Zentrale Thesen und Kritik von Pierre Bourdieus "Die männliche Herrschaft" Eine Rezension des Werks von Pierre Bourdieu
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.09.2017
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
506 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668535688
Pierre Bourdieus 1998 erschienenes Spätwerk Die männliche Herrschaft ist bis heute Bourdieus vielleicht unbeachtetes Werk. Obwohl es viele seiner vorherigen Theorien über Habitus, Kapital, symbolische Gewalt und Herrschaftsverhältnisse zusammenführt und sich abschließend ausdrücklich mit der Geschlechterordnung beschäftigt, hat sich bisher nur ein kleiner Kreis in der Soziologie mit dem Werk auseinandergesetzt, indes es von Seiten der Feminist_innen vor allem Kritik erntete.1Dies ist überraschend, gehören Bourdieus Thesen sonst zum Kanon der neueren Soziologie, während sein Konzept des Habitus auch in der Geschlechterforschung Beachtung gefunden hat. Bourdieu wurde am 1.8.1930 in Dengui in Frankreich geboren. Trotz seines Status als Beamtensohn und guter Schüler, fühlte sich Bourdieu dort, wie auch später im Internat, welches er verabscheute, als Außenseiter. Dieses Gefühl des Fremdsein, des nicht dazu gehören, ist etwas, das ihn später auch als Akademiker beschäftigte, wo er, mal absichtlich, mal den Umständen geschuldet, diese Position weiter bekleidete. Bis 1954 studierte Bourdieu Philosophie in Paris. Während dieses Studiums, welches klassisch-philosophisch sehr theoretisch war, kam Bourdieu bereits mit Personen und Denkrichtungen in Kontakt, mit denen er sich im Lauf seiner Arbeit auseinandersetzen würde. In Algerien, wo er ab 1955 seine Militärzeit ableistete, begann sowohl seine Zuwendung zur Empirie und Soziologie, wie auch sein Wunsch Wissenschaft mit Engagement zu verbinden. Auch in seinem weiteren Leben verband er Wissenschaft mit politischem Aktivismus, welcher in der Gründung der Zeitschrift liber mündete. Er sah sie als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs aller Disziplinen, sowie als Möglichkeit für Wissenschaftler ihre Expertise und Stimme politischen Bewegungen zu leihen.
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