Die Ernährungssituation an der Heimatfront im Ersten Weltkrieg
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.08.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
514 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668496491
Für Ernährungsfragen war ab Kriegsausbruch das Reichsministerium zuständig. Im Mai 1916 wurde dann das Kriegsernährungsamt geschaffen, das für die Versorgung der Bevölkerung mit bestimmten Lebensmitteln und für die Vermeidung von Notständen in diesem Bereich zuständig war. In den ersten Kriegsmonaten kam es zunächst zu einer Festsetzung von Höchstpreisen, um dem Wucher innerhalb der Lebensmittelwirtschaft Einhalt zu gebieten. Im Laufe des Weltkrieges und im Laufe der Wirtschafts- und Hungerblockaden kam es zu weiteren von der Politik getroffenen Maßnahmen, die die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung in Anbetracht der getroffenen Landwirtschaft und der knapper werdenden Lebensmittel sichern sollten. Diese Maßnahmen bestanden zuerst in Rationierungen, die die Verteilung von Lebensmittelkarten erforderlich machten. Zu der einfachen Markenausgabe gesellte sich bald auch die Lebensmittelkarte für Waren, die auf Grund unregelmäßiger Lieferungen o.ä. periodisch in ihrer Zuteilung schwankten. Bei beiden, bei regelmäßig und bei unregelmäßig gelieferten Lebensmitteln kam es zum "Schlangestehen". "Schlange" stand man für: Fleisch, Wurst, Speck, Linsen, Schmalz, Schweinefleisch, Butter, Margarine, Weizenmehl, Kaffee, Zucker, Kartoffeln, Milch, Eier, Brot u.a. Die Rationierung pro Mensch war unterschiedlich und wurde berechnet nach Alter und Arbeitsleistung. In der Stufeneinteilung des Versorgungssystems ganz oben standen Heer und Marine, dann Schwerst- und Schwerarbeiter der Rüstungsindustrie, Schwerst- und Schwerarbeiter außerhalb der Rüstungsindustrie (inkl. Landwirtschaft, Verkehrsbetriebe) und an vierter Stelle besonders bedürftige Bevölkerungsanteile wie Säuglinge, Kinder, Jugendliche, schwangere Frauen, Alte und Kranke. Auf der untersten Stufe dieses Versorgungssystems stand die "normalversorgungsberechtigte" Bevölkerung. Die Brotkarte wurde im Februar 1915 eingeführt (225 g Mehl sollte im täglich Brot vorhanden sein), ihre Menge im Laufe des Krieges immer wieder verkürzt (März 1916: 170 g Mehl im Brot pro Tag). Auch wurde die Mehlqualität schlechter (wegen Streckung und der Heraufsetzung des Ausmahlungsgrades), das Brot weniger bekömmlich.
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