Der Großinquisitor
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Fjodor M. Dostojewski

1. Der Großinquisitor

Der Großinquisitor

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Der Großinquisitor

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Beschreibung

Details

Gesprochen von

Günter Einbrodt

Spieldauer

49 Minuten

Family Sharing

Ja

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.09.2017

Hörtyp

Lesung

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Ja

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Gesprochen von

Günter Einbrodt

Spieldauer

49 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

08.09.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

20

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742403162

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Advocatus diaboli

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 25.10.2023

Bewertungsnummer: 2052179

Bewertet: eBook (ePUB)

‘Der Grossinquisitor’ ist ursprünglich ein Teil des ‘Monumental-Werkes’ ‘Die Brüder Karamasow’. Auch als herausgelöste, eigenständige Erzählung überzeugt das Werk in seiner Aussage - und lässt einen schaudern! Da erscheint Christus im Spanien des 16. Jahrhunderts, wird von den Menschen, unter die er sich mischt, ob seiner Ausstrahlung erkannt und fasziniert aufgenommen. Der Grossinquisitor, der tags zuvor noch 100 Häretiker verbrennen liess, kommt in armseliger Mönchskutte dazu, als Christus soeben ein kleines Mädchen vom Tod erweckt - und setzt in sofort ihn Ketten. Nachts trifft sich der Grossinquisitor mit Christus im Kerker - und deckt ihn ein mit Vorwürfen, belehrt ihn ‘eines Besseren’. - Entlang der Perikopen des Turmbaus von Babel und (v.a.) der Versuchung Jesu in der Wüste, zeigt der Inquisitor Christus auf, wie er die damalige Situation und den Menschen komplett falsch ein-, ja überschätzt und ihn so überfordert hat - und dass die Herrschaft des Teufels an sich die bessere ist, weil sie den Menschen entmündigt - und ihm so die Last der Freiheit abnimmt. Zitat: Nichts ist verführerischer fü den Menschen als Gewissensfreiheit, aber es gibt auch nichts Quälenderes. Mit manchen der Aussagen scheint der Inquisitor durchaus recht zu haben - zieht aber letztendlich doch die falschen Schlüsse. - Zudem verdreht er ganz subtil die Bibelzitate, um seine Thesen zu untermauern. - Dostojewski konnte zu seiner Zeit damit rechnen, dass die genannten Bibelzitate von seinen Lesern gekannt wurden - auch in ihrem urspründlichen Wortlaut. Da diese Voraussetzung heutzutage bei vielen fehlt, gibt der Inselverlag in seiner Ausgabe Hinweise, WO die Zitate zu finden sind und WIE sie eigentlich lauten - und welche der Zitate nichts als ‘fake’ sind. Wertvoll ist zudem in dieser Ausgabe das Nachwort des Übersetzers Wolfgang Kasack. Er entschlüsselt die hinter- und untergründige Bedeutung des Werkes in seiner Entstehungszeit. Der Text hat in seinen Aussagen nichts von seiner Aktualität eingebüsst! Und es lohnt sich, ihn auch heute noch zu bedenken.
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Advocatus diaboli

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 25.10.2023
Bewertungsnummer: 2052179
Bewertet: eBook (ePUB)

‘Der Grossinquisitor’ ist ursprünglich ein Teil des ‘Monumental-Werkes’ ‘Die Brüder Karamasow’. Auch als herausgelöste, eigenständige Erzählung überzeugt das Werk in seiner Aussage - und lässt einen schaudern! Da erscheint Christus im Spanien des 16. Jahrhunderts, wird von den Menschen, unter die er sich mischt, ob seiner Ausstrahlung erkannt und fasziniert aufgenommen. Der Grossinquisitor, der tags zuvor noch 100 Häretiker verbrennen liess, kommt in armseliger Mönchskutte dazu, als Christus soeben ein kleines Mädchen vom Tod erweckt - und setzt in sofort ihn Ketten. Nachts trifft sich der Grossinquisitor mit Christus im Kerker - und deckt ihn ein mit Vorwürfen, belehrt ihn ‘eines Besseren’. - Entlang der Perikopen des Turmbaus von Babel und (v.a.) der Versuchung Jesu in der Wüste, zeigt der Inquisitor Christus auf, wie er die damalige Situation und den Menschen komplett falsch ein-, ja überschätzt und ihn so überfordert hat - und dass die Herrschaft des Teufels an sich die bessere ist, weil sie den Menschen entmündigt - und ihm so die Last der Freiheit abnimmt. Zitat: Nichts ist verführerischer fü den Menschen als Gewissensfreiheit, aber es gibt auch nichts Quälenderes. Mit manchen der Aussagen scheint der Inquisitor durchaus recht zu haben - zieht aber letztendlich doch die falschen Schlüsse. - Zudem verdreht er ganz subtil die Bibelzitate, um seine Thesen zu untermauern. - Dostojewski konnte zu seiner Zeit damit rechnen, dass die genannten Bibelzitate von seinen Lesern gekannt wurden - auch in ihrem urspründlichen Wortlaut. Da diese Voraussetzung heutzutage bei vielen fehlt, gibt der Inselverlag in seiner Ausgabe Hinweise, WO die Zitate zu finden sind und WIE sie eigentlich lauten - und welche der Zitate nichts als ‘fake’ sind. Wertvoll ist zudem in dieser Ausgabe das Nachwort des Übersetzers Wolfgang Kasack. Er entschlüsselt die hinter- und untergründige Bedeutung des Werkes in seiner Entstehungszeit. Der Text hat in seinen Aussagen nichts von seiner Aktualität eingebüsst! Und es lohnt sich, ihn auch heute noch zu bedenken.

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ein überwältigender Dialog

Mario Pf. aus Oberösterreich am 17.06.2021

Bewertungsnummer: 527725

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht. Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor. Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten. Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.
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ein überwältigender Dialog

Mario Pf. aus Oberösterreich am 17.06.2021
Bewertungsnummer: 527725
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht. Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor. Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten. Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.

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