterhaltungswert, tolle Szenerie, viel Stoff zum Nachdenken

Julia Matos am 25.11.2018

Bewertet: eBook (ePUB)

Ein DNA-Kriminologe im Körper des Feindes, auf der Flucht sowohl vor Gesetzesbrechern als auch -hütern, auf der Suche nach Aufklärung und Wiedergutmachung. Verpackt in einem innovativen, überzeugenden, erschreckenderweise auch ziemlich glaubwürdigen Nahe-Zukunft-Szenario. Hauptfigur Kenneth Durand, aus dessen Sicht die meisten Situationen dargestellt werden, wirkt durch seine Wertvorstellungen und seine süße Familie sympathisch. Durch eine weitreichendere Darstellung innerer Kämpfe und Gedankengänge während bestimmter Vorhaben hätte man noch etwas mehr Tiefe verleihen können, was aber Geschmackssache und Meckern auf hohem Niveau ist. Zum Mitfiebern hat es für mich allemal gereicht. In den Nebenrollen empfand ich Aiyana Marcotte und Bryan Frey als starke Charaktere. Ich gebe anderen Rezensenten darin Recht, dass die wenigen Gegenspieler Erinnerungen an James-Bond-Filme wecken. Der Weltenbau ist komplex und überzeugend. Suarez beleuchtet nicht nur auf anschauliche und einprägsame Weise neuartige technische Möglichkeiten, sondern zeigt auch bildhaft auf, wie sich Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft usw. in 30 Jahren verändert haben könnten. Das wirkt stimmig und zeugt von guter Recherche. Das i-Tüpfelchen wäre es gewesen, noch mehr solcher Entwicklungen als für die Storyentwicklung elementare Bestandteile zu etabilieren. So hat man aber immerhin ein belebtes Kopfkino: Selbst wenn man an der Seite einer Figur zu Fuß durch den Dschungel stapft, wird durch die Anreicherung mit Details doch stets vergegenwärtigt, dass man sich in einem futuristischen Thriller befindet. Geneigte Leser können Bezüge zu bereits bestehenden Missständen und Gesellschaftskritik herauslesen. Während der Flucht im Mittelteil schleichen sich ein paar Längen ein. Manche Entwicklungen hatte ich vorausgeahnt, wurde aber auch stellenweise überrascht. Einige Szenen sind sehr abenteuerlich, action-lastig, kurzweilig, sodass der Verdacht naheliegt, man habe die Verfilmung im Blick. Ich finde das gar nicht schlecht, denn ich mag es, bei düsterer Grundstimmung mal zu lachen und aufgelockert zu werden (Beispiel: Hai). Charmant fand ich z. B. auch die Frage, ob man einer Künstlichen Intelligenz danken solle. Zitat: „Wir sprechen uns wieder, wenn Ihre Maschinen gekränkt klingen, weil Sie etwas nicht kaufen wollen.“ Die intensivsten Szenen, die gleichzeitig auch Erschütterung ausgelöst haben und besonders im Gedächtnis nachhallen, sind für mich diejenigen in den Genlaboren und Präsentationsräumen. Der Roman regt dazu an, über differenzierte Reglementierung in der Genforschung und -editierung, Überwachung und hieraus folgende Konsequenzen (Chancen und insbesondere Risiken) nachzudenken, angefangen bei Pflanzen, beim Einsatz in der industriellen Herstellung, über Tiere bis hin zu Menschen, wobei das Streben nach Glück, Komfort, Normal-sein (Stichwort Gendefekt, Erbkrankheit), Besser-sein, Moral, Macht, Wirtschaftsinteressen eine Rolle spielen. Meine durch den Klappentext hohen Erwartungen wurden erfüllt. Ein Roman, wie ich ihn mag. Über weite Strecken anspruchsvoll und intelligent, dabei noch so flüssig zu lesen und so unterhaltsam, dass es nicht anstrengend wirkt. Wenn ich - so wie hier – obendrein etwas dazulerne, zum Nachdenken angeregt werde und nachhaltige Eindrücke mitnehme, ist mir das auch bei ein paar Kritikpunkten im Ergebnis noch fünf Sterne wert. Ich habe mir mit "DAEMON: Die Welt ist nur ein Spiel" meinen zweiten Suarez-Roman gekauft.

Hoher Unterhaltungswert, tolle Szenerie, viel Stoff zum Nachdenken

Julia Matos am 25.11.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Ein DNA-Kriminologe im Körper des Feindes, auf der Flucht sowohl vor Gesetzesbrechern als auch -hütern, auf der Suche nach Aufklärung und Wiedergutmachung. Verpackt in einem innovativen, überzeugenden, erschreckenderweise auch ziemlich glaubwürdigen Nahe-Zukunft-Szenario. Hauptfigur Kenneth Durand, aus dessen Sicht die meisten Situationen dargestellt werden, wirkt durch seine Wertvorstellungen und seine süße Familie sympathisch. Durch eine weitreichendere Darstellung innerer Kämpfe und Gedankengänge während bestimmter Vorhaben hätte man noch etwas mehr Tiefe verleihen können, was aber Geschmackssache und Meckern auf hohem Niveau ist. Zum Mitfiebern hat es für mich allemal gereicht. In den Nebenrollen empfand ich Aiyana Marcotte und Bryan Frey als starke Charaktere. Ich gebe anderen Rezensenten darin Recht, dass die wenigen Gegenspieler Erinnerungen an James-Bond-Filme wecken. Der Weltenbau ist komplex und überzeugend. Suarez beleuchtet nicht nur auf anschauliche und einprägsame Weise neuartige technische Möglichkeiten, sondern zeigt auch bildhaft auf, wie sich Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft usw. in 30 Jahren verändert haben könnten. Das wirkt stimmig und zeugt von guter Recherche. Das i-Tüpfelchen wäre es gewesen, noch mehr solcher Entwicklungen als für die Storyentwicklung elementare Bestandteile zu etabilieren. So hat man aber immerhin ein belebtes Kopfkino: Selbst wenn man an der Seite einer Figur zu Fuß durch den Dschungel stapft, wird durch die Anreicherung mit Details doch stets vergegenwärtigt, dass man sich in einem futuristischen Thriller befindet. Geneigte Leser können Bezüge zu bereits bestehenden Missständen und Gesellschaftskritik herauslesen. Während der Flucht im Mittelteil schleichen sich ein paar Längen ein. Manche Entwicklungen hatte ich vorausgeahnt, wurde aber auch stellenweise überrascht. Einige Szenen sind sehr abenteuerlich, action-lastig, kurzweilig, sodass der Verdacht naheliegt, man habe die Verfilmung im Blick. Ich finde das gar nicht schlecht, denn ich mag es, bei düsterer Grundstimmung mal zu lachen und aufgelockert zu werden (Beispiel: Hai). Charmant fand ich z. B. auch die Frage, ob man einer Künstlichen Intelligenz danken solle. Zitat: „Wir sprechen uns wieder, wenn Ihre Maschinen gekränkt klingen, weil Sie etwas nicht kaufen wollen.“ Die intensivsten Szenen, die gleichzeitig auch Erschütterung ausgelöst haben und besonders im Gedächtnis nachhallen, sind für mich diejenigen in den Genlaboren und Präsentationsräumen. Der Roman regt dazu an, über differenzierte Reglementierung in der Genforschung und -editierung, Überwachung und hieraus folgende Konsequenzen (Chancen und insbesondere Risiken) nachzudenken, angefangen bei Pflanzen, beim Einsatz in der industriellen Herstellung, über Tiere bis hin zu Menschen, wobei das Streben nach Glück, Komfort, Normal-sein (Stichwort Gendefekt, Erbkrankheit), Besser-sein, Moral, Macht, Wirtschaftsinteressen eine Rolle spielen. Meine durch den Klappentext hohen Erwartungen wurden erfüllt. Ein Roman, wie ich ihn mag. Über weite Strecken anspruchsvoll und intelligent, dabei noch so flüssig zu lesen und so unterhaltsam, dass es nicht anstrengend wirkt. Wenn ich - so wie hier – obendrein etwas dazulerne, zum Nachdenken angeregt werde und nachhaltige Eindrücke mitnehme, ist mir das auch bei ein paar Kritikpunkten im Ergebnis noch fünf Sterne wert. Ich habe mir mit "DAEMON: Die Welt ist nur ein Spiel" meinen zweiten Suarez-Roman gekauft.

Evolution nach Plan – Bizarres Science-Fiction-Szenario über Gen-Kriminalität

Nisnis aus Dortmund am 05.12.2017

Bewertet: eBook (ePUB)

Stell dir vor du schaust in den Spiegel und dir blickt ein dir fremder Mensch entgegen. So geschehen in Daniel Suarez Science-Fiction-Thriller BIOS. Die Story schreibt das Jahr 2045. Die Gentechnologie ist inzwischen so weit, dass das Gen-Editing zur Vermeidung von Gendefekten und tödlichen Erkrankungen an Embryonen erlaubt ist. Die UN-Konventionen erlauben jedoch nicht, dass das Ungeborene durch Gen-Manipulation maßgeschneidert wird. High-Tech-Kriminelle und Syndikate ermöglichen Eltern, durch eine Editierung die Gen-Ausstattung ihrer ungeborenen Kinder zu beeinflussen. Ob sie ihren Kindern blaue Augen wünschen, eine hohe Intelligenz anstreben oder ob sie ihnen eine Sportlerkarriere durch eine höhere Leistungsfähigkeit ermöglichen wollen, ist illegal nur noch eine Frage des Geldes. Michael Durand ist Interpol-Agent und jagt Verbrecher, die weltweit unethische Gen-Kriminalität betreiben. Im Fokus steht dabei das Syndikat der Huli jing mit dem brutalen Marcus Demang Wyckes an der Spitze. Als Durand durch ein kriminelles IT-Manöver mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Singapur vorliebnehmen muss, spürt er plötzlich den Einstich einer Injektion, bevor er bewusstlos zusammenbricht und ins Koma fällt. Wochen später erwacht er an einem fremden Ort und sieht sich im Spiegel Marcus Demang Wyckes gegenüber, dem brutalen Verbrecher, Massenmörder und Sklavenhändler, den er unermüdlich, aber bisher erfolglos gejagt hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn nun jagt Interpol Durand. Der Autor: Bevor Daniel Suarez mit dem Schreiben begann, machte er als Systemberater Karriere und entwickelte Software für zahlreiche große Firmen der Militär-, Finanz- und die Unterhaltungsindustrie. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 2006 unter Pseudonym im Eigenverlag. Nachdem das Buch die Internet- und Gaming-Community im Sturm erobert hatte, wurde ein großer Verlag darauf aufmerksam. In der neuen Ausgabe avancierte «Daemon» zum Bestseller; eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Daniel Suarez lebt und arbeitet in Kalifornien. (Quelle: Rowohlt Verlag) Reflektionen: Mit seinem Roman BIOS hat Daniel Suarez ein bizarres, erschreckendes, aber vor allem vorstellbares Gentechnik-Szenario gezeichnet. Als Leser kann man nur hoffen, dass die hier düster beschriebene Gen-Kriminalität noch lange utopisch bleiben wird. Der Einstig in die Geschichte gelingt durch den flüssigen Schreibstil mühelos. Suarez zeichnet ein Bild der Technologien, die im Jahre 2045 selbstverständlich sind. Von Drohnen-Lieferservices, automatisiert fahrenden E-Mobilen, Helikopterflügen ohne menschliche Piloten, bis hin zu leuchtenden Bäumen, die als Lichtquelle dienen, taucht man ein in eine Welt, die uns so fern gar nicht mehr ist. Leider überspitzt Suarez meines Erachtens die schriftstellerische Freiheit der Wortfindung, wenn er Begrifflichkeiten der Zukunfts-Technologien benennt. Mit Fortschreiten der Handlung bin ich davon sogar genervt, obwohl ich andererseits eine gute Recherche zur Thematik Gen-Technologie erkennen kann. Die Geschichte um den Interpol-Agenten Durand ist zunächst sehr spannend und ich verfolge interessiert das Horror-Szenario, als sich Durand mit dem Blick im Spiegel dem Verbrecher gegenübersieht, den er bisher mit Herzblut gejagt hat. Früh erklärt es sich, dass der brutale Massenmörder und Syndikats-Chef Wyckes Durands Gene manipuliert hat. Auch das Warum ist für den Leser nachvollziehbar und intelligent ins Bild gesetzt, so dass man zügig durch die Seiten liest. Doch mit Zunahme der Seitenzahl durchschaut man, dass da außer Action nichts Großes mehr kommt, außer das Durand auf der Flucht viele gefährliche Hürden meistern muss, die durchaus spannend erzählt sind, aber zahlreiche Nebenschauplätze plämpern vor sich hin, ohne das Bewegung in die Spannungskurve kommt. Zitat: „Er ist ein Enantiomorph.“Durand starrte weiter auf den Screen. „Spiegelbildliches Leben. Deshalb können ihm Biotoxine nichts anhaben. Auch keine Humanviren, - parasiten oder – kranheiten. Weil er die Umkehrung von Leben ist.“„Verstehe ich nicht“. Frey schnippte mit den Fingern, auf der Suche nach Worten. „Chiralität. >Händigkeit> - nicht buchstäblich natürlich, aber eine bestimmte Anordnung der Atome. Die lässt sich umkehren – von links nach rechts und von rechts nach links. Dann haben die Moleküle zwar noch dieselbe chemische Formel, sind aber spiegelbildlich zueinander. Und interagieren deshalb verschieden mit anderen Substanzen, obwohl sie rein formal dieselbe Verbindung darstellen.“ „Und Sie glauben, dieser Mann...“„Ist eine Umkehrung. Alle komplexen Organismen auf der Erde bestehen aus linksdrehenden oder Levo- Aminosäuren. ... Daniel Suarez hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt sehr stark auf die Technologien im Jahr 2045 fokussiert. Absolut gut recherchiert und verargumentiert wird Gentechnik, Gen-Manipulation und Gen-Kriminalität in die fiktive Geschichte mit eingebunden, doch vielen Charakteren nimmt er so den Raum für Intensität. Ansatzweise gelingt es Suarez eine Tiefe zu produzieren, doch sie blitzt nur viel zu gelegentlich auf. Was Suarez jedoch schafft ist, dass man während des Lesens selbst eine Tiefe in die Geschichte hineininterpretiert, da Gentechnik, wie zum Beispiel die embryonale Genforschung, schon manches Mal in unserer heutigen Zeit zur Diskussion stand. Man beginnt nachzudenken und überlegt für sich, was moralisch richtig oder falsch sein kann und Nachdenken tut uns bekanntlich recht gut. Im Nachhinein würde ich Suarez ans Herz legen wollen, seine Charaktere intensiver zu zeichnen und das Agieren der Figuren noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Fazit und Bewertung: Daniel Suarez hat mit Bios ein bizarres, erschreckendes, aber vor allem vorstellbares Gentechnik-Szenario gezeichnet. Als Leser kann man nur hoffen, dass die hier düster beschriebene Gen-Kriminalität noch lange utopisch bleiben wird. BIOS ist ein lesenswerter, spannender und actiongeladener Science-Fiction-Thriller, doch eine Spur mehr inhaltliche Dramaturgie und das Handeln vielfältigerer Figuren hätte diesem Roman das gewisse Fünkchen an Tiefe verliehen. Was bleibt ist die Frage: „Kommt unsere Identität aus unserem Herzen oder aus unserer DNA?“ 4 Sterne ©nisnis-buecherliebe

Evolution nach Plan – Bizarres Science-Fiction-Szenario über Gen-Kriminalität

Nisnis aus Dortmund am 05.12.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Stell dir vor du schaust in den Spiegel und dir blickt ein dir fremder Mensch entgegen. So geschehen in Daniel Suarez Science-Fiction-Thriller BIOS. Die Story schreibt das Jahr 2045. Die Gentechnologie ist inzwischen so weit, dass das Gen-Editing zur Vermeidung von Gendefekten und tödlichen Erkrankungen an Embryonen erlaubt ist. Die UN-Konventionen erlauben jedoch nicht, dass das Ungeborene durch Gen-Manipulation maßgeschneidert wird. High-Tech-Kriminelle und Syndikate ermöglichen Eltern, durch eine Editierung die Gen-Ausstattung ihrer ungeborenen Kinder zu beeinflussen. Ob sie ihren Kindern blaue Augen wünschen, eine hohe Intelligenz anstreben oder ob sie ihnen eine Sportlerkarriere durch eine höhere Leistungsfähigkeit ermöglichen wollen, ist illegal nur noch eine Frage des Geldes. Michael Durand ist Interpol-Agent und jagt Verbrecher, die weltweit unethische Gen-Kriminalität betreiben. Im Fokus steht dabei das Syndikat der Huli jing mit dem brutalen Marcus Demang Wyckes an der Spitze. Als Durand durch ein kriminelles IT-Manöver mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Singapur vorliebnehmen muss, spürt er plötzlich den Einstich einer Injektion, bevor er bewusstlos zusammenbricht und ins Koma fällt. Wochen später erwacht er an einem fremden Ort und sieht sich im Spiegel Marcus Demang Wyckes gegenüber, dem brutalen Verbrecher, Massenmörder und Sklavenhändler, den er unermüdlich, aber bisher erfolglos gejagt hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn nun jagt Interpol Durand. Der Autor: Bevor Daniel Suarez mit dem Schreiben begann, machte er als Systemberater Karriere und entwickelte Software für zahlreiche große Firmen der Militär-, Finanz- und die Unterhaltungsindustrie. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 2006 unter Pseudonym im Eigenverlag. Nachdem das Buch die Internet- und Gaming-Community im Sturm erobert hatte, wurde ein großer Verlag darauf aufmerksam. In der neuen Ausgabe avancierte «Daemon» zum Bestseller; eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Daniel Suarez lebt und arbeitet in Kalifornien. (Quelle: Rowohlt Verlag) Reflektionen: Mit seinem Roman BIOS hat Daniel Suarez ein bizarres, erschreckendes, aber vor allem vorstellbares Gentechnik-Szenario gezeichnet. Als Leser kann man nur hoffen, dass die hier düster beschriebene Gen-Kriminalität noch lange utopisch bleiben wird. Der Einstig in die Geschichte gelingt durch den flüssigen Schreibstil mühelos. Suarez zeichnet ein Bild der Technologien, die im Jahre 2045 selbstverständlich sind. Von Drohnen-Lieferservices, automatisiert fahrenden E-Mobilen, Helikopterflügen ohne menschliche Piloten, bis hin zu leuchtenden Bäumen, die als Lichtquelle dienen, taucht man ein in eine Welt, die uns so fern gar nicht mehr ist. Leider überspitzt Suarez meines Erachtens die schriftstellerische Freiheit der Wortfindung, wenn er Begrifflichkeiten der Zukunfts-Technologien benennt. Mit Fortschreiten der Handlung bin ich davon sogar genervt, obwohl ich andererseits eine gute Recherche zur Thematik Gen-Technologie erkennen kann. Die Geschichte um den Interpol-Agenten Durand ist zunächst sehr spannend und ich verfolge interessiert das Horror-Szenario, als sich Durand mit dem Blick im Spiegel dem Verbrecher gegenübersieht, den er bisher mit Herzblut gejagt hat. Früh erklärt es sich, dass der brutale Massenmörder und Syndikats-Chef Wyckes Durands Gene manipuliert hat. Auch das Warum ist für den Leser nachvollziehbar und intelligent ins Bild gesetzt, so dass man zügig durch die Seiten liest. Doch mit Zunahme der Seitenzahl durchschaut man, dass da außer Action nichts Großes mehr kommt, außer das Durand auf der Flucht viele gefährliche Hürden meistern muss, die durchaus spannend erzählt sind, aber zahlreiche Nebenschauplätze plämpern vor sich hin, ohne das Bewegung in die Spannungskurve kommt. Zitat: „Er ist ein Enantiomorph.“Durand starrte weiter auf den Screen. „Spiegelbildliches Leben. Deshalb können ihm Biotoxine nichts anhaben. Auch keine Humanviren, - parasiten oder – kranheiten. Weil er die Umkehrung von Leben ist.“„Verstehe ich nicht“. Frey schnippte mit den Fingern, auf der Suche nach Worten. „Chiralität. >Händigkeit> - nicht buchstäblich natürlich, aber eine bestimmte Anordnung der Atome. Die lässt sich umkehren – von links nach rechts und von rechts nach links. Dann haben die Moleküle zwar noch dieselbe chemische Formel, sind aber spiegelbildlich zueinander. Und interagieren deshalb verschieden mit anderen Substanzen, obwohl sie rein formal dieselbe Verbindung darstellen.“ „Und Sie glauben, dieser Mann...“„Ist eine Umkehrung. Alle komplexen Organismen auf der Erde bestehen aus linksdrehenden oder Levo- Aminosäuren. ... Daniel Suarez hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt sehr stark auf die Technologien im Jahr 2045 fokussiert. Absolut gut recherchiert und verargumentiert wird Gentechnik, Gen-Manipulation und Gen-Kriminalität in die fiktive Geschichte mit eingebunden, doch vielen Charakteren nimmt er so den Raum für Intensität. Ansatzweise gelingt es Suarez eine Tiefe zu produzieren, doch sie blitzt nur viel zu gelegentlich auf. Was Suarez jedoch schafft ist, dass man während des Lesens selbst eine Tiefe in die Geschichte hineininterpretiert, da Gentechnik, wie zum Beispiel die embryonale Genforschung, schon manches Mal in unserer heutigen Zeit zur Diskussion stand. Man beginnt nachzudenken und überlegt für sich, was moralisch richtig oder falsch sein kann und Nachdenken tut uns bekanntlich recht gut. Im Nachhinein würde ich Suarez ans Herz legen wollen, seine Charaktere intensiver zu zeichnen und das Agieren der Figuren noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Fazit und Bewertung: Daniel Suarez hat mit Bios ein bizarres, erschreckendes, aber vor allem vorstellbares Gentechnik-Szenario gezeichnet. Als Leser kann man nur hoffen, dass die hier düster beschriebene Gen-Kriminalität noch lange utopisch bleiben wird. BIOS ist ein lesenswerter, spannender und actiongeladener Science-Fiction-Thriller, doch eine Spur mehr inhaltliche Dramaturgie und das Handeln vielfältigerer Figuren hätte diesem Roman das gewisse Fünkchen an Tiefe verliehen. Was bleibt ist die Frage: „Kommt unsere Identität aus unserem Herzen oder aus unserer DNA?“ 4 Sterne ©nisnis-buecherliebe

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Erschreckendes Zukunftsszenario

Bewertet: eBook (ePUB)

Suarez wird nicht umsonst der "Jules Verne des digitalen Zeitalters" genannt. Im Jahr 2046 haben synthetische Biologie und Gen-Modifikationen die Welt verändert. Eigentlich eine tolle Vorstellung, wenn durch einen kleinen Eingriff ins Erbgut schwere Erbkrankheiten verhindert werden könnten... Aber es wäre kein echter "Suarez", wenn uns nicht auch die volle Wucht der negativen Möglichkeiten und des Missbrauchs vor Augen geführt würde. Ein erschreckendes Szenario verpackt in einen actiongeladenen Thriller!
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Erschreckendes Zukunftsszenario

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Suarez wird nicht umsonst der "Jules Verne des digitalen Zeitalters" genannt. Im Jahr 2046 haben synthetische Biologie und Gen-Modifikationen die Welt verändert. Eigentlich eine tolle Vorstellung, wenn durch einen kleinen Eingriff ins Erbgut schwere Erbkrankheiten verhindert werden könnten... Aber es wäre kein echter "Suarez", wenn uns nicht auch die volle Wucht der negativen Möglichkeiten und des Missbrauchs vor Augen geführt würde. Ein erschreckendes Szenario verpackt in einen actiongeladenen Thriller!

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Genmanipulation ist im Jahr 2045 längst Alltag, auch die Strafverfolgungsbehörden haben sich auf die neuen Verbrechensmöglichkeiten eingestellt. Als aber Interpolagent Kenneth Durands Körper komplett editiert wird, eigentlich unvorstellbar, hebt es das Ganze auf eine neue Stufe. Actionreich, schnell, plausibel und lesenswert, wirkt der neue Suarez an einigen wenigen Stellen etwas konstruiert, deshalb nur 4 Sterne.
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Genmanipulation ist im Jahr 2045 längst Alltag, auch die Strafverfolgungsbehörden haben sich auf die neuen Verbrechensmöglichkeiten eingestellt. Als aber Interpolagent Kenneth Durands Körper komplett editiert wird, eigentlich unvorstellbar, hebt es das Ganze auf eine neue Stufe. Actionreich, schnell, plausibel und lesenswert, wirkt der neue Suarez an einigen wenigen Stellen etwas konstruiert, deshalb nur 4 Sterne.

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