Die Zeit - Die Null - Das Alter - Die Lebenserwartung John Graunt (1662) und Edmund Halley (1693)
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Nein
Erscheinungsdatum
15.03.2010
Verlag
Cuvillier Verlag eBooksSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783736932753
jeder Mensch sie als irreversibel erlebt.
Es gibt offensichtlich zwei Aspekte von Zeit. Eine Tatsache, die den Nobelpreisträger
Prigogine veranlasste, von Zeit in der Physik als die vergessene Dimension
zu sprechen. Angeregt durch dessen grundlegende Werke und Isaac
Newtons Axiome als relativ und absolut, sowie von der Unterscheidung des Historikers
Koselleck in einmalige Ereignisse und Wiederholungsstrukturen in der
Geschichte, habe ich die Zweiteilung von Zeit als zwei Aspekte des gleichen
Phänomens aufgenommen und in Grundzügen dargestellt. Die Graphik auf Seite
26 visualisiert die Beziehungen der beiden Aspekte, wie ich sie erarbeitet habe.
Ich unterscheide:
1. Die Alterungsprozesse, denen nach Prigogine alles unterliegt. Als Symbol
für die irreversiblen, gerichteten Bewegungen kann man den Zeitpfeil ansehen.
Ich kennzeichne diesen Aspekt der Zeit als Zeit-Aspekt T .
2. Bei der Analyse und Handhabung von Alterungsprozessen im Zeit-Aspekt
T werden durch den Beobachter "entzeitlichte" Zustände festgehalten
und in eine Mess-Zeit überführt (Wickert). Der Mess-Zeit liegt ein symmetrisches
Koordinatensystem in einer reversiblen, mathematischen Zeit
zu Grunde. Als der Ursprung des Koordinatensystems ist die Null eine
Meta-Ziffer. Sie zeichnet die Spur des Einen-der-zählt-und-die-
Zahlenfolge-produziert (Brian Rotman) Ich kennzeichne diesen Aspekt
der Zeit als Zeit-Aspekt ±t.
Mit dem Denkansatz der zwei Aspekte von Zeit habe ich als Beispiel das Alter
und die Lebenserwartung des Menschen analysiert. Ich bin auf die Ursprünge
der mathematischen Demographie zurückgegangen, die auf den Arbeiten von
Graunt und Halley beruhen. Dabei stiess ich auf grundsätzliche Probleme der
Behandlung des Alters und die Fehlinterpretation der table Halleys, die seit
über 300 Jahren wissenschaftlicher Standard sind.
In den Schlussfolgerungen habe ich versucht, die in der Meta-Ziffer Null
gebündelte Potenz anzudeuten, wodurch die Anfangsbedingungen für einzelne
Koordinatensysteme festgelegt sind. Ich konnte dazu von Graunts Bestätigung
des Alters der Welt nach der Bibel ausgehen und auf den Big Bang der modernen
Physik verweisen, sowie Beispiele aus der amtlichen deutschen Statistik
von Bevölkerungsvorausberechnungen heranziehen. Sie lassen erkennen, dass
in der Meta-Ziffer Null nicht nur der Ursprung jeden Koordinatensystems,
sondern das Wissen und der Glauben des Einzelnen und der Gesellschaft zu
suchen sind.
Ich bin seit der Gründung im Jahr 1994 Mitglied des Arbeitskreises Historische
Demographie in der Deutschen Gesellschaft für Demographie. Der Schwerpunkt
meiner Arbeit war von Anfang an das Thema Lebenserwartung im gesamten
Verlauf der menschlichen Geschichte und Frühgeschichte. Eine grundlegende
Veröffentlichung dazu war:
Langner, G. 1994: Fertility of populations as a function of the attained level of
life expectancy in the course of human evolution; in Historical Research, Vol.
21, Cologne 1996.
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