Produktbild: Brot

Brot Auf der Suche nach dem Duft des Lebens

6

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Illustriert von

Alexandra Klobouk

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

250 (Printausgabe)

Dateigröße

13465 KB

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

9783458746942

Beschreibung

Rezension

» ... so informativ wie unterhaltsam.«
Lufthansa Magazin 05.10.2017

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

13.09.2017

Illustriert von

Alexandra Klobouk

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

250 (Printausgabe)

Dateigröße

13465 KB

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

9783458746942

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • peedee

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Liebeserklärung an das Brot

    Walter Mayer, geb. 1959 in Salzburg, hat sich auf die Suche nach dem Duft des Lebens begeben, dem Brot. Seine Gross- und Urgrosseltern waren Bäcker und so ist seine Liebe zum Brot quasi angeboren. Seine zweijährigen Buchrecherchen führten in u.a. nach Schottland, Albanien, Marokko oder auch in seine alte Heimat Salzburg. Das Buch gestalterisch verschönert hat Alexandra Klobouk, Kulturillustratorin und Autorin. Erster Eindruck: Das Buch ist aussergewöhnlich schön gestaltet. Der leinenartige Einband mit dem schön gezeichneten Brot auf dem Cover, Autorenname und Buchtitel sind geprägt, ein Lesebändchen. Im Innern des Buches dominieren die Farben Schwarz und Orange. Zahlreiche schöne Illustrationen – das Buch hebt sich definitiv vom Gewohnten ab. „Brot riecht nach Heimkommen, nach Familie und Liebe. Brot stiftet Religionen und Revolutionen – und verursacht Zöliakiepanik und Weizenwampenangst. Brot ist Grundnahrungsmittel – und essbare Sehnsucht.“ So beginnt Walter Mayer das aussergewöhnliche Sachbuch. Nun gut, es ist nicht das erste Sachbuch über Brot und es wird auch nicht das letzte sein. Aber was ist nun so aussergewöhnlich daran? Der Autor nimmt den Leser mit zu einem Backkurs in Schottland, auf die Alp in Österreich, nach Marrakesch. Er besucht auch Bäckereien in Berlin-Kreuzberg oder seiner alten Heimat Salzburg. Er erzählt witzige Anekdoten über Brot, wie z.B. seine ersten Backversuche mit selbstgezüchteten Sauerteig oder die zehn Brotrekorde. Weiter hat er u.a. Sarah Wiener – die im gerade auf den Kopf zu sagte, dass er von Brot keine Ahnung habe – und Heiner Kamps, den „Milliardenbäcker“, interviewt. Auch die Historie des Brotes wird erzählt: Welche Bedeutung hatte das Brot früher für die Menschen – welche hat es heute? Wird heute anderes Brot gegessen als früher? Warum verkauft Israel jedes Jahr seine Getreidevorräte an einen arabischen Muslim? Zwei interessante Fakten: 1. „Neben dem entblössten Busen ist Gebackenes das meistgemalte Motiv der Kunstgeschichte. Brüste und Brot sind die Basis unseres Begehrens“ (S. 103); 2. Ägypten ist das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Brot. Sauerteig, Zusatzstoffe im Brot, Handwerk, Tradition, Hightech-Ofenlader, Backstrassen, Etagenofenbeschickungsmaschinen (tolles Wort, oder?) sind nur einige der in diesem Buch behandelten Stichworte. „Alles braucht Zeit, um zu reifen. Das Brot. Das Geschäft. Der Charakter.“ (Sarah Wiener) Das Buch hat mir sehr gefallen und ich vergebe hier sehr gerne 5 Sterne und meine Leseempfehlung für das etwas andere Brot-Sachbuch. Es ist eine wahre Liebeserklärung an das Brot.

  • Wedma

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr schönes, lesenswertes und informatives Werk!

    Diesem Buch wohnt ein Zauber inne, der sowohl dem Thema an sich als auch der Art, wie es ausgearbeitet und dem Leser präsentiert wurde, zu verdanken ist. Zum Autor: „Walter Mayer, geboren 1959 in Salzburg, war nach Stationen bei Tempo, Bunte und Prinz viele Jahre Chefredakteur von BZ und Bild am Sonntag. Er ist gelernter Buchhändler und stammt aus einer Bäckerfamilie. Der Autor lebt in Berlin.“ Illustratorin: „Alexandra Klobouk, geboren 1983 in Regensburg, ist Kulturillustratorin und Autorin. Ihr letztes Buch Lissabon – im Land am Rand wurde von der Stiftung Bachkunst als eines der „Schönsten deutschen Bücher“ 2016 ausgezeichnet. Es ist ein bunter Mix aus wissenswerten Fakten zum Thema Brot, Berichten über Reisen, die als Ziel, neue Brotsorten zu verkosten, anpeilten, Schilderungen der Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen, die sich dem Brotbacken verschrieben haben, Brotrezepten, uvm. Der Autor ging dabei sowohl in die Breite als auch in die Tiefe, insb. in der Mitte. Spätestens ab Kap. 6 war ich voll im Bann dieses Buches. Man reiste nach Schottland, Albanien, Salzburg, Marokko und Kreuzberg/Berlin und probierte ungewöhnliche und traditionelle Brote, bereitete Sauerteig zu, knetete den Teig, was einer meditativen Übung laut W. Mayer ähnelt, uvm. Mit einer ehem. DDR Bäckerfamilie unterhielt man sich, wie es damals war, ein Bäcker zu sein, denn ein Privatbetrieb war kaum systemkonform und das Brot so billig gewesen, dass es oft als Tierfutter genommen worden war. In einem anderen Kapitel spricht man mit Heiner Kampf über sein Brotimperium von einst, wie er sein Großunternehmen aufgebaut hat und warum er verkaufen musste. Im separaten Kap. liest man von einem Versuch eines Interviews mit dem Minister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt. „Ich hatte 15 detaillierte Fragen übersandt und bekam 13 lieblose Antworten.“ S. 211. „Das alles hat, von der ersten Anfrage an, fast ein Jahr lang gedauert. So lange muss man warten, um am Ende in die Röhre zu gucken.“ S. 212. Die persönliche Note macht dieses Buch so besonders, die wie ein roter Faden durch das Werk zieht. Walter Mayer stammt aus einer Bäckerfamilie, sein Großvater stand in eigener Bäckerei in Salzburg. Nun versuchte der Autor, das Brotbacken für sich zu entdecken und sprach am Ende seiner Suche mit seiner Mutter über die Dinge, über die er schon lange, wenn überhaupt, mit ihr gesprochen hatte. Ich habe das Buch genüsslich Seite für Seite geschmökert und auch nachdem es ausgelesen war, wirkte es noch einige Tage auf mich fort. Diese Bilder, die dabei entstanden waren, die Begegnungen mit spannenden Persönlichkeiten liefen wie ein Kopfkino vorm inneren Auge ab: Da war man wieder in Marokko und schaute zu, wie Fatima Zohra ihr Brot knetet und ihre Lebensgeschichte erzählt; da unterhält man sich mit ihrem Mann, der das Brot von der Schubkarre auf der Straßen verkauft und dabei erklärt, warum das Brot in Marokko billig ist; da ist man wieder in Albanien und probiert die duftenden Böreks. Da ist man bei Monika Drax in Oberbayern. „Die Drax-Mühle ist eine der ältesten Mühlen Deutschlands – und eine der modernesten.“ S. 224. Ihr Lieblingsrezept von Urkornbrot findet man im Anschluss an das lehreiche Gespräch. Im allg. Wissensteil findet man u.a. Kurzbeschreibungen von Einkorn, Emmer, Kamut, den Getreidesorten, die in letzten Jahren wieder populärer wurden und sehr gut schmecken. Die schönen Illustrationen in Farbe bilden sie ab, sowie einige Verarbeitungsprozesse, z.B. wie das Mahlen vonstattengeht, oder wie man Teiglinge zu Kaiserbrötchen faltet, oder auch die Zubereitung des Sauerteiges. So hat man alles, was man dazu wissen muss, auf einem Blatt. Diese Vielfalt, Abwechslungsreichtum, der Ausführungen gepaart mit kritischen Einlagen, was die heutige Lage der Landwirtschaft in Sachen Weizenproduktion und industrielle Brotherstellungsprozesse in größeren Bäckereien angeht, konnte mich auf der ganzen Linie begeistern. Charmant wurde zum Schluss an die Leser appelliert, beim lokalen Bäckerhandwerkbetrieb um die Ecke sein Brot zu holen, statt Luftikus aus den billigen Aufbackshops. Das Buch ist toll geschrieben: klarer, schlanker, aussagestarker Schreibstil, der zudem leichtfüßig und leicht humorig rüberkommt, und dem Ganzen das Flair eines guten, gehaltvollen Gesprächs mit einem Freund verleiht. Dieses Brotbuch ist auch liebevoll gestaltet: Festeinband aus gespanntem Stoff, deren Oberfläche sich etwas rau wie die Kruste eines darauf abgebildeten Brotes anfühlt. Lesebändchen, farblich auf das Coverbild abgestimmt fehlt keineswegs. Fazit: Es ist ein schönes Werk, innerlich wie äußerlich. Alles passt wunderbar zusammen und hinterlässt einen runden, stimmigen Eindruck. Es ist auch sehr unterhaltsam, eignet sich besonders gut für die Leser, die sich dem Sachbücherlesen erst vorsichtig nähern wollen. Perfekt auch als Geschenk für Freunde und Familie. 5 wohl verdienten Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Jedes Brot ist ein Geschichtsbuch aus Teig"

    Walter Mayer ist ein kleines, feines Buch über Brot gelungen, keineswegs banal, sondern gut recherchiert, tiefgründig und berührend. Das im Insel Verlag erschienene Büchlein besticht durch einen Leineneinband mit einer schönen Zeichnung eines duftenden Brotlaibs als Titelbild und Lesebändchen. Ich wurde auf das Buch aufmerksam nachdem ich den Trailer https://youtu.be/phzWHzy4qis dazu gesehen habe. Der sympathische Salzburger, selbst Bäckersohn, erklärt warum er dieses Buch schrieb. Er fand nach jahrelangem Geruchsverlust seinen Geruchssinn wieder und ihm stieg der Geruch vom frisch gebackenem Roggenbrot in die Nase, der in ihm so viel mehr bewegte als Parfum oder sonstige angenehme Gerüche. Auch ich begann nachzudenken, welche Assoziationen und Emotionen der Duft des Brotes bei mir auslöst. Es erinnert mich zum Beispiel an meine Großmutter Luise, die große Laibe im Dorf eigenen Backhaus buk und der ich als Kind dabei warmes Wasser zum Teig goss. Walter Mayer hat nicht nur sauber die Kulturgeschichte des Brotes recherchiert, die sich wie ein spannender Krimi liest, er hat auch Berühmtheiten wie Sarah Wiener oder den ehemaligen Bäckerkönig Heiner Kamps interviewt. Vervollständigt wird die Lektüre durch ausländische Brotgeschichten; Reisen, die der Autor unter anderem nach Albanien, Schottland oder nach Marokko unternimmt. Mayer haut Sätze raus wie: "Brot ist ein Spiegel der Welt." "Brot ist ein Spiegel der Zeit." "Riechen ist das Tasten des Herzens." Oder "Jedes Brot ist ein Geschichtsbuch aus Teig." Ich gebe ihm vollkommen recht! Die Lektüre wird durch wunderschöne Illustrationen von Alexandra Klobouk aufgewertet und sie bereitete mir 277 Seiten lang einen wunderbaren Lesegenuss. Deshalb bekommt Brot von Walter Mayer 5 Sternchen von mir.

  • LimaKatze

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Riechen ist Tasten des Herzens. (Buchzitat)

    *** KLAPPENTEXT: „Brot riecht nach Heimkommen, Erwartetwerden. Brot riecht nach Liebe und Familie.“ Was findet man, wenn man dem Duft des Brotes folgt? Was erzählt Brot über die Menschen, die es essen, und über die Verhältnisse, in denen es gebacken wird? Das verrät uns der Journalist Walter Mayer in dieser fein abgewogenen Mischung aus Reportage, Kulturgeschichte und Familienmemoir, die reich ist an erlesenen Fakten, Lieblingsrezepten, außergewöhnlichen Interviews und vorzüglichen Illustrationen von Alexandra Klobouk. *** INHALT UND FAZIT: Brot gehört bis zum heutigen Tag zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, doch Brot ist so viel mehr als nur ein Lebensmittel. Genau das macht der Autor Walter Mayer in seinem Buch mehr als deutlich. Brot hat eine lange Geschichte, die weit zurückreicht. Es duftet nach Geborgenheit und Wärme, weckt Heimatgefühle und Kindheitserinnerungen. Wer von uns hat nicht als Kind heimlich von der frischen und knusprigen Kruste genascht? Brot steht aber auch für Brauchtum und Tradition. Beispielsweise schenkt man neuen Nachbarn gerne Brot und Salz. Das symbolische Geschenk soll im neuen Heim vor Schaden bewahren und für Wohlstand und Wohlergehen sorgen. Auch in der Religion kommt dem Brot immer wieder eine wichtige Bedeutung zu. Brot war in früheren Zeiten ein Symbol der Götter. So huldigten die Griechen Demeter, der Göttin für die Fruchtbarkeit der Erde und des Getreides. Wie in den meisten Ackerbaukulturen bildete das Brot auch in biblischen Zeiten das wichtigste Nahrungsmittel. Eine gute Getreideernte sicherte bei Sumerern, Ägyptern, Israeliten, Persern, Griechen und Römern das Überleben. Eine schlechte Ernte führte zu Hungersnot und Tod. In der Bibel wird Brot zudem als symbolische Nahrung verstanden, die nicht nur den Leib, sondern auch die Seele nährt und stärkt. Heutzutage ist das industriell hergestellte Brot zu einer preiswerten und jederzeit verfügbaren Massenware geworden. Doch die Faszination des Brotbackens, sowie die Qualität und der Duft eines frisch gebackenen Brotes sind damit nicht zu ersetzen. Von den ganzen Zusatzstoffen, die bei industriell hergestellter Backware eingesetzt wird, ganz zu schweigen. Nichts ist so natürlich und gesund wie ein selbstgebackenes Brot, welches im Grunde mit ganz wenigen Zutaten auskommen kann. Doch trotz einfacher Rezeptur ist das Brotbacken eine hohe Kunst, die erst mal erlernt sein will. Und vor allem braucht man Geduld und Zeit, wie Sarah Wiener dem Autor erklärt. Die bekannte Fernsehköchin ist eine leidenschaftliche Verfechterin für eine gesunde Lebensweise. Mit ihr führte der Autor sein erstes Interview für dieses Buch und wurde prompt für eine Nachtschicht in der eigenen Bäckerei eingeladen. Für die Suche nach dem Duft des Brotes begibt sich der Autor auf eine lange und lehrreiche Reise. Er interviewte Bäcker aus Österreich, Albanien, Marokko und Schottland. Aber er sprach auch mit dem Inhaber der umsatzstärksten Bäckereikette Deutschlands und sogar mit einem Ernährungsminister. Wie es überhaupt zu diesem Buch kam und wo ihn seine Suche nach dem Duft des Lebens letztendlich hinführte, all das und so viel mehr erfährt man in diesem wunderbaren Buch auf äußerst abwechslungsreiche Art und Weise. Der sehr lebendige Schreibstil sorgt dabei für viel Lesefreude und Kurzweil. Die Begeisterung des Autors spiegelt sich in seinen Texten komplett wider und das macht dieses Buch zu einem leidenschaftlichen Plädoyer, ja fast zu einer Liebeserklärung für ein Lebensmittel, dem gar nicht genug Wertschätzung entgegengebracht werden kann. Die äußerst gelungenen Illustrationen von Alexandra Klobouk machen ebenfalls Spaß und runden das Gesamtbild sehr schön ab. Und der hochwertige Leineneinband ist beinahe so, als wolle man dem wichtigen Inhalt des Buches und dem Brot ansich Respekt zollen. „Brot“ ist ein hervorragend recherchiertes Sachbuch und unterhaltsamer Erfahrungsbericht zugleich. So macht die Erwerbung von neuem Wissen große Freude und prägt sich vielleicht sogar besser ein. Ich denke, ich kann versprechen: Selbst wer noch nie ein Brot gebacken hat, bekommt spätestens am Ende des Buches große Lust dazu. Sehr gerne empfehle ich diese Lektüre weiter und vergebe bei so vielen Vorzügen die wohlverdienten fünf Sterne.

  • Kerstin

    5/5

    28.10.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessante, lehrreiche und…

    Interessante, lehrreiche und unterhaltende Geschichte über unser aller Brot Walter Mayer formuliert den Brotduft sehr gut: „Brot reicht nach Heimkommen, Erwartetwerden. Brot riecht nach Liebe und Familie.“ Die Heimat des Brotes ist wohl Ägypten. Ein gutes Brot braucht nur Mehl, Wasser und Salz. Interessant: in einem Kilo Mehl befinden sich 28.000 Weizenkörner. Das Brot befindet sich stets im Wandel, genauso wie seine Esser. Im Mittelalter galt: je heller das Brot, desto wohlhabender sein Käufer. Heute geht die Tendenz eher zu dunklerem Brot. Am besten auch noch vegan und glutenfrei. Gefallen hat mir folgende Aussage: durch Backöfen haben die Menschen die Möglichkeit Brot zu backen. Und wo gebacken wird, werden die Menschen sesshaft. Somit entstehen Dörfer, Märkte und Strukturen. Walter Mayer stammt aus einer Salzburger Bäckerfamilie und liebt das Brot. Als er über das Thema Brot nachdenkt, wird ihm schnell klar, dass dies keinesfalls langweilig und trocken wie altes Brot ist. Aus seinen Überlegungen ist dieses wunderbare Buch geworden. Mit vielen Interviews und Reportagen schafft Mayer es dem Leser das Brot in all seinen Facetten näherzubringen. Neben Fakten finden wir auch immer wieder passend eingebaute witzige Stellen und vor allem kommen andere Menschen zu Wort und erzählen Walter Mayer und auch uns ihre Brotgeschichte. Und dies über die Welt verteilt. Er trifft unter anderem Sarah Wiener und Heiner Kamps. Er backt zusammen mit Bäckern in den albanischen Bergen Brot. In Marrakesch findet er nicht nur neue Brotrezepte, sondern auch eine zweite Heimat. Mayer sagt: „Jedes Brot hat eine Story.“ Während dem Lesen wird einem dies sehr bewusst. Wieso essen wir eigentlich das Brot, das wir essen? Nach der Lektüre dieses Buch hat der Leser nicht nur Lust auf frischgebackenes Brot (Rezepte innenliegend), sondern kennt die Herkunft und Entwicklung des Brotes. Weiß wie sich der Brotofen entwickelte und wie er funktioniert und wie das Mehl in unsere Küchen kommt. Sogar die Kunst interessiert sich für Brot! Walter Mayer behandelt nicht nur die schönen Seiten der Brotwirtschaft. Er zeigt auch die Schattenseiten auf. Zum Beispiel werfen wir in Deutschland jährlich 500.000 Tonnen Brot in den Müll. Dieses Brot wird als neues Heizmittel gehandelt, doch bis jetzt ist dies nicht der Fall. In Deutschland schließen immer mehr Bäckerei, um genau zu sein: jede Woche eine. Warum? Weil alle nur noch günstiges Brot wollen und dieses im Supermarkt oder beim Discounter kaufen und dieses von großen Ketten stammt. Diese Brote haben leider nie Bäckerhände gespürt. Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch. Dennoch war die Lektüre zu keiner Zeit trocken. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es an einem Nachmittag/Abend durchgelesen. Mayers Schreibstil ist sehr angenehm und er schreibt leicht verständlich. Fakten werden durch persönliche Geschichten oder witzige Einschübe ergänzt. Die Illustrationen von Alexandra Klobouk sind gelungen und untermauern den Text ganz wunderbar. Auch in diesen Illustrationen findet sich gern mal ein bisschen Witz. ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen. Man bereut die Lektüre keineswegs. Ich vergebe für dieses Buch volle fünf von fünf Sternen, da es mich sehr gegeistert hat und es mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Kundinnen und Kunden meinen

5

6

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Cornelia Dygatz

    Cornelia Dygatz

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    08.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einmal um die Welt mit dem Duft des Lebens!

    Dieses Buch ist wahrlich ein kleiner Schatz für alle, die sich dafür interessieren, wie und wo Brot gebacken wird und auch selber Brot backen. Man nimmt das Buch in die Hand und hat das Gefühl, dieser wunderbare Duft des Lebens steigt heraus. Der Autor hat sich viel Zeit genommen und ist in verschiedenen Länder gereist um der Faszination "Brot" auf den Grund zu gehen. Lebendig und faszinierend geschrieben.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Brot