Judenbilder und Vorurteile in G. E. Lessings Lustspiel 'Die Juden'
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.09.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
618 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668530669
Ein Vorurteil ist dabei ein Hindernis der Kommunikation, das ein ganz bestimmtes Bild in unserem Wissensschatz heimisch werden lässt und meistens persönliche Annehmlichkeiten und Vorteile fördert. Objektivität und Autonomie werden unterdrückt und deshalb auch der Kommunikation der Menschen klare Grenzen setzt. So kann es beispielsweise sein, dass ein Vorurteil gegen eine bestimmte Person gehegt wird, das sich nach einem persönlichen Eindruck schnell von selbst beseitigt. Was ist jedoch, wenn ein Vorurteil eine Stufe erreicht, wo negative Eindrücke generalisiert auf bestimmte Gruppen bezogen werden? Wie gestaltet sich ein Zusammenleben, wenn innerhalb gewisser Gesellschaftsstrukturen weitere Kategorien eingeführt und ein Umgang unter Menschen von Ausgrenzung durch Wertigkeitskriterien bestimmt wird?
Ein standhafter Vertreter der Gleichberechtigung und des autonomen Denkens und Handelns war Gotthold Ephraim Lessing. Lessing verfasste 1749 ein kurzes Lustspiel mit dem Titel "Die Juden". Dem Lustspiel getreu, enthält es durchaus plumpen Humor und obszöne Anspielungen, jedoch überwiegt sein Lehrpotenzial weitaus mehr als der Effekt der bloßen Unterhaltung.
Das in dem Lustspiel speziell gegen die Gruppe der Juden gerichtete Vorurteil wird im Rahmen dieser Arbeit inhaltlich und in seiner Darstellungsweise herausgestellt. Besonders präsent wird das Vorurteil durch die unterschiedlichen Haltungen der Christen gegenüber den Juden. Dabei sollen die Positionen des Adels, der unteren Schicht und der Figur des Reisenden erfasst und in einen Zusammenhang gebracht werden. Die Figurenvielfalt in Lessings Lustspiel bietet ein großes Potenzial, das Bild der Juden von allen Seiten beleuchten zu können und durch die Kommunikation der Figuren eine Verbindung zu diesem geschichtsträchtigen Vorurteil herstellen zu können.
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